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Bad Düben Mordkommandos in Düben: Viele Fragen weiter offen
Region Bad Düben Mordkommandos in Düben: Viele Fragen weiter offen
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15:18 28.05.2019
Lesesaal der Anne-Frank-Shoah-Bibliothek in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig, von links: Johannes Schippel, Peggy Werner, Tom Diener, im Hintergrund Petra Morgenstern und Barbara Trettner. Quelle: Deutsche Nationalbibliothek / Tom Diener
Bad Düben

Vier Einsatzgruppen sind 1941 in der Dübener Heide aufgestellt worden. Mitglieder dieser Einsatzgruppe D haben bis Ende 1942 rund 91 000 Menschen getötet – durch Erschießen, Erhängen und schließlich mit Gaswagen. Eberhard Ulm, promovierter Pädagoge, hat zu diesem Thema den Aufsatz „Mordkommandos in Düben“ verfasst, den wir in Fortsetzungen veröffentlicht haben. Das löste Reaktionen aus, hier ein Fazit als Teil 8.

Postkarte vom Landjugendheim „Dübener Heide“, später Hitlerjugend-Heim und Kreisjugendherberge Düben/Mulde. Quelle: Sammlung Eberhard Ulm

Unmittelbar nach Erscheinen des ersten Teils der Serie zur Aufstellung der Einsatzgruppe D in Düben meldete sich der LVZ-Leser Jens Haubner aus Nitzschka bei Trebsen. Die Geschichte, die er zu erzählen hatte, ist lesenswert. Seine Großmutter, Margarete „Gretchen“ Preil aus Tiefensee bei Bad Düben, befand in den 1940er-Jahren zur Ausbildung auf Schloss Schnaditz bei Marie Martini, der Frau des Schlossherrn. Sie hat Gretchen erzählt, dass die vier SS-Einsatzgruppen auf den Muldewiesen bei Düben vom Chef des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) Reinhard Heidrich verabschiedet worden sind.

Der heutige Paradeplatz in Düben auf einer Postkarte, von 1933 bis 1945 hieß er „Adolf-Hitler-Platz“. Quelle: Sammlung Eberhard Ulm

Für die Annahme, dass mehr als 3000 SS-Männer auf den Muldewiesen bei Düben angetreten waren, spricht, dass die „Dübener Nachrichten“ diese Verabschiedung im Juni 1941 als besonderes Ereignis hervorhoben, war man in Düben doch seit November 1940 an die Anwesenheit von 600 SS-Männern in der kleinen Stadt „gewöhnt“. Gegen diese Version muss man ins Feld führen, dass verschiedene Zeugen in Nachkriegsprozessen diese Verabschiedung eindeutig in Pretzsch lokalisieren, und dass in der besagten Ausgabe der „Dübener Nachrichten“ ganz konkret der „Adolf-Hitler-Platz“ für die Abschlussparade genannt wurde. Übrigens sind logistisch beide Varianten möglich: Heydrich musste wegen eines aufziehenden Unwetters die Zeremonie rasch verlassen, um mit dem Flugzeug nach Berlin zurückzufliegen. Bei Düben bot der Flugplatz in Roitzschjora dafür Gelegenheit, aber auch Pretzsch hatte einen Flugplatz.

Gretchen Preils Sohn ist 1940 ermordet worden

Die Zeitzeugin Gretchen Preil war übrigens ursprünglich glühende Hitler-Verehrerin, bis ihr am 1. August 1936 geborener Sohn wegen epileptischer Anfälle in Leipzig-Dösen, einer Außenstelle der Universitätskinderklinik Leipzig, vermutlich vom Kinderarzt Dr. Mittag im Rahmen der Kinder-„Euthanasie“ 1940 ermordet wurde. Die Todesursache „Lungenentzündung“ wurde dort mit Hilfe des Barbiturates Luminal künstlich verursacht. Gretchen Preil hat dann sogar den Widerstandskreis von Hans Oster unterstützt, dessen Schwester mit dem Schlossherrn von Schnaditz verheiratet war, eben Marie Martini, geborene Oster. Hans Oster, ihr Bruder, wurde nach dem 20. Juli 1944 auf Schloss Schnaditz verhaftet und am 6. April 1945 im KZ Flossenbürg ermordet. Hans-Joachim Böttcher, ein gestandener Heimatforscher und Denkmalschützer, hat mit einem Beitrag in www.Sachsen-Lese.de an ihn erinnert.

Haben SS-Männer in der Baracke „An der Obermühle“ gelernt?

Ein Leser aus Bad Düben merkte hinsichtlich des Beschulungsortes der SS-Männer der Einsatzgruppe D an, dass dafür auch eine Baracke „An der Obermühle“, die noch bis in die 1960er-Jahre als Teil der Polytechnischen Oberschule Bad Düben für Unterrichtszwecke genutzt wurde, in Frage kommen könnte.

Tatsächlich wurde auch diese Möglichkeit erwogen und darüber hinaus in Betracht gezogen, ob das ehemalige Gästehaus des „Kaiser-Wilhelms-Bades“ auf dem Alaunwerk möglicherweise schon 1941 für Unterrichtszwecke für die SS-Leute genutzt worden sein könnte. Immerhin eröffnete dort 1942 die „Bezirksberufsschule für den Eisenwaren- und Hausrat-Handel Düben/Mulde“ als Zweigstelle der Kreisberufsschule Bitterfeld. 1943 wurde wegen der Bombardierung des Ruhrgebietes die „Fachschule für Eisenwarenhändler aus Wuppertal“ nach Düben evakuiert, für die Unterbringung der Lehrlinge der Saal eines Gasthofes in Düben angemietet. Das Gebäude des „Eisenhofes“ im Alaunwerk wurde 1945 Behelfskrankenhaus, das bis 1946 auch einen eigenen Friedhof hatte. Nach Enteignung des Eigentümers, NSDAP-Mitglied und Bezirks-Fachwart Erich Brinkmann aus Leipzig, wurde das Gebäude 1946 als „Bezirksjugendschule Bad Düben/Mulde“ von der FDJ, später als Fahrlehrerschule durch die GST genutzt.

Postkarte mit einer Ansicht der Bezirksjugendschule Bad Düben/Mulde, Kreis Bitterfeld, um 1950. Quelle: Bestand Landschaftsmuseum der Dübener Heide, Burg Düben, Inv.-Nr. 7219

Gegen diese Annahmen spricht, dass die „Dübener Nachrichten“ vom 30. Oktober 1940 eindeutig mitteilten: „Der theoretische Unterricht wird in der Schule erteilt ...“ Ob die Baracke am heutigen Platz „An der Obermühle“ 1940 überhaupt schon errichtet war – und welchem Zweck sie diente, ist noch nicht zweifelsfrei geklärt. Fest steht, dass im März 1939 einerseits die Errichtung einer Schule, der „Blücherschule“, mit „zunächst drei Unterrichtsräumen“, in der Siedlung vorgesehen war: „ ... der südliche Zugangsweg zur Schule ist der Windmühlenweg“. Andererseits wurde festgestellt, „daß die Lage der Schule noch nicht einwandfrei feststeht mit Rücksicht auf die Verhandlungen wegen Erweiterung der Siedlung.“ Möglicherweise hat der Beginn des Krieges dazu geführt, dass für die Schule eine Behelfsvariante gewählt werden musste, das heißt sie wurde aus mindestens einer Baracke errichtet, am Standort existierten zwei Baracken. Einmal mehr zeigt auch dieser Sachverhalt, dass es höchst bedauerlich ist, dass Zeitzeugen heute kaum mehr Auskunft geben können. Hilfreich wäre, wenn Leser Fotos dieser Baracken besitzen und dem Museum Burg Düben zur Verfügung stellen könnten.

Könnte Düben bei Wittenberg gemeint sein?

Bernd Skudelny, ebenfalls aus Bad Düben, bekundete ungeteiltes Interesse für die Thematik, da er von der Aufstellung der Einsatzgruppe D in Düben bisher – als „alter Dübener“ – nichts gehört hat und ob den nicht ein anderes Düben, zum Beispiel bei Wittenberg, der Ort gewesen sein könnte.

Er stellte die Frage, ob diese SS-Männer denn jemals für die begangenen Verbrechen bestraft worden sind. Auch hat er schon als Schüler – in den 1960er-Jahren – davon gehört, dass ein französischer Fremdarbeiter, der schlecht behandelt worden und deshalb geflüchtet war, in einer Sandgrube erschossen worden ist. Nie sei darüber berichtet worden, ob die dafür Schuldigen jemals zur Verantwortung gezogen worden sind. Vielleicht können auch zu dieser Frage Leser Auskunft geben.

Ihn bewegt weiterhin die Frage, wie die Beschäftigung mit der Vergangenheit zur Versöhnung der damals beteiligten Völker beitragen kann. Für ihn sind das Erlernen von Sprachen, das Kennenlernen anderer Länder und Kulturen, auch der Schüleraustausch dafür ein Schlüssel. Dabei sprach er eine bis heute immer wieder in den Raum gestellte Frage an, inwiefern man heute immer noch von „deutscher Schuld“ sprechen kann.

Warum wurde Thema in der Dübener Heimatforschung ausgespart?

Auch Rolf Lumack aus Bad Düben würdigte die Beschäftigung mit dem Thema und stellte in den Raum, dass dieses Geschehen bewusst verschwiegen worden ist. Natürlich muss man sich fragen, warum dieses Thema von der Dübener Heimatforschung ausgespart worden ist. Auch kann man heute darüber spekulieren, wer daran ein Interesse hat(te), diese Geschehnisse in (Bad) Düben vergessen zu machen. Aber: Die meisten Menschen schämen sich für Fehler und Irrtümer. Wenn man selbst Mitglied der NSDAP war, wird man dann über dieses Thema reden, gar schreiben wollen?

Enkel wusste nichts von SS-Vergangenheit des Großvaters

Der Enkel eines SS-Mannes, der im Aufsatz genannt wurde, wusste nichts von der SS-Vergangenheit seines Großvaters, eines Lehrers, der schon vor dem 30. Januar 1933 der SS angehörte. Im sonst gut bebilderten Familienalbum gibt es nicht ein Foto, das den Großvater in Uniform, gar in Düben zeigt. Schriftlich und auch telefonisch gab er bereitwillig Auskunft, weil es nach seiner Auffassung der Erhellung der historischen Wahrheit dient.

Ein nach dem Krieg verurteilter Angehöriger der SS-Wachmannschaften, der von 1940 bis 1945 in Auschwitz eingesetzt war, hat in unserer Gegend gelebt und ist hier gestorben. Möglicherweise hat er seinen Angehörigen von seiner Tätigkeit, seinen „Erfahrungen“, von seiner Verurteilung berichtet?

Einzelne Täter wurden zum Tode verurteilt

Die Frage der Strafverfolgung von Tätern der Einsatzgruppen konnte im Beitrag nicht verfolgt werden. Fest steht, dass einzelne Täter von den Alliierten zum Tode verurteilt worden sind, einige nahmen sich bei Entdeckung, teilweise auch schon inhaftiert, das Leben. In der DDR waren dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) durchaus Täter bekannt, ohne dass eine Strafverfolgung einsetzte. Akten aus der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) in Leipzig zeigen, dass Täter dann verhaftet wurden, wenn es Rechtshilfeersuchen aus der BRD gab, zum Beispiel aus Hamburg. Daraufhin wurde beispielsweise ein Mann in Erfurt verhaftet, ein öffentlichkeitswirksamer Prozess geführt, der mit der Todesstrafe endete. Gnadengesuche wurden abgewiesen. Andere Täter wurden vom MfS mit dem Wissen um die Verbrechen unter Druck gesetzt und als inoffizielle Mitarbeiter angeworben. So muss man leider feststellen, dass in Ost und West zahlreiche Mörder der Einsatzgruppen nie zur Verantwortung gezogen worden sind.

Aufstellungsort eindeutig Düben an der Mulde

Die Vermutung, dass Düben bei Coswig der Ort der Aufstellung der Einsatzgruppe D gewesen sein könnte, gab es bei der Erarbeitung des Aufsatzes durchaus. Inzwischen liegen jedoch so viele Belege vor, dass eindeutig Düben an der Mulde der Aufstellungsort war. Die Stadt war darüber hinaus direkt in kriegsvorbereitende und -unterstützende Maßnahmen einbezogen: Eine Artillerieeinheit wurde für den Krieg gegen die Sowjetunion in Düben aufgestellt, es befanden sich Einheiten der Luftwaffe in Düben, in der Kreisjugendherberge Hammermühle, früher Landjugendheim, wurden Reserve-Polizisten ausgebildet, es gab eine Garnison von Landesschützen, ortsansässige Firmen wie die Möbelfabrik von NSDAP-Mitglied Felix Fritzsche waren mit beträchtlichem wirtschaftlichen Erfolg in die Rüstungsproduktion involviert. Welche Verantwortung die zwei Dübener NSDAP-Bürgermeister Gropengießer und Kießling, die Mitglieder der Ortsgruppe der NSDAP überhaupt damals und damit trugen, das hat bisher niemand hinterfragt.

Ganz normale Menschen haben die Verbrechen begangen

Heute von „deutscher Schuld“ zu sprechen, ist jedoch eine zweischneidige Angelegenheit. Die übergroße Zahl der heute lebenden Deutschen hat keine Schuld an den Verbrechen der Generation, der ihre Väter und Mütter beziehungsweise Großväter und Großmütter angehörten. Spätestens mit der Rede von Richard von Weizsäcker 1985 zum Tag der Befreiung ist diese Frage beantwortet. Deshalb ist es auch falsch, von einem „Schuldkult“ zu sprechen. Es ist kein Kult, sich der Verbrechen zu erinnern, ganz einfach, weil sie von ganz normalen Menschen begangen worden sind, wie das Buch von Browning „Ganz normale Männer“ belegt, und weil sie deshalb wieder begangen werden können.

Weizsäcker sagte 1985: „Die Bitte an die jungen Menschen lautet: Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen, gegen Russen oder Amerikaner, gegen Juden oder Türken, gegen Alternative oder Konservative,  gegen Schwarz oder Weiß. Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander.“

Bis 1945 haben Nazis Menschen unter anderem deshalb ermordet, weil sie angeblich einer „anderen Rasse“ angehören oder aus „rassehygienischen Gründen“.

Ermordet worden sich auch Dübener Bürger

Auch Dübener Bürger wurden ermordet – darunter ein gerade 15-jähriger Junge – und zwangssterilisiert, weil sie behindert, angeblich „erbkrank“ waren. Eine Bad Dübenerin, Henriette Lippold, hat in der zweiten Staffel von „Charité“ dramatisch vor Augen geführt, wie mit Menschen, mit Kindern damals umgegangen worden ist.

Ab 1945 wurden die Flüchtlinge „aus dem Osten“ in Düben nicht freundlich aufgenommen – von der Dübener „Kernbürgerschaft“, die allen Ernstes meinte, der 2. Weltkrieg sei nur wegen „der Leute aus dem Osten“ ausgebrochen. Der in Bad Düben aufgewachsene Christoph Hein hat darüber geschrieben, Ausgrenzung ist bis heute eines seiner Themen. Man muss nicht einer anderen „Rasse“ oder Kultur angehören, um Ausgrenzung zu erfahren. Menschen sind offenbar so – und das oft ohne Not. Es ist noch nicht so lange her, dass Männer mit nur einem Bein, das leere Hosenbein mit einer Sicherheitsnadel hochgesteckt, durch Bad Düben gingen, dass ein Maurer, der eine Hand in der Schlacht um Stalingrad verloren hatte, seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben konnte, dass Lehrer mit nur einem Arm vor ihren Schülerinnen und Schülern standen, den leeren Ärmel in die Jackettasche gesteckt. Daher ist Vorsicht geboten, wofür man sich einsetzt, welcher „Bewegung“ man sich anschließt, welcher Partei man seine Stimme gibt.

In Pretzsch keinerlei Gedenkort für Verbrechen der Einsatzgruppen

Reinhard Steffler aus Markkleeberg hatte von einem Arbeitskollegen gehört, dass über die Aufstellung der Einsatzgruppe D in Düben in der LVZ berichtet wird. Er beschäftigt sich seit Jahren damit, was eine Feuerschutzpolizei (FSchP)-Einheit in Pulin 1941 (Ukraine) zu verantworten hatte. Die Gründung der FSchP-Regimenter erfolgte mit der Aufstellung des FSchP-Regimentes 1 „Sachsen“ in Leipzig (Hauptfeuerwache) durch den damaligen Chef der FSchP-Leipzig, Hans Rumpf. Im Zusammenhang mit diesen Recherchen war er auf Pretzsch, Bad Düben und Bad Schmiedeberg gekommen, musste aber feststellen, dass weder ostdeutsche Historiker noch Lokalhistoriker sich dieses Themas angenommen hatten Möglicherweise habe die weitere militärische Nutzung der Dübener Heide dazu beigetragen, dass nicht geforscht wurde oder werden konnte. Bei einem Besuch in Pretzsch hatte er zumindest eine Ausstellung erwartet. Seine Enttäuschung war groß, dass es dort keinen Gedenkort für die gewaltigen Verbrechen der Einsatzgruppen gibt.

Ergebnisse sollen in Ausstellung des Museums Bad Düben einfließen

Genau dieses Gefühl hat zur Bearbeitung des Themas, aber eben nur für Bad Düben geführt. Ohne Zweifel muss dies auch für Pretzsch und Bad Schmiedeberg noch vertiefend erfolgen. Die vorliegenden Ergebnisse sollen in die Dauerausstellung des Museums der Stadt Bad Düben einfließen, um gerade dieses Gedenken, die Erinnerung möglich zu machen.

Überraschend am Forschungsthema von Reinhard Steffler ist zum einen, dass sogar die Feuerschutzpolizei, die die Aufgabe hat und hatte, Menschenleben zu retten, im 2. Weltkrieg Erschießungen durchgeführt hat. Zum anderen erklärt es sich damit, dass die Freiwillige Feuerwehr Düben am 24. Oktober 1939, also nach Beginn des 2. Weltkrieges, im Vereinsregister der Stadt Düben gelöscht worden ist, da sie der Polizei zugeordnet wurde und damit Polizeiaufgaben zu erfüllen hatte.

Dank an Barbara Trettner von der Anne-Frank-Shoah-Bibliothek in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig für die erhaltenen Unterstützung. Sie hat bei der Literaturrecherche unverzichtbare Hilfestellung gegeben. Noch immer gibt es Anstrengungen, die Jahrgänge 1933-1943 der „Dübener Nachrichten“ ausfindig zu machen, die beim Luftangriff vom 4. Dezember 1943 auf Leipzig in der Deutschen Bücherei verbrannt sind. Jeder Hinweis auf sie ist für die weitere Forschung von größter Wichtigkeit

Bisher erschienen:

Mordkommandos in Düben – die Vorbereitung (Teil 1)

Mordkommandos in Düben: SS-Männer beziehen 1940 Quartier (Teil 2)

Mordkommandos in Düben: Eine Postkarte und ein Gedicht (Teil 3)

Mordkommandos in Düben: Konkreter Auftrag blieb lange unklar (Teil 4)

Mordkommandos in Düben: Besuch im Moorbad gehörte dazu (Teil 5)

Mordkommandos in Düben: Appell 1941 auf dem Hitler-Platz (Teil 6)

Mordkommandos in Düben: Rund 91.000 Menschen getötet (Teil 7)

Von Eberhard Ulm

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