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Bad Düben Tatverdächtiger Bad Dübener weiter in U-Haft
Region Bad Düben Tatverdächtiger Bad Dübener weiter in U-Haft
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13:25 13.08.2019
Die Kameraden der Bad Dübener Feuerwehr mussten das Fahrzeug aus der Mulde bergen. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Der Haftbefel gegen den 49-jährigen Bad Dübener Geschäftsmann Steffen A. besteht nach wie vor. Aktuell ermittelt die Leipziger Staatsanwaltschaft immer noch in dem Fall, der am 21. Juli für großes Aufsehen in der nordsächsischen Kleinstadt sorgte. „Der Tatverdächtige befindet sich immer noch in Leipzig in Untersuchungshaft. Aktuell werden die Ermittlungen weitergeführt, die Licht ins Dunkel bringen sollen. Mehr gibt es dazu derzeit nicht zu sagen“, informierte Staatsanwalt Andreas Ricken.

Die Untersuchungshaft kann laut Ricken derweil noch eine ganze Zeit andauern. Denn erst nach sechs Monaten gibt es einen sogenannten Haftprüfungstermin, wo das Gericht entscheiden muss, ober der Tatverdächtige in Haft bleibt oder freigelassen werden muss. Was zuerst wie ein Unfall aussah, als der Bad Dübener Geschäftsfmann am Abend des 21. Juli seinen Mercedes in die Mulde zwischen Bad Düben und Pristäblich lenkte, entpuppte sich wenig später als Mordversuch.

Tatverdächtiger seit 21. Juli in Haft

Noch am Tattag wurde der Kurstädter verhaftet. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Mit hoher Geschwindigkeit raste er damals über die Muldewiese die Böschung hinunter und landete im Fluss. Bremsspuren wurden laut Polizei auf der Wiese nicht festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt saß seine Noch-Ehefrau mit im Wagen auf dem Beifahrersitz. Wie mittlerweile herauskam, lebte das Ehepaar seit Jahresbeginn in Trennung. Warum sich die Frau ins Auto setzte ist bisher noch unklar. Das Auto versank bis zum Dach im Wasser. Beide Insassen konnten sich jedoch befreien. Die Frau wurde dabei leicht verletzt. Bevor jedoch die Rettungskräfte vor Ort eintrafen, verließen beide den Unfallort.

Staatsanwalt glaubt nicht an Unfall

Steffen A. kehrte später zurück und wurde noch vor Ort festgenommen. Die Bad Dübener Feuerwehr zog den fast komplett versunkenen und total zerstörten Mercedes später aus dem Wasser. Wieso und warum der zweifacher Weltmeister im Pferde-Fahrsport in die Mulde fuhr, konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Die Staatsanwaltschaft glaubt nach wie vor nicht an einen Unfall und ermittelt weiter wegen des Verdachts auf versuchten Mord.

Von Steffen Brost

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