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Bad Düben Pfingstschnitzen in Schnaditz lockt zahlreiche Besucher an
Region Bad Düben Pfingstschnitzen in Schnaditz lockt zahlreiche Besucher an
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05:29 11.06.2019
Norma Austinat aus Eisenhammer sägt und feilt beim Pfingstschnitzen einen Waldschrat. Quelle: Steffen Brost
Schnaditz

Hunderte radelten und wanderten am Mühlentag am Pfingstmontag zu den Mühlen in der Region rund um Bad Düben. Auch auf der großen Schlosswiese in Schnaditz war wieder viel los, obwohl es dort eigentlich keine einzige Mühlen zu bestaunen gab. Dennoch lockte das traditionelle Pfingstschnitzen eine Menge Zuschauer an. Vor zwölf Jahren hatte der Bad Dübener Holzkünstler Raik Zenger die zündende Idee, zum Mühlentag etwas Spannendes im Bad Dübener Ortsteil Schnaditz auf die Beine zu stellen.

„Überall gibt es Mühlen. Leider eben nur in Schnaditz nicht. Viele Menschen sind zum Mühlentag unterwegs, aber sie radelten immer nur durch den Ort durch. Und da hatte ich die Idee eines Pfingstschnitzens. Später wurde daraus in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat ein kleines Dorffest“, blickte Zenger zurück. Mittlerweile hat sich das Event zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender gemausert. Denn viele neugierige Zuschauer schauen den Holzkünstlern gern über die Schulter und erleben, was aus einem normalen Holzstamm alles gesägt und geschnitzt werden kann.

Impressionen vom Pfingstschnitzen in Schnaditz

Sechs Künstler

Sechs Künstler führten ihre Fertigkeiten vor: Mit Torsten Wagner aus Gräfenhainichen, seinem Sohn Theo, dem Doberschützer Frank Müller, Axel Glanz aus Serno, Norma Austinat vom Eisenhammer und Organisator Raik Zenger aus Bad Düben war das Künstlerteam komplett. Seit dem frühen Vormittag sägten, schnitzten und feilten sie aus Eichen- und Pappelstämmen kleine Kunstwerke wie Eulen, Hundewelpen, Waldgeister oder Adler. „Torsten, Axel, Frank und ich sind von Anfang an dabei. Wir kommen gerne zu solchen Veranstaltungen, wo man sein Handwerk vorzeigen kann. Im Schnitt treffen wir uns dreimal im Jahr bei solchen Holzkunstwettbewerben. Hier in Schnaditz, nächste Woche in Sangerhausen und dann alle Ende Juli beim Internationalen Kettensägewettbewerb in Tornau, dem Höhepunkt im Jahr“, zählte Frank Müller auf.

Vom Zuschauer zum Mitschnitzer

Der Doberschützer ist mittlerweile ein alter Hase in Sachen Sägen und Schnitzen. 2002 war Müller als Zuschauer in Tornau zu Gast. Ein Jahr später stand er dann als Teilnehmer selber auf dem großen Schnitzerplatz und belegte sofort den dritten Platz. „Ich war von Anfang an begeistert. Also habe ich mir zwei Kettensägen gekauft und losgelegt. Ich hätte niemals gedacht, dass ich das kann. Mittlerweile mache ich das schon seit 16 Jahren“, erzählte Müller. Noch nicht ganz so lange dabei ist Norma Austinat. Eigentlich ist sie amtierende Köhlerliesel der Dübener Heide. Doch diesmal stand die Besitzerin der Köhlerei Eisenhammer mit ihrer Kettensäge vor dem Schnaditzer Schloss. „Alles habe ich mir selbst beigebracht. Heute säge ich einen Waldschrat“, so Austinat.

Stop auf der Mühlentour

Begeistert waren vor allem die Zuschauer, die den Holzkünstlern über die Schulter schauen durften. „Das ist echt krass, was man aus einem Stamm machen kann“, sagte Andreas Peters, der mit seiner Familie auf Mühlentour war.

Auch neben dem Schnitzerplatz war einiges los. Es gab einen kleinen Trödelmarkt und kleine regionale Stände wie Teemann Klaus Wirtz, Bäckersfrau Sandra Spatz mit ihrem fahrbaren Backofen und Roland Scheer aus Wittenberg, der vor den Augen der Zuschauer Kunstwerke aus Schiefer herstellte.

Von Steffen Brost

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