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Borna 2000 Besucher beim Schlepperfest in Wyhra
Region Borna 2000 Besucher beim Schlepperfest in Wyhra
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17:08 10.06.2019
Mit mehr als 170 Treckern gab es einen neuen Teilnehmerrekord. Quelle: Julia Tonne
Borna

Wenn Andreas Kölle zum Schleppertreffen nach Wyhra will, ist es nicht damit getan, mal eben hinzufahren. Vielmehr erfordert das nicht nur einiges an Vorbereitung, sondern auch viel Zeit. Denn mit seinem einige Jahrzehnte alten Deutz und bei 500 Kilometern Wegstrecke ist die Strecke beschwerlich. Kölle war am Wochenende der am weitesten angereiste Traktorfahrer, er kam von der Küste.

Zahlreiche Neulingen unter den Teilnehmern an der Mühle in Wyhra

Bei der 15. Auflage des Mühlenfestes und Schleppertreffens schaffte Familie Artelt, der die Neuholländermühle in Wyhra gehört, einen neuen Rekord. Mehr als 170 Teilnehmer waren gekommen, darunter etliche Stammgäste, aber auch viele Neulinge. „Wir haben die Zahlen vom vergangenen Jahr bei weitem übertroffen, auch bei den Besuchern“, machte Barbara Artelt deutlich. Rund 2000 Gäste bevölkerten am Pfingstwochenende das Gelände.

Mehr als 170 Trecker rollten zum Schleppertreffen nach Wyhra.

Zu den unzähligen Trecker-Familien, die sich das Ereignis nicht entgehen ließen, gehörten Tino und Katrin Mende aus Lauenstein. Waren sie in den vergangenen Jahren als Besucher hier, fuhren sie nun zum ersten Mal mit ihrem Lieblingsstück vor: einem Lanz Bulldog, Baujahr 1938. Schon als Kind hatte Tino Mende an Traktoren Spaß, fuhr mit, wann immer es klappte – und kaufte sich vor einigen Jahren ein eigenes Gefährt in Berlin. Eines, bei dem die Technik und der Klang faszinieren.

Schleppertreffen mit ordentlicher Geräuschkulisse

Der Bulldog ist allerdings nicht nur ein Hingucker, sondern auch noch frauenfreundlich, wie Katrin Mende erklärte. „Das hängt damit zusammen, dass fast zehn Minuten vergehen, bis der Lanz fahrbereit ist“, begründet sie. Ihr Mann ergänzte: „Erst muss die Glühnase erhitzt werden, und zwar bis auf 800 Grad Celsius, dann kann man mit dem Lenkrad andrehen – und dann geht es los.“

Janko Hiensch war mit einem Bautz 200, Baujahr 1962 in Wyhra vorgefahren und hatte seinen fünfjährigen Sohn Ole mit an Bord – mit Ohrenstöpseln versehen, weil die Geräuschkulisse doch recht ordentlich war.

Gebrauchskeramik und Handarbeit aus Altenburg

In der Mühle ging es währenddessen geradezu beschaulich zu. Erstmalig war Petra Fink-Sterba aus Markkleeberg beim Mühlenfest dabei – mit einer besonderen Ausstellung von Gebrauchskeramik der Jugendstil-Epoche. Seit 30 Jahren mittlerweile sammelt sie Keramik aus der Zeit zwischen 1890 und 1920. „Mein Vater hatte mir mal eine Tortenplatte bei einer Auktion ersteigert, die hatte mich so fasziniert, dass ich mit dem Sammeln angefangen hat“, erinnert sich Fink-Sterba an die Anfänge. Heute nennt sie rund 200 Exponate ihr Eigen, darunter unzählige Teller, Platten, Tabletts. Einen Teil davon stellte sie am Wochenende in der Mühle aus und zog damit etliche Besucherblicke auf sich.

Mit von der Partie waren zudem die Altenburger Klöppelmäuse, sie sorgten für das Kulturprogramm der Frauen. Und hatten so manch Überraschung parat. Denn mit dieser Art der Handarbeit gelingen nicht nur Deckchen und Schmuck für Blusen, sondern auch String-Tangas für Männer. „Wir haben nur gerade keine mit, wir haben nicht die passenden Männer dazu“, erklärte Elke Gerth verschmitzt.

Von Julia Tonne

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