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Borna 15.000 Euro Belohnung für Friedenspanzer von Fischer-Art
Region Borna 15.000 Euro Belohnung für Friedenspanzer von Fischer-Art
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13:55 25.04.2019
Um den Original-Friedenspanzer aufzuspüren, hat der Eigentümer – Kultur-Manager Arne Nowak – Privatdetektive beauftragt und die Belohnung erhöht. Quelle: Johannes Eisele, dpa
Borna

Auch wenn der von Michael Fischer-Art gestaltete Friedenspanzer gerichtlich zu den Akten gelegt worden ist, spielt er auch weiterhin eine herausragende Rolle. Denn der Dresdner Kultur-Manager Arne Nowak (56), dem der Originalpanzer gehört, hat die Belohnung für das Auffinden des Gefährts jetzt verdreifacht.

Ursprünglich hatte er 5000 Euro demjenigen geboten, der Hinweise auf den Verbleib des Panzers geben kann. „Jetzt haben wir die Summe auf 15.000 Euro angehoben“, macht Nowak deutlich.

Der Friedenspanzer von Michael Fischer-Art stand 2007 unter anderem vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Jetzt weiß der Künstler nicht mehr, wo er ist.

Fischer-Art hat damals einen ausgedienten Panzer bemalt

Hintergrund ist, dass Nowak vor Jahren das Projekt „Der vergessene Frieden“ auf den Weg gebracht hatte und von Fischer-Art einen ausgedienten Panzer künstlerisch gestalten ließ. Anschließend war das Kunstobjekt unter anderem in Berlin vor dem Brandenburger Tor und in Dresden vor der Frauenkirche zu sehen. Wo aber jener Friedenspanzer letztlich geblieben ist, bleibt weiter ein Rätsel. Auch Fischer-Art selbst weiß nicht, wo das Kunstobjekt gelandet ist.

Nowak, der Fischer-Art auf Herausgabe des Kunstprojektes verklagt hatte, hat mittlerweile einige Privatdetektive auf die Suche geschickt. „Mir liegt sehr viel am Original“, macht der Dresdner deutlich. Immerhin sei das nach seinen Vorgaben gestaltet worden. „Zu sehen ist unter anderem meine schwangere Frau und ein Ring der Religionen um den Babybauch.“

Der Friedenspanzer stand unter andrem vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Quelle: dpa

Dresdner Kultur-Manager Arne Nowak hatte Künstler verklagt

Während der Gerichtsverhandlung im Landgericht Leipzig hatte der Künstler, der seit zwei Jahren in Borna lebt, zugesichert, einen neuen Friedenspanzer zu gestalten. Für Nowak ist das aber bei Weitem nicht das Gleiche. „Das Original verliert seinen Wert“, ist sich der Kultur-Manager sicher. Zwar soll das neue Fahrzeug nach einer damals angefertigten Fotodokumentation bemalt werden, „aber viele Details werden dann fehlen“.

Nowak hat die Hoffnung, das Original wiederzufinden, noch längst nicht aufgegeben. Erst kürzlich hatte ein Leipziger einen Tipp abgegeben, wo der Panzer zu finden sei. Ob es sich tatsächlich um diesen handelt, ist bislang noch unklar: „Die beauftragten Detektive untersuchen alle Hinweise“.

Michael Fischer-Art weiß nicht mehr, wo sein Friedenspanzer abgeblieben ist. Quelle: Simone Prenzel

Fischer-Art will neuen Panzer bemalen

Für den Dresdner ist die Geschichte noch lange nicht ausgestanden. „Ich werde die Sache nicht auf sich beruhen lassen, auch wenn es einen neuen Panzer gibt“. Dafür sei ihm das Original viel zu wichtig und habe eine zu große Bedeutung.

In Borna indes hat Fischer-Art erste Hebel in Bewegung gesetzt, um einen zweiten Panzer zu kaufen. Dieser soll dann, nachdem er aufwendig entmilitarisiert worden ist, mit Kindern der Schulen gemeinsam bemalt und umgebaut werden.

Von Julia Tonne

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