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Bad Düben In Laußig wachsen die ersten Vitamine heran
Region Bad Düben In Laußig wachsen die ersten Vitamine heran
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09:33 25.04.2019
Steffi Anschütz und Sandra Lange beim Umgraben des früheren Kräuterbeetes. Der Schnittlauch aus dem Vorjahr bleibt stehen. Quelle: Ilka Fischer
Laußig

Die Sonne lacht an diesem Aprilmorgen über den Laußiger Tafelgärten in Pristäblich. Seit 1. April beackern hier 19 Tafelgärtner knapp 4000 Quadratmeter Pristäblicher Gartenland. Seit 2012 gibt es in Laußig die Tafelgärtnerei. Susanne Schönichen, die vom Heide Service im Auftrag der Gemeinde Laußig das Projekt im Auftrag des Jobcenters betreut: „Wir sind froh, dass wir in diesem Jahr wieder im April anfangen konnten.“ Anders als im Vorjahr, als erst der späte Start im Mai und dann der heiße Sommer eine besondere Herausforderung darstellten, liegt der Großteil der Fläche jetzt bereits umgegraben da.

Wallgraben bleibt unbeackert

Allerdings gilt das zumindest vorerst nicht für die in den Vorjahren mit bewirtschafteten Gärten am Laußiger Wallgraben. Denn die Tafelgärtnerei an zwei Standorten bringt organisatorische, aber auch finanzielle Probleme mit sich.

Erste Samen kommen in den Boden

Pristäblich aber blüht nun auf. „In dieser Woche können wir Radieschen, Möhren, Zucchini und Erbsen in den vorbereiteten Boden aussäen“, erzählt Sandra Lange. Die 40-Jährige erklärt, dass sie es genauso auch in ihrem gleich nebenan liegenden Garten mache. Die Bad Dübenerin freut sich, zum zweiten Mal dabei zu sein. „Es ist einfach schön, eine Aufgabe zu haben.“ Sie gehört zu dem tollen Neun-Leute-Team des Vorjahres, von dem in diesem Jahr wieder sechs dabei sind. Trotz der widrigen Bedingungen hatten die Tafelgärtner 2018 immerhin über 100 Kisten Gemüse und Obst an die Tafel in Laußig liefern können.

In diesem Jahr, so schätzt Susanne Schönichen ein, soll es noch etwas mehr werden. So kann die erste Ernte von Radieschen und Co. bereits Ende Mai erfolgen. Die Tafelgärtner arbeiten dafür an fünf Tagen der Woche fünf Stunden und bekommen dafür zusätzlich zu ihren Bezügen 1,50 Euro Aufwandsentschädigung pro Stunde. Neu hinzugekommen ist ein begleitendes Coaching des Jobcenters, welches zusätzlich zu den zu leistenden Arbeitsstunden absolviert werden muss.

Inwieweit das Früchte trägt, bleibt abzuwarten Von den 2018er-Tafelgärtnern hat aber immerhin eine Frau den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt geschafft.

Neue Sorten, neues Vorziehen

In diesem Jahr möchten die Tafelgärtner in Pristäblich einiges probieren. So kommen erstmals auch Lauchzwiebeln und Mais in den Boden. Zudem ziehen die Tafelgärtner bereits jetzt in einigen Kästen Basilikum, Bohnenkraut, Auberginen und Brokkoli vor, was ebenfalls Neuland für die Teilnehmer ist.

Hoffen auf Verlängerung

In den Gärten, die von den Tafelgärtnern in den vergangenen Jahren aus dem Dornröschenschlaf geweckt wurden, wachsen auch Äpfel, Pflaumen, Quitten, Birnen, Kirschen und an gesponserten kleinen Sträuchern Johannisbeeren. Nach sechs Monaten und damit im September laufen die sogenannten Arbeitsgelegenheiten aus. „Wir hoffen natürlich auf eine Verlängerung“, so Susanne Schönichen. Denn auch im Herbst gibt es noch einiges zu ernten. Wie im Vorjahr würden die Tafelgärtner zudem gern wieder Stalldung in den Boden einarbeiten. Damit auch 2020 reichlich geerntet werden kann.

Von Ilka Fischer

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