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Borna 54-Jähriger aus dem Kreis Leipzig kommt bei Segeltörn vor Zingst ums Leben
Region Borna 54-Jähriger aus dem Kreis Leipzig kommt bei Segeltörn vor Zingst ums Leben
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16:48 14.07.2017
Die Segelyacht „Zeus“ wird am Freitag auf Zingst geborgen.
Die Segelyacht „Zeus“ wird am Freitag auf Zingst geborgen. Quelle: OZ
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Landkreis Leipzig/Zingst

Bei dem verunglückten Segler, der am Donnerstag vor der Küste Zingsts angespült wurde, handelt es sich offenbar um einen Mann aus dem Landkreis Leipzig. Die Leiche des 54-Jährigen war am Donnerstag von Urlaubern auf der Aussichtsplattform Hohe Düne im äußersten Osten der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst im Meer treibend entdeckt worden. Das Boot des Sachsen – die Segeljacht „Zeus“ – war acht Kilometer weiter westlich gestrandet.

Zuvor hatte sich offenbar ein tragisches Unglück auf stürmischer See ereignet. Starker Wind aus Nordwest und eine kräftige Brandung haben die herrenlose Segeljacht am Donnerstag auf den Strand östlich von Zingst geworfen. Was genau auf der Jacht geschehen ist und warum der Mann offenbar über Bord ging, ist Bestandteil laufender Ermittlungen.

Noch am Donnerstag hatte ein Polizeihubschrauber die Ostseeküste nach weiteren Verunglückten abgesucht. Derzeit gebe es keine Hinweise, die auf eine Straftat hindeuten. Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat zur Klärung der Todesursache die Obduktion beantragt.

Laut Angaben der Polizei wollte der 54-Jährige offenbar ohne Begleiter eine Segeljacht vom Rostocker Hafen Hohe Düne nach Seedorf auf Rügen überführen. Während dieser Fahrt kam es aus bisher ungeklärter Ursache zu dem Unglück. „Wir vermuten, dass es sich um einen tragischen Unfall handelt“, sagt eine Polizeisprecherin am Freitag in Stralsund. Der Mann sei am Mittwoch im Hafen Hohe Düne in Rostock gestartet.

Das Großsegel war eingeholt, das Vorsegel war gesetzt, als die „Zeus“ auf den Strand geschleudert wurde. Mit Hilfe eines Kranwagens wurde die Jacht am Freitag von einer Spezialfirma auf einen Trailer gehievt und nach Stralsund gebracht. Das Boot ist sichergestellt, bis die Ermittlungen zu den Todesumständen abgeschlossen sind.

Von Kay Steinke