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Bad Düben Taucher gehen dem neuen Bootsanleger in Bad Düben auf den Grund
Region Bad Düben Taucher gehen dem neuen Bootsanleger in Bad Düben auf den Grund
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10:45 24.02.2016
Am neuen Bootsanleger in Bad Düben ist Industrietaucher Frenk Andreß derzeit mit dem Abtrennen der Spundwände in 1,20 Meter Tiefe beschäftigt.
Am neuen Bootsanleger in Bad Düben ist Industrietaucher Frenk Andreß derzeit mit dem Abtrennen der Spundwände in 1,20 Meter Tiefe beschäftigt. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Nur ein paar Blubberblasen und bräunlich verfärbtes Wasser verraten die Arbeiten an der Mulde. Am neuen Bootsanleger in Bad Düben tauchen dieser Tage Uwe Borrasch, Frenk Andreß und Sven Freiherr ab. Sie gehören zum Tauchunternehmen Leunert in Bad Saarow. Das Unternehmen gehört zu den zehn führenden Tauchunternehmen in der Branche und ist spezialisiert auf das sogenannte Bautauchen.

„Wir sind in der Lage, sämtliche Arbeiten im Unterwasserbereich durchzuführen. Darunter auch in Talsperren, Wasserkraftwerken und im Spezialtiefbau. Auch solche Arbeiten wie in Bad Düben gehören zu unserer täglichen Arbeit“, erklärte Uwe Borrasch.

Der Job in der Kurstadt ist vergleichsweise ein leichter. In etwa 1,70 Meter Wassertiefe trennen die Industrietaucher mit spezieller Brennschneidtechnik die von der Bad Dübener Bau- und Haustechnik bei Baubeginn eingeschlagenen Spundwände ab. Die waren notwendig, damit der Bereich am Ufer für den Einbau der Betontreppen trocken liegt. Für die Unterwasserarbeiten sind die Taucher mit Spezialausrüstung zugange. Mit einem Anzug aus einem Latex-Gummigemisch sowie einem Helm, wo unter anderem Lampen und Kameras montiert werden können, tauchen die Männer ab. „Die Sicht in der Mulde ist sehr schlecht. Wir arbeiten sozusagen blind und nach Gefühl. In gewissen Abständen werden die abgetrennten Spundwände dann mit einem Kran aus dem Wasser gehoben“, so Borrasch weiter.

Derweil ist Bau- und Haustechnik mit dem Bau des Bootsanlegers am Muldeufer auf der Zielgeraden. „Wenn die Taucher weg sind, erfolgen die Restarbeiten bis Mitte März. Dazu gehört der Rückbau der Baustraße, der Einbau von Holzpalisaden und die Geländeanpassung“, erklärte Polier AndreasThürmer.

Von Steffen Brost