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Bad Düben Landschaft künstlerisch entdecken – Dübener Schüler zeigen, wie es geht
Region Bad Düben Landschaft künstlerisch entdecken – Dübener Schüler zeigen, wie es geht
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05:00 13.06.2019
Max von Gagern mit Mädels und Jungs der Erbauer-Gruppe, die unter anderem ein Tor zur Dübener Heide und den Bitterfelder Bogen als Modell erschufen. Weitere Fotos und ein Video unter www.lvz.de/region/baddueben. Quelle: Fotos: Wolfgang Sens
Bad Düben

Die Dübener Heide als Landschaft statt Mathe und Deutsch. Hinter den Fünft- bis Siebt-Klässlern und Lehrern des Evangelischen Schulzentrums Bad Dübens liegt eine erlebnisreiche Projekt-Woche, die sie mit einer Präsentation in der Mehrzweckhalle beendet haben. Das Ende ist gleichermaßen Startsignal, das Projekt weiterzuführen, um Schüler für die Dübener Heide zu interessieren, das Heimatgefühl zu wecken und Kompetenzen im Hinblick auf Umweltwissen zu fördern. Und das ganz praktisch. Bereits ab dem nächsten Schuljahr soll das Profilfach „Landschaftliche Bildung“ entwickelt und im Unterricht ab der 8. Klasse integriert werden, wie Viktoria Frischmann von der Schulleitung sagte. Im Fokus steht hierbei die eigene Gestaltung des Außenbereiches der neuen Schule, die die beobachtete Landschaft der Dübener Heide abbilden soll.

Gemeinschaftsprojekt mit TU Dresden und Naturparkverein

Mit Studenten und Lehrenden der TU Dresden und dem Naturparkverein Dübener Heide hatten und haben die Schüler Experten an ihrer Seite. Maxim von Gagern, wissenschaftlicher Mitarbeiter in Lehre und im Forschungsprojekt „Innovative Beteiligungsformen“ an der TU, ist einer von ihnen. Eigentlich seien er und seine Kollegen in Sachen Forschung und Lehre unterwegs. „Dabei sind wir jetzt aber auf den Trichter gekommen, dass Landschaft eigentlich ein sehr schönes Medium ist, das auch immer Geschichte enthält, Dinge, die passiert sind. Zudem hat das Medium Landschaft eine schöne ästhetische Komponente.“ Man könne, so von Gagern, lernen, etwas wertzuschätzen, was einem bisher selbstverständlich vorgekommen ist. Diese Wertschätzung lasse sich gut ausdrücken, in dem man sich künstlerisch mit der Landschaft beschäftige.

Eine Woche lang stand Landschaftliche Bildung im Fokus einer Projektwoche am Evangelischen Schulzentrum in Bad Düben.

Exkursionen zu vielen Orten der Dübener Heide

Dies kann sehr vielfältig sein, erfuhren die Schüler in den Gruppen der Erbauer, Techniker und Spieler auf ihren Reisen zu Köhlerei, Rotem Ufer, Baumtheater, Schloss Pretzsch, Friedrichsee und weiteren Orten der Dübener Heide. Mit Hilfe von Logbüchern machten sich die Schüler Notizen und erhielten unterschiedliche Arbeitsaufträge. So entstand das Tor zur Dübener Heide in Groß oder der Bitterfelder Bogen als Modell in kleinerer Form, hielten Fleur, Marie, Thore, Sophie und Nina und weitere Schüler Landschaften auf Fotos fest, experimentierten mit Filtern, Licht und Spiegelungen. Die Vlogger drehten kleine Videoclips, wandernde Kinder mit Musik und Vogelstimmen vereinte ein Hörspiel, die Theatergruppe reiste mimisch und tänzerisch von Ort zu Ort.

Ziel des Projektes ist es, Wissen über die Schönheit, Eigenart und Vielfalt der heimischen Landschaft zu vermitteln sowie das Bewusstsein für das eigene Handeln und dessen Konsequenzen für Natur, Umwelt und Landschaft näher zu bringen. Der Spaß bei den Akteuren aber auch den Gästen kam bei alldem nicht zu kurz, wie der Beifall am Ende der rund 90-minütigen Präsentation zeigte.

Von Kathrin Kabelitz

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