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Bad Düben Tausende Besucher bestaunen beim Köhlereifest das schwarze Gold
Region Bad Düben Tausende Besucher bestaunen beim Köhlereifest das schwarze Gold
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17:03 11.08.2019
Tausende Besucher zog es am Wochenende zum 4. Köhlereifest in die Dübener Heide. Quelle: Foto: Steffen Brost
Dübener Heide

Hier regelt der Köhler noch selbst den Autoverkehr. Beim 4. Köhlereifest in der Dübener Heide hatte Köhler Joern Austinat alle Hände voll zu tun, um Herr über die zahlreichen Besucher mit ihren Fahrzeugen zu bleiben. Denn die Blechkarawane galt es sicher auf die Abstellplätze rings um die Köhlerei Eisenhammer zu bringen. Denn tausende Besucher zog es an den beiden Tagen zur Köhlerei.

25 Händler zeigen Regionales

Und die hatte bei nahezu optimalen sommerlichen Bedingungen einiges aufgefahren, um den Besuchern Regionales, Spannendes, Interessantes und jede Menge Kulinarisches zu bieten. 25 Händler, vor allem regionales Handwerk, boten ihre Waren feil. Darunter Glasbläser, Schmiede, Mollenhauer, Holzkünstler, Böttcher und Korbflechter. „Unser Fest ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Wenn ich den Andrang hier sehe, dann bin ich einfach nur glücklich und zufrieden“, jubelte Köhlerliesel Norma Austinat. Auch das Handwerk der Holzkohleproduktion kam trotz jeder Menge Arbeit nicht zu kurz. Und so erklärte das Köhlerliesel den neugierigen Besuchern nicht nur einmal, wie das schwarze Gold der Dübener Heide in ihrer Köhlerei hergestellt wird.

Den Besuchern gefiel das bunte Treiben. Und auch die Jüngsten kamen dabei nicht zu kurz. Entweder sie konnten im Streichelzoo die Tiere anschauen oder sich als Nachwuchsschmied ausprobieren. Der neunjährige Vincent Becker aus Kemberg probierte sich im Herstellen eines Feuerhakens aus. Hilfe bekam er dabei von den Hobbyschmieden Matthias Voigt und Eric Mertens, die dem Grundschüler das Einmaleins des Feuerschmiedens erklärten. Auch bekannten Heidekünstlern konnte man beim Rundgang über den Köhlereihof über die Schulter schauen. So zeigte Maler Bernd Garbe aus Tornau seine Zeichen- und Malkünste. Insgeheim bezeichnet man Garbe als zweiten Heidemaler, hinter dem im vergangenen Jahr verstorbenen Heidemaler Wolfgang Köppe. Garbe lernte bei ihm das Einmaleins des Malens und verewigte sich und seine Werke bereits auf vielen Bildern und an Gebäuden rings um die Dübener Heide.

Holzkünstler zeigen was sie drauf haben

Die Besucher konnten auch live verfolgen, wie die Holzkünstler Raik Zenger, Axel Glanz, Frank Müller, Torsten und Theo Wagner sowie Klaus Zastrow an einem monumentalen Holzkunstwerk schnitzten und sägten. „Das ist unser neuestes Großprojekt. Damit wollen wir zeigen, was die Schönheit und die Werte der Dübener Heide darstellt und ausmachen“, so Austinat. Bereits seit Tagen arbeiten die Holzkünstler an dem über sechs Meter hohen Eichenstamm. Rings um den Holzstamm sägen und schnitzen die Künstler die verschiedensten Motive aus dem Naturpark heraus. Vom Biber über Fische bis hin zu Ottern, Bäumen, Tieren und Sehenswürdigkeiten wie die Ausflugsgaststätte Schöne Aussicht bei Bad Schmiedeberg. „Wir haben vor vier Wochen angefangen und wollen bald damit fertig sein“, erklärte Holzschnitzer Torsten Wagner.

Tausende Besucher zog es am Wochenende in die Dübener Heide. Beim vierten Köhlereifest der Köhlerei Eisenhammer wurde Regionales, Spannendes, Interessantes und auch Kulinarisches geboten.

Sein 13-jähriger Sohn Theo tritt bereits jetzt in die Fußstapfen des Vaters und sägte fleißig mit. Für ihn hatte das Köhlerliesel am Sonntag noch eine ganz besondere Überraschung. „Theo bekommt den Förderpreis für Nachwuchskünstler von der Stiftung Köhlerei Eisenhammer überreicht. Das ist eine richtige Kettensäge, damit er in Zukunft noch besser arbeiten kann“, freute sich Norma Austinat.

Von Steffen Brost

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