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Bad Düben Neuer Kurrende-Kantor Weige: „Ich möchte die Romantik nach Bad Düben bringen“
Region Bad Düben Neuer Kurrende-Kantor Weige: „Ich möchte die Romantik nach Bad Düben bringen“
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10:53 12.09.2019
Er wird für ein Jahr neuer Kurrende-Kantor in Bad Düben: Jan-Christoph Weige (22), hier an seinem neuen Arbeitsplatz im Proberaum in der Dübener Evangelischen Grundschule Quelle: privat
Bad Düben

Spiel, Satz und Sieg: Wie man konzentriert sein Ziel erreicht, hat Jan-Christoph Weige unter anderem im Tennis gelernt. Sein Hobby, für das in den nächsten Wochen wenig Zeit bleiben dürfte – auch wenn Bad Düben einen kleinen, aber feinen Tennisverein hat.

Für ein Jahr Elisabeth-Neumann-Vertretung

Weige ist der Neue am Dirigentenpult der Dübener Kurrende – seit dieser Septemberwoche leitet er die Proben, am Sonnabend gibt es für ihn im traditionellen Abendsingen des 70-Sänger-Chores (19 Uhr, Evangelische Stadtkirche) gleich die Feuertaufe. Der 22-Jährige, geboren in der nordhessischen Kleinstadt Volkmarsen (knapp 7000 Einwohner) wird für ein Jahr Kurrende-Kantorin Elisabeth Neumann vertreten. Neumann erwartet Nachwuchs und geht anschließend ins Babyjahr.

Angehender Kirchenmusiker macht 2020 Abschlussprüfungen

„Klar, das ist eine Herausforderung. Aber schlaflose Nächte habe ich deshalb nicht, nur etwas Restzweifel. Aber die werden hoffentlich am Sonnabend verfliegen“, sagt Weige. Am 21. Februar 1997 in Volkmarsen geboren, machte er in Nordrhein-Westfalen Abitur und ging 2016 an die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik. Inzwischen ist er im siebten Semester und sieht das Ende des Studiums im nächsten Jahr schon vor sich: „2020 folgen die Abschlussprüfungen und dann habe ich hoffentlich meinen Bachelor.“

Kleinere Projektstelle in seiner hessischen Heimat

Dazu kommt noch seine Verbindung in die alte Heimat: In Volkmarsen bekleidet Jan-Christoph Weige noch bis Jahresende eine kleinere Kirchenmusikstelle – leitet dort einen Chor und spielt an der Orgel. „Das ist aber mehr eine Projektarbeit und mit zwei Samstag-Proben im Monat zu schaffen“,sagt der Vielbeschäftigte.

Erster Eindruck: „Kurrende ist einzigartiger Chor“

Der angehende Kirchenmusiker leistet ein anspruchsvolles Pensum, gerade im nächsten Prüfungsjahr. „Dennoch ist mein Fokus natürlich jetzt auf Bad Düben ausgerichtet. Ich finde hier eine wirklich einzigartige Chorgemeinschaft vor. Sehr motiviert, sehr konzentriert und sehr jung geblieben“, schildert er seine ersten Kurrende-Eindrücke.

Den ersten Kontakt in die Kurstadt gab es über eine Stellenanzeige im Internet. Und obwohl die Bewerbungsfrist schon fast abgelaufen war, fanden Kurrende-Vorstand und Kandidat Weige sehr schnell zueinander. Es folgte eine erste Test-Probe vor den Sommerferien – in dem auch ein zweiter Bewerber seine Visitenkarte abgab. Doch die Wahl fiel auf Weige – der sich nun auf ein spannendes Jahr freut.

Wunderkind der Romantik bald im Dübener Programm

Seine Ziele? „Natürlich werde ich in erster Linie versuchen, Elisabeth Neumann in ihrem Sinne zu vertreten. Aber ich möchte auch gern meine Vorstellung von Kirchenmusik einbringen.“ Und so dürfen sich Dübener Kurrende-Freunde bald auf neue Stücke von Brahms, Mendelssohn-Bartholdy oder Max Bruch – dem Wunderkind der Romantik – freuen. „Das ist mein Wunsch, ich möchte verstärkt die Romantik in die Dübener Kurrende hineinbringen. Ich glaube, das kann gut funktionieren mit diesem erfahrenen Chor.“

Als Ausgleich zur Musik Tennisspielen und Radfahren

Und so wird es im Kurrende-Jahresprogramm dank Jan-Christoph Weige keinen Bruch geben – sondern im besten Fall einen Brückenschlag zu neuen musikalischen Ufern. Und wenn dann doch keine Zeit für lange Tennisspiele bleibt, hat der „Neue“ immerhin noch ein Hobby, was in der Dübener Heide problemlos geht: „Ich fahre gern Rad“. Das passt auch als Pendant zur Musik, wo es ebenfalls auf Balance, die richtige Beschleunigung und kluge Weitsicht ankommt. Und auf die Gabe, im richtigen Moment hochzuschalten oder auch mal die Bremse zu ziehen.

Von Olaf Majer

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