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Bad Düben Nach Tod einer 16-Jährigen: Behörden prüfen Unfallkreuzung bei Görschlitz
Region Bad Düben Nach Tod einer 16-Jährigen: Behörden prüfen Unfallkreuzung bei Görschlitz
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14:02 15.07.2019
Der Knoten Bundes-/Kreisstraße nahe Görschlitz ist kein Unfallschwerpunkt, dennoch soll die bauliche Situation dort geprüft werden. Quelle: Wolfgang Sens
Görschlitz

Blumen erinnern unweit der Stelle an der Bundesstraße 183 nahe Görschlitz an den schweren Unfall, bei dem vor knapp zwei Wochen ein 16-jähriges Mädchen auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Eine Smart-Fahrerin wollte hinter einem im Gegenverkehr herannahenden Sattelzug Richtung Authausen abbiegen und übersah die hinter dem Laster kommende Moped-Fahrerin. Das Mädchen konnte den frontalen Zusammenstoß nicht mehr verhindern und wurde so schwer verletzt, dass es trotz intensiver Rettungsmaßnahmen noch am Unfallort starb.

Stellt die Kreuzung eine Gefahrenstelle dar?

In die Trauer und Fassungslosigkeit mischen sich in diesen Tagen auch Fragen. Denn unweigerlich kommen Erinnerungen an einen schweren Unfall an dieser Kreuzung auf, bei dem vor 21 Jahren drei junge Menschen starben und zwei schwer verletzt wurden. Stellt dieser Bereich eine Gefahrenstelle dar, weil er aufgrund seiner Beschaffenheit durch ein leichtes Gefälle und die Kurvenlage nach Görschlitz unübersichtlich erscheint? Ist er ein Unfallschwerpunkt?

Kommission sagt: keine Unfallhäufungsstelle

Nein, heißt es in einer Mitteilung aus dem Landratsamt Nordsachsen: Der außerorts befindliche Knoten B 183/ K 7414 bei Görschlitz ist keine Unfallhäufungsstelle. Dennoch sieht die Behörde offenbar Handlungsbedarf, um die Abbiegung aus baulicher Sicht zumindest zu untersuchen. Mit allen zu beteiligenden Behörden sei ein Ortstermin vereinbart worden. „Ob, und wenn, dann welche konkreten Maßnahmen ergriffen werden sollten, das wird im Rahmen des Ortstermins eruiert“, heißt es weiter.

Ob es sich um einen Unfallschwerpunkt handelt und Maßnahmen angeordnet werden müssen – das stellt die örtliche Unfallkommission unter Federführung der Verkehrsbehörde des Landratsamtes fest. Weitere Mitglieder der Unfallkommission sind das Landesamt für Straßenbau- und Verkehr (Lasuv) als Baulastträger der Bundes- und Staats-Straßen, der Landkreis als Baulastträger der Kreisstraßen sowie die zuständige Polizeidirektion. „Sollte die Kommission eine bauliche Änderung anordnen oder als erforderlich feststellen, würde das Landesamt für Straßenbau und Verkehr als Baulastträger eine solche fachlich prüfen und gegebenenfalls die Planung vornehmen“, teilte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert auf Anfrage mit.

Bürgermeister begrüßt Vor-Ort-Termin

Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) geht davon aus, dass die beiden schweren Unfälle aus unterschiedlichen Ursachen passiert sind. Es seien tragische Geschehnisse gewesen, daraus zu schlussfolgern, dass die Kreuzung ein Schwerpunkt ist, sei sicher übertrieben. Dass jetzt offenbar dennoch vor Ort geschaut wird, inwieweit die bauliche Situation verändert werden muss, begrüßt Schneider aber. Laut Bauvorschriften müssten seiner Ansicht nach Kurven im 90-Grad-Winkel auf Bundesstraßen treffen. Hier aber liege eher eine Y-Form vor. Es sei also durchaus notwendig, zu hinterfragen, ob es baulich eine Veränderung geben müsste.

Von Kathrin Kabelitz

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