Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Kräutermarkt: Händler bieten Bestes aus der Dübener Heide an
Region Bad Düben Kräutermarkt: Händler bieten Bestes aus der Dübener Heide an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:11 22.04.2019
Ganz in Familie: Ines, Ingo und Sabine Kapke (von links) aus Brösa bieten selbstgemachten Honig aus der Dübener Heide an. Quelle: Steffen Brost
Anzeige
Bad Düben

Der traditionelle Kräuter- und Pflanzenmarkt am Naturparkhaus der Dübener Heide fand am Ostersonnabend statt. Es war der offizielle Startschuss für die neue Heidesaison. Den ganzen Tag wurden im Innenhof frische Kräuter aus der Heide, Pflanzen und vieles mehr geboten.

Der Kräutermarkt hat zu Ostern die Heidesaison eingeläutet. Händler haben Bestes aus der Dübener Heide angeboten.

„Nachdem dieser kleine schöne Markt im vergangenen Jahr dem Wetter zum Opfer gefallen ist, bin ich um so mehr froh, dass es diesmal richtiges Bilderbuchwetter gibt“, freute sich Organisatorin Ellen Männel vom Verein Dübener Heide. Der österliche Markt zog unter anderem auch wieder die Stammhändler Korbmacher Erich Heßler aus Bad Düben, Imker Heiko Kapke aus Brösa, Kräuterfee Gabi Schumann aus Schlaitz und Klaus Wirtz vom gleichnamigen Teehaus aus Prettin in die Kurstadt.

Anzeige

Gesundheit stand im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt stand das Thema Gesundheit. Bei Kräuterexpertin Gabi Schumann spielt die eine wichtige Rolle. Auf ihrem Erlebnis-Raritäten-Kräuterhof „Sommerwiese“ in Schlaitz bietet sie über 3500 verschiedene Pflanzen an. „Heute habe ich nur eine kleine Auswahl wie die Schokoladenminze mitgebracht. Diese kann man in den Tee, in den Kuchen oder ins Eis mischen. Dann habe ich Liebstöckel mit, der schmeckt hervorragend in Suppen. Und die Heil-Pelargonie ist ein Mittel gegen Husten“, erzählte die Kräuterfee. Für die jüngsten Besucher lag die Kräuterfiebel für Kinder bereit.

1500 verschiedene Sorten Tee zur Auswahl

Auch Tees gelten als gesund. Klaus Wirtz aus Prettin hatte rund 1500 verschiedene Sorten im Gepäck. Extra zu Ostern hatte der Heidefreund den Naunhofer Früchtetee kreiert. „Tee trinkt man immer ohne die Zugabe von Zucker. Erst dann kommen die einzelnen Wirkstoffe richtig zur Geltung“, erklärte Wirtz. Am Stand von Imker Heiko Kapke konnten die Besucher zehn verschiedene Sorten Honig ausprobieren. Der Hobbyimker hat in Brösa 20 Völker mit insgesamt 60 000 Bienen. Obwohl das vergangene Jahr recht heiß war, gab es eine gute Honigernte. „Die Hitze hat sich positiv ausgewirkt. So war der Honig recht trocken. Negativ waren die kurzen Blühphasen der Pflanzen, weil es recht wenig Regen gab. Aber alles in allem schmeckt der 2018er Honig wieder sehr lecker“, ist Kapke zufrieden.

Manches wird noch in Handarbeit geflochten

Korbmacher Erich Heßler ist 83 Jahre, das Geschäft betreibt unterdessen schon die dritte Generation. Sein Vater fing mit dem Handwerk einst an, heute betreibt es Sohn Mike noch. „Danach sieht es schlecht mit der Nachfolge aus. Aber die Körbe in verschiedensten Ausführungen sind nach wie vor beliebt. Vieles kaufen wir zu, aber manches flechten wir auch noch zu Hause in Handarbeit selbst“, erzählte Heßler.

Und wer nach dem Stöbern Hunger bekam, konnte sich im Bock(x)enstopp am Naturparkhaus mit Unkraut-Limonade und der Kräutersuppe Schmatzefein verpflegen. Allesamt Leckereien aus der Kräuterküche von Gabi Schumann.

Von Steffen Brost