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Bad Düben Hirschkäferprojekt begeistert Krostitzer Kinder
Region Bad Düben Hirschkäferprojekt begeistert Krostitzer Kinder
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16:10 11.07.2019
Die Krostitzer Kinder sind im Wald unterwegs. Quelle: Heike Nyari
Krostitz/ Eisenhammer

Mit Jan Stegner vom Bad Dübener Büro für Landschaftsplanung und Naturschutz erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3a aus Krostitz einen spannenden Hirschkäfer-Projekttag. Nach einem stärkenden Frühstück auf dem Gelände der Köhlerei und einigen einführenden Worten zur Lebensweise des größten in Deutschland lebenden Käfers ging es auch gleich hinein in den Wald.

Die Krostitzer Kinder konnten tatsächlich einen Hirschkäfer entdecken. Quelle: Heike Nyari

„Ich bin wirklich angetan von der Begeisterung, die die Kinder heute an den Tag legen“, freute sich Jan Stegner, denn aufmerksam verfolgten sie die Ausführungen des Referenten und stellten immer wieder neue Fragen. So erfuhren sie beispielsweise, dass die Larven des Hirschkäfers bis zu zehn Zentimeter groß werden können und sich hauptsächlich an totem Laubgehölz und unter Baumstubben entwickeln. Das wiederum kann fünf bis acht Jahre dauern.

Alle wollen den Hirschkäfer sehen

Auf einem schmalen Pfad, der entlang des Hammerbachs führte, stieß die Gruppe auf einem hohen Stamm, an dem doch tatsächlich ein herrliches Exemplar saß. Das Männchen, das am mächtigen geweihartigen Oberkiefer gut auszumachen war, labte sich am Saft des Baumes. Nun drängten alle heran, um das interessante Tier von Nahem betrachten zu können.

Weiteres tolles Insekt zeigt sich

Doch den Kindern präsentierte sich an jenem Tag noch ein weiteres tolles Insekt. Auf dem Gelände der Köhlerei verbargen sich unter einem alten Stubben gleich mehrere Nashornkäfer und die Kids staunten über das lange gebogene Kopfhorn. Auch einige Larven wurden entdeckt. Diese entwickeln sich vorzugsweise unter hohlen Bäumen und Stubben in Parks und Gärten oder in einem Komposthaufen. Dass auch auf dem Köhlereigelände Nashornkäfer leben, liegt mit Sicherheit am Holzvorkommen und an den Sägespänen, in die Nashornkäferweibchen auch gern ihre Eier ablegen.

Ein Nashornkäfer Quelle: Heike Nyari

Wichtig ist, dass derlei Haufen, ob aus Laub, Mulch, Reisig, Späne, morschen Holzstücken, möglichst lange unberührt verbleiben, denn der Weg vom Ei zum Käfer ist lang. Fünf Jahre werden dafür benötigt, und in der durchstrukturierten und stark bewirtschafteten Kulturlandschaft sowie in heimischen Gärten sind ungestörte Bedingungen selten geworden.

Stiftung Köhlerei Eisenhammer will Heimatkunde fördern

Die gemeinnützige Stiftung Köhlerei Eisenhammer hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bildung und Heimatkunde für Kinder und Jugendliche zu fördern. Naturschutzthemen und Aspekte rund um den Naturpark Dübener Heide stehen dabei an vorderer Stelle. Regelmäßig besuchen Schulklassen das Areal, das auch guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Exkursionen in den Wald darstellt.

Von Heike Nyari

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