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Bad Düben Im Juli sollen die ersten drei Etagen fertig sein
Region Bad Düben Im Juli sollen die ersten drei Etagen fertig sein
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07:41 16.01.2019
Aus dem alten Gymnasium in Bad Düben soll bis zum Sommer ein modernes evangelisches Schulzentrum werden. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Wenn das Evangelische Schulzentrum Samstag seine Türen öffnet, gibt es Führungen über die Baustelle in der Durchwehnaer Straße. Vermutlich wird es da auch einige ungläubige Fragen geben: Bis Sommer soll das ehemalige Gymnasium wirklich fertig sein? Gisbert Helbing vom Schulträgerverein setzt seine Überzeugung, dass dies gelingt, auf den Fakt, dass bewusst Firmen aus der Region beauftragt wurden. Von denen gäbe es das Signal: Das wird. Deshalb sei die Entscheidung gefallen, in den Wintermonaten mit extra Geräten zu heizen, „damit durchgearbeitet werden kann.“

Unterricht der weiterführenden Schule startet im August

Im Juli sollen die ersten drei Etagen des dann neuen Evangelischen Schulzentrums  fertig sein und der Unterricht der Klassen der weiterführenden Schule hier starten. Mit unliebsamen Überraschungen à la Obermühle ist nicht mehr zu rechnen. Abrissarbeiten sind erfolgt. Auch ein rund zehn Meter langes Gebäude-Zwischenteil musste weichen. Der Leerraum nimmt aber bereits wieder Gestalt an, hier entstehen Entree plus Dachterrasse und Fahrstuhl. „Der Rohbau ist statisch geprüft, die Ausführungsplanungen fertig, jetzt geht es um die Umsetzung“, so Gisbert Helbing. Heizungsbauer und Elektriker sind im Haus, nach und nach werden die Fenster ausgetauscht. Parallel dazu werden Türen eingebaut, alle wurden auf das Standard-Höhen-Maß von 2,31 Meter erweitert

Noch gehört viel Fantasie dazu, sich auszumalen, wie es mal fertig aussehen wird – nach und nach aber wird das alte Dübener Gymnasium zum Evangelischen Schulzentrum.

Die einzelnen Etagen lassen bisher nur erahnen, wie sie als künftige Cluster aussehen. Sechs wird es insgesamt geben. Die Jahrgangsstufen  bekommen in dem fünfstöckigen Gebäude jeweils einen eigenen Bereich. In diesem sind neben Klassenräumen, jeweils einem Mehrzweckraum und einem Lehrerarbeitszimmer auch Differenzierungsräume und Lerninseln vorhanden. Alles wird dank Glas offen und transparent gehalten. Um dies zu erreichen, wurden Wanddurchbrüche zum Flur geschaffen. Draußen soll es kleine Sitzecken geben, wo Schüler arbeiten können. „Das haben wir in Schulen in Wolfsburg und Herford gesehen. Man kann in die Zimmer rein- oder aus ihnen  herausschauen, draußen können Schüler sitzen und arbeiten.“

Das Haus wird modern. Lichtschalter, so erzählt Helbing, gibt es nicht mehr. Präsenzmelder sorgen dafür, dass es hell wird, wenn jemand im Raum ist oder, sobald es draußen duster wird. Innovativ geht es  in den Klassenzimmern zu, wo interaktive Displays mit Whiteboards zum Einsatz kommen.

55 Anmeldungen schon jetzt für neue 5. Klasse

Für die neuen 5. Klassen liegen bereits 55 Anmeldungen vor. Das Ziel Dreizügigkeit ist klar vorgegeben. Maximal 24 Schüler soll es in einer Klasse geben. Es sind also noch einige Plätze vorhanden. Mit Blick auf diese Zahlen strebt der Trägerverein in der Grundschule eine Kapazitätserweiterung an, die Grenze liegt derzeit bei 130 Schülern. Das Interesse sei ungebrochen groß, schon jetzt liegen 44 Anmeldungen für die Einschulung im August vor. Details zum Wie gibt es noch nicht, aber klare Eckpunkte: kleine Klassen mit maximal 22 Schülern, jahrgangsübergreifender Unterricht nach der Reformpädagogik von Maria Montessori und Inklusion „Das ist bisher der Erfolgsgarant für die Schule und bleibt es auch“, so Helbing

Tag der offenen Tür am Samstag von 9-12 Uhr, am Kirchplatz. Einblicke in den Alltag von Grund-, Oberschule und Gymnasium. Interessierte können auf Erkundungstour durch die Lehrräume gehen, Experimente durchführen und kreativ werden. Infos zum Leitbild der Schule und zur Anmeldung. 11-13 Uhr findet der Tag der offenen Baustelle im Schulgebäude Durchwehnaer Straße statt.

Von Kathrin Kabelitz

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