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Bad Düben Schloss Pressel: Erstmals spazieren im Heidegarten
Region Bad Düben Schloss Pressel: Erstmals spazieren im Heidegarten
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16:03 23.04.2019
Bürgermeister Lothar Schneider (Mitte) vor dem Presseler Schloss im Gespräch mit Bürgern. Quelle: Ilka Fischer
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Pressel

 Für die Presseler war das ein Ostergeschenk der besonderen Art. Pünktlich vor dem Fest wurde der Bauzaun am Presseler Schloss geöffnet, so dass die Bürger erstmals den neu gestalteten Heidegarten betreten konnten. „Aus Sicherheitsgründen konnte der Zaun aber noch nicht ganz weg. Er wird aber in den nächsten Tagen noch direkt ans Schloss gerückt“, so Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos).

„Der Heidegarten ist wirklich hübsch geworden“, findet Margit Kwaschny. „Hier führt man seine Gäste gern mal hin.“ Margit Kwaschny, die seit drei Jahren den Presseler Weihnachtsbasar mit organisiert, gehört zu einer Handvoll Leute, die sich noch vor dem Osterfest mit Bürgermeister Lothar Schneider vor Ort getroffen haben. Sie möchte mit weiteren Mitstreitern über den Vereinsstammtisch möglichst viele Bürger aktivieren. Sie sollen dann gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Anlage mit Pavillon und Grillplatz so hübsch bleibt, die Rhododendren gut anwachsen, das Heidekraut nicht vom Unkraut überdeckt wird.

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Gemeinde braucht Hilfe

Die Gemeinde ist auf diese Hilfe dringend angewiesen. Denn sie steckt wegen der einen oder anderen Überraschung am Schloss, so fehlen einerseits teilweise Fundamente, andererseits fanden sich aber Leitungen, die es gar nicht geben sollte, in einem Dilemma. Hinzu kommen die explodierenden Baupreise. 1,2 Millionen Euro waren für den Umbau des dreietagigen früheren Gutshauses, das zur Kunst- und Erlebnisstätte sowie als Bürgertreff umgebaut werden soll, ursprünglich veranschlagt. Um die zwei Millionen Euro sind aus jetziger Sicht realistischer. Der Bürgermeister formuliert es gegenüber den Presselern so: „Ihr könnt viel Gutes tun, wenn ihr Euch um die Außenanlagen kümmert.“

Marathon-Langzeitpflege

Peggy Höse erklärt spontan ihre Bereitschaft, hier mitzuwirken. „Ich bin hier zur Schule gegangen, wohne um die Ecke.“ Andrea Weiser vom Marathonverein hofft, dass möglichst viele mitmachen. „Das wird dann eben die Marathon-Langzeitpflege.“ Mit Reinhard Flehmig nimmt sie gleich noch mit Freitag, den 26. April, den ersten Arbeitseinsatz in den Blick. „Falsch machen kann man eigentlich nichts“, macht die Landschaftsplanerin Jana Pöhlandt Mut. „Außer der Schneeheide kann man eigentlich alles im Frühjahr beschneiden.“ Die Hauptsache sei ohnehin das Gießen, wofür aber zumindest zu Beginn noch die Feuerwehr mit ihrer Technik benötigt wird.

Fahrstuhl fährt nun außen nach oben

Um den Kosten-Steigerungen entgegen zu wirken, setzt die Gemeinde aber nicht nur auf fleißige Bürger. „Wir haben jetzt in Abstimmung mit dem Denkmalschutz erreicht, dass der ohnehin wegen der Außentreppe notwendige Fahrstuhl nun in einem äußeren Turm vom Keller bis zum Dach fährt. Damit kann der innere Fahrstuhl samt einiger Brandschutzauflagen entfallen“, nennt der Ortschef ein Beispiel. Inzwischen habe die Gemeinde für diese aktualisierten Pläne bis auf eine letzte Brandschutzprüfung alle notwendigen Unterlagen beisammen. „Sobald diese vorliegt, schreiben wir Aufträge in Höhe von 700 000 bis 800 000 Euro aus.“ Wann das Gutshaus komplett umgebaut sein wird, dazu gibt er keine Prognose ab. Lothar Schneider betont da lieber: „Wir haben nutzungsfähige Abschnitte im Blick.“ Und klar sei auch, dass nun zunächst mit dem Dach, dem Fahrstuhl, der Heizung, den Fenstern und der Elektrik begonnen werden müsse.

Von Ilka Fischer

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