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Borna Abwasser wird teurer
Region Borna Abwasser wird teurer
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05:00 08.02.2013
Von Saskia Grätz
Jugendliche lassen siech die Kläranlage Espenhain erklären. Im Verband steigen die Abwasserpreise. Quelle: Jakob Richter
Espenhain

Der Beschluss über die „Gebührenkalkulation 2013 bis 2015" sei schmerzlich, wurde in der heftigen Debatte deutlich.

Es geht wahrlich nicht um Cent-Beträge: Ab sofort werden 3,44 Euro/Kubikmeter für alle fällig, deren Schmutzwasser zentral im Klärwerk entsorgt wird. Diese volle Gebühr steigt um knapp 20 Prozent. Bislang lag sie bei 2,88 Euro/Kubikmeter. Noch drastischer fällt der Anstieg beim Regenwasser aus. Dessen Entsorgung schlägt ab 2013 mit 1,03 Euro/Quadratmeter zu Buche, was einer Erhöhung um 53 Prozent (bislang 0,67 Euro) entspricht. Dass es „keine leichte Entscheidung" wird, hatte AZV-Geschäftsführer Sven Lindstedt bereits vor der Diskussion eingeräumt. Verbandschef Thomas Hagenow sprach von „einem heißen Eisen".

Und so stand auch eine Vertagung des Beschlusses im Raum. Andererseits wäre eine zeitliche Verlagerung des Problems keine Lösung: Denn die letztmals 2010 erhöhten Gebühren sind nicht kostendeckend. Defizite müssten über Umlagen gedeckt werden, die von den Kommunen bezahlt werden. Und somit auch vom Steuerzahler. Zu den Befürwortern der neuen Preise zählte Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BUW). Die Gebühren seien „sozial verträglich und nicht weltbewegend im Vergleich zu anderen Verbänden". Vehement sprach er sich gegen eine Vertagung – „bloß Zeitgewinnung" – aus, denn es sei in der Runde kein einziger Vorschlag gekommen, wie die Gebühren nach unten gehen könnten.

Sie zweifle nicht daran, „dass der AZV versucht, optimal zu arbeiten", sagte Böhlens Bürgermeisterin Maria Gangloff (Linke). Aber es sei dem Bürger nicht zu vermitteln, dass es in den Ortsteilen einer Stadt zu ganz unterschiedlichen Steigerungen kommt. „Die Leute in Böhlen akzeptieren das nicht." Eine Gleichbehandlung sei durch die unterschiedlichen Konstellationen schwierig, räumte der Kitzscheraner Bürgermeister Maik Schramm (parteilos) ein. Er plädierte dafür, „dem Bürger reinen Wein einzuschenken." Schließlich müsse auch die Weiterentwicklung gesehen werden.

Mit den Gegenstimmen von Borna, Böhlen und Espenhain und der Enthaltung von Rötha votierten die anwesenden Mitgliedskommunen letztlich für die Gebührenvariante ohne Grundgebühr. Eine Variante mit Grundgebühr wurde mehrheitlich abgelehnt. Lindstedt dankte für das Votum, das es dem Verband ermögliche, „arbeitsfähig zu bleiben". Ende nächster Woche gehen die Bescheide an die Bürger raus. Ein ganz anderes Problem des AZV sind Außenstände: 3,7 Millionen Euro sind in den vergangenen Jahren aufgelaufen – Gelder, mit denen die Mitgliedskommunen beim Verband in der Kreide stehen. Ziel sei es, diese offenen Umlagen abzubauen, sagte Lindstedt auf Anfrage.

Saskia Grätz

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