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Bad Düben LVZ-Aktion: Ein neues Bad für acht Kinder in Tiefensee
Region Bad Düben LVZ-Aktion: Ein neues Bad für acht Kinder in Tiefensee
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07:04 23.11.2019
Emilia, Tim, John, Fabrice, Fabienne, Marc, Paula und Florentine (von links) wünschen sich für die Familie ein Bad. Quelle: Wolfgang Sens
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Tiefensee

Großfamilie Zaremba hat sich im Wohnzimmer ihres Hauses im Bad Dübener Ortsteil Tiefensee versammelt. Es gibt überbackene Schnitten zum Abendbrot. Auf den beiden Sofas ist kein Eckchen mehr frei, bei acht Kindern und zwei Erwachsenen heißt es zusammenzurücken. Für die Kleinsten geht es gleich ins Bett. Anderswo hieße das: Ab ins Bad, waschen, Zähne putzen. Für Paula (2), Fabrice (5), Fabienne (7), John (8), Marc (10), Emilia (12), Florentine (14), Tim (16) und ihre Eltern Doreen und Daniel Zaremba (36) aber bedeutet das den Gang in einen unverputzten Raum mit provisorisch installierter Badewanne, einer Toilette in der Ecke. Nach einem Magendurchbruch kann der Familienvater nicht weiter bauen – die begonnene Baustelle ruht, gesucht werden dringend Handwerker.

Endlich ein neues Bad

Natürlich hat der Zarembasche Nachwuchs Vorstellungen, wie das neue Bad aussehen könnte. Spiegel über Spiegel wünschen sich die Mädels. Die Jungs denken praktisch, „eine neue Lampe“, sagt John, eine „Dusche, die man zumachen kann“, so Marc. Auch ein Waschbecken fehlt bisher. Genutzt werden kann zum Waschen, Zähneputzen und Baden nur die Wanne. Weil der Boiler kaputt ist, macht Doreen Zaremba das Wasser auf dem Herd warm und füllt damit eimerweise die Wanne. Selbst eine zweite Toilette wäre bei so vielen Menschen im Haus sinnvoll. Um Luxus jedweder Art geht es der Familie dabei nicht, sondern nur um eins: „Endlich ein neues Bad.“

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Arbeiten im Haus ruhen

Doch davon sind die Zarembas weit entfernt. Im Haus lagert bereits das gesamte Material. Dusche, Toilette, Fliesen, Waschbecken, alles steht bereit. Handwerker, so der Familienvater, könnten sofort anfangen. „Ich würde es gern selbst machen, kann aber nicht“, sagt der 36-Jährige. Vor einigen Wochen erlitt er einen Magendurchbruch, laboriert noch immer an den Folgen. Schwer heben oder anstrengende Tätigkeiten verrichten – geht nicht. Die Arbeit am Bad ruht, wie im gesamten, sanierungsbedürftigen Haus.

Kinder sollen ein schönes Fest erleben

Acht Kinder, das muss Mann und Frau sich erstmal vorstellen. Zweifellos sind das gleich mehrere große Herausforderungen. Aber die LVZ möchte mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, helfen. Helfen, damit auch diese acht Kinder ein schönes Weihnachtsfest erleben können und auch bald ein Bad nutzen können, das diese Bezeichnung verdient. Denn die jetzigen sanitären Gegebenheiten sind wie beschrieben katastrophal.

So können Sie spenden: Hier wird’s erklärt.

Sanitärfima ist mit im Boot

Die LVZ hat inzwischen eine Sanitärfirma als Partner im Boot. Der Chef wird vor Ort das alte Angebot (2500 Euro) aktualisieren: „Das Material ist weitgehend vorhanden, es geht vor allem um Fliesenlegerarbeiten und den Einbau von Sanitärkeramik.“ Und eine weitere Firma hat sich an uns gewandt und Hilfe angeboten.

Diakonie hat finanzielle Aufsicht

Das Hauptaugenmerk unserer Licht-im-Advent-Aktion soll jedoch auf den acht Kindern liegen. In Absprache mit dem Partner Diakonie Delitzsch/Eilenburg hat die LVZ vereinbart, dass je nachdem, wie viel Geld gespendet wird, auch für alle acht Kinder etwas herausspringen muss. „Wir können die Kinder einkleiden, ihnen einen Ausflug oder sogar Ferienaufenthalte in Ferienlagern ermöglichen und das organisieren. Es gibt viele Möglichkeiten, diesen acht Kindern eine Freude zu bereiten“, sagt Diakonie-Geschäftsführer Tobias Münscher-Paulig. Die Diakonie hat die finanzielle Aufsicht über das Projekt übernommen und stellt bei Bedarf auch Spendenquittungen aus.

Hier finden Sie alles zur Aktion – so können Sie spenden.

Von Kathrin Kabelitz und Frank Pfütze