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Bad Düben Umbau des einstigen Gymnasiums zum Schulzentrum läuft
Region Bad Düben Umbau des einstigen Gymnasiums zum Schulzentrum läuft
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19:55 07.06.2019
Der Umbau des Evangelischen Schulzentrums Bad Düben läuft. Quelle: Steffen Brost
Bad Düben

Der Gang durch das Schulhaus an der Durchwehnaer Straße in Bad Düben verlangt dem Außenstehenden viel Fantasie ab. Hier sollen ab neuem Schuljahr Oberschüler und Gymnasiasten lernen? Gisbert Helbing, Vorsitzender des Schulträgers, wirkt entschlossen: „Die Fenster sind fast alle erneuert, Abbrucharbeiten erledigt, 160 Tür-Öffnungen auf heutige Standardmaße vergrößert, in den ersten drei Etagen sind Elektro, Sanitär und Heizung so gut wie erledigt. Die Trockenbauarbeiten inklusive Einbau der Akustikdecken sind in vollem Gange. Nach Abschluss dieser Arbeiten kann mit den Maler- und Fußbodenarbeiten begonnen werden. Dann ist das Wichtigste fertig.“ Von außen wird Wärmedämmung an der Fassade  angebracht, die Dachdeckerarbeiten beginnen. Die Ausstattung von zwei Fachkabinetten, der Klassenräume, der Räume von Schulleitung, der Lehrerzimmer, Sekretariat und Verwaltung ist bestellt und wird pünktlich geliefert. „Wir gehen fest davon aus, dass wir ab Schuljahresbeginn 2019/2020 die Schule nutzen können“, so Helbing.

So soll der Eingangsbereich des Evangelischen Schulzentrums Bad Düben mal aussehen. Foto: Marco Stelzel

Nicht alles läuft beim Umbau wie geplant

Das  mag nach Zweckoptimismus klingen, doch keiner weiß so gut wie er, das sich in den letzten Wochen hier entscheidendes getan hat: „Ich bin fast jeden Tag hier, es gibt jede Woche intensive Bauberatungen.“ Nicht alles klappt auf Anhieb. So mussten zusätzliche Lastversuche und zahlreiche statische Neuberechnungen von vielen Bauteilen realisiert werden, weil es keine Bauunterlagen aus „Geheimhaltungsgründen“ für Militärobjekte gibt. Das war so nicht geplant, aber unabwendbar. Das kostet Geld und viel Zeit. Geschafft ist diese Phase aber nun.

Der Umbau des ehemaligen Gymnasiums in der Durchwehnaer Straße in Bad Düben zum Evangelischen Schulzentrum läuft.

Jeder Fortschritt kann dennoch über eines nicht hinwegtäuschen – das Schulhaus wird auch nach dem ersten Schulläuten eine Baustelle bleiben. Das im Januar formulierte Ziel, dass im Sommer die ersten drei Etagen fertig sind – und die weiterführende Schule mit zweizügigen 6. bis 8. Klassen und den drei neuen 5. Klassen vom Pfarrgarten in die Durchwehnaer Straße ziehen, steht. Ob es den einen oder anderen Abstrich zu machen gibt, wird sich zeigen. Aber – zehn Klassenräume, Fachkabinette, Küche und Mensa müssen fertig werden, den Umzug wird es geben: „Wir müssen das schaffen“, sagt Helbing. Deshalb laufen auch an dem einen oder anderen Wochenende Arbeiten. Die Fertigstellung des 3. und 4. Obergeschosses ist für das Frühjahr 2020 geplant.

Jede Jahrgangsstufe bekommt ihren eigenen Bereich

Beim Gang durch die Baustelle lässt er das künftige Schulhaus vor dem geistigen Auge entstehen. Sechs Cluster, bei denen die Flure unterteilt werden,  wird es geben. Die Jahrgangsstufen bekommen in dem fünfstöckigen Gebäude jeweils einen eigenen Bereich. In diesem sind neben Klassenräumen, je einem Mehrzweckraum und einem Lehrerarbeitszimmer auch Differenzierungsräume und Lerninseln vorhanden. Alles wird dank Glas offen, hell und transparent gehalten. Um dies zu erreichen, wurden Wanddurchbrüche zum Flur geschaffen. Draußen soll es kleine Sitzecken geben, wo Schüler arbeiten können. Die Treppen bleiben so erhalten wie sie sind, werden allerdings noch aufgearbeitet. Auch die neue  Halle, in der Entree plus Dachterrasse und Fahrstuhl entstehen, gibt es. Sie erhält eine Glasfassade.

Auf dem Dach entsteht eine Terrasse für Lehrer

Vom Dach, wo es für die Lehrer eine Terrasse geben wird, blickt man auf den künftigen Schulhof, der noch gestaltet wird. Das soll teilweise im Rahmen eines Projektes der Schüler mit Landschaftsarchitekten der TU Dresden realisiert werden. Ziel des Projektes ist es außerdem, die Schüler für die Dübener Heide zu interessieren, das Heimatgefühl zu wecken und Kompetenzen im Bereich „Landschaftliche Bildung“ zu entwickeln. „Dafür erhalten wir von der Schulstiftung der EKD die notwendige finanzielle Ausstattung für Personal- und Sachkosten. Zurzeit läuft eine Projektwoche, in der sich die Schüler der 5. bis 7. Klassen mit der Landschaft der Dübener Heide auseinandersetzen. Weiterhin wird ein ökologisch-ökonomisches Unterrichtsprofil entwickelt, das ab dem nächsten Schuljahr 2019/20 im Unterricht der 8. Klasse integriert wird“, so Helbing.

Spendenaufruf bringt über 40 000 Euro ein

Rund 7,4 Millionen Euro sind für den ersten und zweiten Bauabschnitt, 400 000 Euro sind für die Ausstattung der Unterrichtsräume geplant. Weil das nicht reichen wird, hatte der Trägerverein einen Spendenaufruf gestartet. Rund 41 000 Euro sind  schon zusammengekommen. Die Spenden sollen für das Chemie-Kabinett, interaktive Tafeln, Mikroskope und behindertengerechtes Mobilar genutzt werden. Rund 100 000 Euro sind veranschlagt. Unterstützung erhofft sich die Schule auch vom Digitalpakt der Landesregierung, im Juni sollen finanzielle Mittel zur Beschaffung der IT Infrastruktur und Notebooks beantragt werden.

Von Kathrin Kabelitz

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