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Bad Düben Nordsächsisches Erntefest in Bad Düben ist bei Besuchern beliebt
Region Bad Düben Nordsächsisches Erntefest in Bad Düben ist bei Besuchern beliebt
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10:25 18.09.2017
Julia Pöschel (l.) und Veronika Leißner stellen leckere Apfeltüten für die Besucher zusammen. Quelle: Fotos: Steffen Brost
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Bad Düben

Traditionell drehte sich beim Nordsächsischen Erntefest am Heide Spa auch zum 19. Mal alles rund um den Apfel. Alle Jahre wieder steht das Lieblingsobst der Deutschen im Mittelpunkt des Festes. Organisator Olav Schaar vom Heide Spa zeigte sich zufrieden. „Wir haben 24 Stände. Viele davon sind Direktvermarkter. Uns war es immer wichtig, den regionalen Bezug der Stände zu haben“, sagte Schaar. Auch Geschäftsführer und Kurdirektor Ole Hartjen war begeistert. „Ist das nicht herrlich. Die Sonne scheint über dem Heide Spa und viele Menschen kommen hierher“, freute sich Hartjen. Die Stände boten allerlei regionale Vielfalt wie beispielsweise Bienenhonig aus dem Alaunwerk, Brot aus der Niedermühle, Wachteleier aus Pristäblich, Bratwürste und Mutzbraten aus Laußig, Äpfel aus Wöllmen oder Fisch aus Schnaditz an. Aber auch typische Marktware wie Pantoffel, Haushaltsgegenstände sowie Käse- und Molkereierzeugnisse wurden auf dem Parkplatz des Wellnesstempel angeboten.

Mittendrin stand auch die mobile Apfelquetsche. Andreas Richter und seine Mannschaft pressten den ganzen Tag Äpfel, Birnen und Quitten aus. Einen Service, den auch der Bad Dübener Torsten Voigt gern in Anspruch nahm. „Mein Bruder Holger hat eine Streuobstwiese. Dort haben wir in den vergangenen Tagen fleißig Äpfel gesammelt. Die 350 Kilo wurden jetzt zu 200 Liter leckersten Apfelsaft verarbeitet“, sagte Voigt. Seit 1998 wird das regionale Fest vom Heide Spa in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und Gewerbetreibenden ausgerichtet. Und wird Jahr für Jahr immer mehr von den Bad Dübenern und seinen Gäste angenommen. „Nächstes Jahr ist unser 20. Fest. Da gibt es schon ein paar kluge Gedanken, das Jubiläum ein bisschen zu feiern“, plant Scharr. Von Anfang an ist der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen dabei. „Wir stellen unsere Projekte wie Rotmilan und Naturschutz vor. Leider ist unsere Apfelschau in diesem Jahr etwas klein ausgefallen. Das Wetter hat uns keine gute Ernte beschert. Es war einfach zu kalt“, stellte Geschäftsführerin Veronika Leißner fest. Ähnlich wie den Äpfeln erging es den Pilzen. Pilzsachverständige Claudia Dietrich wusste zu berichten, das es auch kein gutes Pilzjahr geben wird. „Ich empfehle jedem der Pilze sammelt, den Berater aufzusuchen. Denn viele der essbaren Exemplare haben giftige Doppelgänger. Wie beispielsweise der Champignon oder der Schirmpilz. Als kleinen Tip möchte ich den Sammlern noch mitgeben, dass sie immer den Stiel zur Beratungsstelle mitbringen sollten. Da sind nämlich besondere Erkennungsmerkmale dran“, so Dietrich.

Von Steffen Brost