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Bad Düben Sturmtief: Dübener Feuerwehren sind im Einsatz
Region Bad Düben Sturmtief: Dübener Feuerwehren sind im Einsatz
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13:48 11.03.2019
Die Bad Dübener Kameraden Christian Noack (links) und Sebastian Hackbarth warten an den beiden Funkarbeitsplätzen der Landfunkstelle im Gerätehaus auf eingehende Einsätze. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Sturmtief Eberhard sorgte Sonntagnachmittag und in der Nacht zum Montag für große Schäden in vielen Teilen Deutschlands. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 137 Stundenkilometern blies er Ziegel von den Dächern, ließ Bäume umkippen und deckte Dächer ab. In der Region wurde es nicht so schlimm wie erwartet.

Hell erleuchtet ist das Bad Dübener Feuerwehrgerätehaus in der Nacht zu gestern. Erst gegen halb zehn gingen die Tore hoch und die Kameraden rückten zu ihrem ersten und einzigen Sturmeinsatz in dieser Nacht aus. Quelle: Steffen Brost

In Bad Düben wurde wegen der massiven Sturmankündigungen um 15 Uhr die Landfunkstelle in der Bitterfelder Straße besetzt. „Kurz nach 19 Uhr haben wir Vollalarm gegeben und die Gerätehäuser in Schnaditz und Tiefensee in Alarmbereitschaft versetzt. Insgesamt 35 Kameraden warteten in den Depots, um sofort helfen zu können“, so Feuerwehrsprecher Tobias Volkmann.

Sarah-Tabea Richter, René Leib und Torsten Korb (von links) koordinieren im Notfall die Einsätze und schicken die Einsatzfahrzeuge los. Quelle: Steffen Brost

Die Landfunkstelle gibt es seit drei Jahren, sie war erstmalig beim Wintersturm Friederike 2018 im Einsatz. „Damit wollen wir die Rettungsleitstelle in Leipzig, wo alle Einsätze einlaufen, entlasten und die in unserer Region koordinieren. So haben wir immer einen Überblick, wo unsere Fahrzeuge und Kameraden sind. Je nach Schwere werden die Einsätze abgearbeitet. Und da geht Menschenrettung immer vor einem umgekippten Baum auf einer Straße“, sagt Volkmann.

In einem Protokoll wird penibel genau jeder Schritt und Einsatz festgehalten. Quelle: Steffen Brost

Über ein Fax kommen im Alarmierungsfall die Einsätze von der Leipziger Rettungsleitstelle nach Bad Düben. Hier saßen Sarah-Tabea Richter, René Leib und Torsten Korb bereit, um diese in Empfang zu nehmen und Alarm auszulösen, während Christian Noack und Sebastian Hackbarth den Funk und das Wetter via Computer im Blick hatten. „In unserer Region war es recht ruhig. Über Funk haben wir gehört, dass in der Dahlener Heide einige Einsätze waren und die Kameraden in Gruna wegen eines umgekippten Baumes unterwegs sind“, erzählte Torsten Korb.

Regelmäßige Kontrollfahrten in der Sturmnacht

In regelmäßigen Abständen waren die Dübener auf Kontrollfahrt. „Wir haben die Schwerpunkte wie die B 2 abgefahren. Außer ein paar kleineren Ästen auf der Straße, die wir mit der Hand beiseite räumen konnten, war nichts los“, berichtete Tobias Volkmann. Die Zeit vertrieben sich die Kameraden unterschiedlich. Die einen hielten Smalltalk, andere spielten Karten und tranken Kaffee. Der einzige Alarm wurde gegen halb zehn ausgelöst. Mit Drehleiter und Einsatzfahrzeugen ging es zur Bundespolizeiabteilung in die Schmiedeberger Straße. Hier hatten Sturmböen einen Teil des Daches an der Sporthalle abgerissen. Die Kameraden entfernten es. Halb elf wurde die Landfunkstelle wieder geschlossen.

Elf Sturmeinsätze in der Region

Alarmiert waren auch Kameraden der Feuerwehren Sprotta, Gruna, Laußig, Mockrehna, Wildschütz, Audenhain, Paschwitz, Doberschütz und Wildenhain. Zwischen 19.36 Uhr und 6.12 Uhr gab es elf Sturmeinsätze wegen umgefallener Bäume und einsturzgefährdeter Baugerüste.

Von Steffen Brost

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