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Borna 125-Kilo-Bombe auf Mibrag-Gelände bei Leipzig gesprengt
Region Borna 125-Kilo-Bombe auf Mibrag-Gelände bei Leipzig gesprengt
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18:00 08.10.2019
Die Bombe auf dem Mibrag-Gelände wurde am Dienstag gesprengt. Quelle: Frank Schmidt
Neukieritzsch

Am Dienstag gegen neun Uhr morgens wurde auf dem Gelände der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft (Mibrag) bei Neukieritzsch eine Fliegerbombe entdeckt. Es handelt sich um eine britische 125-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die auf dem Abbaufeld Peres unweit von Pödelwitz gefunden wurde, teilt Mibrag-Pressesprecher Maik Simon mit. Gegen 17.30 Uhr wurde das Geschoss kontrolliert gesprengt. „Es ist alles glatt gelaufen“, so Polizeisprecher Jürgen Scherf.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst war seit dem Mittag vor Ort im Tagebau Schleenhain. Da der Zünder der Bombe beschädigt war, konnte diese nicht entschärft werden. Sie wurde deshalb auf dem Areal der Mibrag an Ort und Stelle gesprengt.

Auf einem Abbaufeld er Mibrag bei Neukieritzsch wurde am Dienstagmorgen eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Hunderte Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. Die Bombe wird kontrolliert gesprengt.

Bewohner von Kieritzsch werden in Notunterkunft gebracht

„Für die Sprengung wurde ein 1200 Meter großer Sperrkreis eingerichtet“, erklärte Katharina Geyer von der Polizeidirektion Leipzig. Aus diesem Grund mussten die Ortsteile Kieritzsch, der nördliche Teil von Neukieritzsch sowie der südliche Teil der Gemeinde Lippendorf evakuiert werden. Die Menschen wurden in der Sporthalle „Parkarena Neukieritzsch“ untergebracht. Je nachdem, wie schnell die Evakuierung in die Notunterkunft verläuft, kann mit der Sprengung begonnen werden, so die Polizei am Nachmittag. Die Beamten waren mit einer Hundertschaft vor Ort.

Durch den Bombenfund wurde am Nachmittag die Staatsstraße 71 zwischen Lippendorf und Kieritzsch für Autofahrer gesperrt. Später wurde auch die Bundesstraße 176 zwischen dem Ortsausgang Großstolpen bis zum Kreisverkehr Neukieritzsch für den Verkehr gesperrt.

Bürgermeister Thomas Hellriegel half bei der Evakuierung

Der Neukieritzscher Bürgermeister Thomas Hellriegel (CDU) war vor Ort und kümmerte sich mit um die Evakuierung der Ortsteile. Er sprach von etwa 350 Bewohnern, deren Häuser innerhalb des Sperrkreises liegen. „Das sind zum größten Teil Bewohner von Einfamilienhäusern“, so der Gemeindechef. Viele Menschen kamen bei Freunden und Verwandten unter.

Für die, die nicht wissen wohin, sei die Parkarena gedacht. Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt organisierten die Evakuierung gemeinsam. Beinahe hätte in Neukieritzsch auch ein Neubaugebiet evakuiert werden müssen. Das konnte aber noch verhindert werden.

Bombe ist äußerst gefährlich, sagt die Feuerwehr

„Die Evakuierung ist zu 80 Prozent abgeschlossen“, sagte am Nachmittag Karsten Jockisch, der den Feuerwehreinsatz leitete. Die Bombe wurde am Abend offen gesprengt. „Das gab es in Sachsen noch nie“, so der Feuerwehrmann. Normalerweise wird der Sprengkörper ummantelt, etwa mit Säcken voller Erde, und dann in die Luft gejagt. „Diese Bombe ist so gefährlich, dass jedes Hantieren sofort zu einer Explosion führen kann“, so Jockisch weiter. Das Geschoss wurde wahrscheinlich per Fernzünder gesprengt. Die Splitter konnten einige tausend Meter weit fliegen.

Es handelt sich nicht um den ersten Bombenfund auf dem Gelände der Mibrag. „Das kommt etwa ein-, zweimal im Jahr vor“, sagt Mibrag-Sprecher Simon. Bereits 2018 wurde auf dem Areal eine alte Bombe gefunden.

Von Gina Apitz

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