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Borna Alte Herren schicken beim Teichfest die Konkurrenz baden
Region Borna Alte Herren schicken beim Teichfest die Konkurrenz baden
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18:31 28.07.2019
Bei ihnen ist der Name Programm: Die Rochlitzer Pfundskerle (rechts) geben beim 1. Durchgang gegen das Milchhaus-Team alles. Quelle: Ulrike Witt
Bad Lausick/Etzoldshain

Von wegen die alten Herren bringen’s nicht mehr. Die ausgemusterten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Etzoldshain haben die Jungen am Samstagnachmittag beim 3. Teichfest baden geschickt und sich den ersten Platz beim inzwischen traditionellen Tauziehen geholt. Trotz brütender Hitze und einem etwas herben Duft nach faulen Eiern war die Stimmung auf dem und rund ums Wasser prächtig.

Das Teichfest ist der Jahreshöhepunkt fürs ganze Dorf

„Heute steht nur der Spaß im Mittelpunkt. Unser Teichfest ist der Jahreshöhepunkt fürs ganze Dorf“, erklärte Ortswehrleiter David Jahn. Seine Freiwillige Feuerwehr hat die Party wie in den beiden Vorjahren gemeinsam mit dem Heimatverein auf die Beine gestellt. Genau genommen sei es eigentlich nur ein Dutzend Helfer gewesen, verriet der 29-Jährige. Die hatten schon am Freitag mit dem Aufbau begonnen und auf Petrus und stabiles, trockenes Wetter gesetzt.

Karussell im Gerätehaus ist der Renner bei den kleinen Gäste

Rund 280 Einwohner hat Etzoldshain, mindestens die Hälfte feierte mit. Um Kaffee und Kuchen kümmerten sich die Frauen aus dem Dorf. Und der Selbstgebackene kam bei den Gästen an. Anziehungskraft hatte auch die Tombola, von Firmen und Privaten gesponsert, hofften die Loskäufer auf Tickets fürs Freizeitbad Riff oder Restaurant-Gutscheine. Bei den Jüngsten war das Karussell im Feuerwehrgerätehaus der Renner. „Eine Premiere. Der Gewerbeverein Bad Lausick hat es möglich gemacht“, berichtete David Jahn.

Der Etzoldshainer Wehrleiter David Jahn präsentiert kurz vor dem Start freudestrahlend die Pokale fürs Tauziehen. Quelle: Ulrike Witt

Sein Onkel Andreas Jahn heizte als DJ musikalisch „von Rock bis Schlager“ schon am Nachmittag ein. „Ankommen, reinschnuppern, genießen“ begrüßte er lautstark jeden Besucher und schob strahlend ein „zwischen Leber und Milz passt noch ein Pilz“ nach. „Der Alltag ist stressig genug, umso wichtiger sind solche Feste. Sie fördern den Gemeinschaftssinn im Dorf, die Leute kommen mal entspannt ins Gespräch und rücken wieder enger zusammen“, meinte der ehemalige Etzoldshainer, der heute im benachbarten Kleinbardau zuhause ist.

Die starken Jungs besiegen ihre Mütter im Duell

„Wir haben uns auf das Teichfest diesmal besonders gefreut“, erzählte Vereinsmitglied Diana Hempel. Ihr Sohn Dominic feierte am Samstag seinen zwölften Geburtstag und hatte sich mit seinen Kumpels zum ersten Mal fürs Tauziehen angemeldet. „Ich bin gespannt, wie das ausgeht“, so die 37-jährige Mama schmunzelnd. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte, die starken Jungs würden ihre Mütter beim Duell auf dem Wasser besiegen.

Der Sieg für die Rochlitzer Pfundskerle (rechts) ist nah, das Milchhaus-Team hängt mit letzter Kraft am Seil.  Quelle: Ulrike Witt

Kurz nach 16 Uhr war es soweit: Vier Erwachsenen- und zwei Kinderteams standen mit je vier Teilnehmern am Löschwasserteich fürs große Duell bereit. Den ersten Durchgang bestritten die Rochlitzer Pfundskerle gegen das Milchhaus nach dem Motto „wo wilde Kräfte sinnlos walten“. Die Rochlitzer rissen den Pflock fürs Seil raus. Wenige Minuten später, das Seil wurde kurzerhand an einem Baum und am Tor des Feuerwehrgerätehauses befestigt, ging es weiter. Trotz Unterstützung ihres Heimfanblocks landeten die Milchhäuser mit Schmackes und johlend beklatscht im stinkenden Wasser. Auch beim Seitentausch konnte der Jugendclub nichts mehr reißen.

Rochlitzer Pfundskerle sichern sich den zweiten Platz

Der zweite Durchgang war ein Feuerwehr-internes Ding: Aktive gegen alte Herren, mit dem bekannten siegreichen Ausgang. Am Ende sicherten sich die Rochlitzer Pfundskerle den zweiten Platz, das Damenteam den dritten. Ein Kuriosum: Die Rochlitzer outeten sich am Abend als gebürtige Königsfelder. Disqualifiziert wurden sie natürlich beim Gaudi-Wettbewerb nicht. Gefeiert wurde gemeinsam bis weit in die Nacht: „Vor zwei Uhr gehen bei uns die Lichter nicht aus“, hatte David Jahn schon am frühen Nachmittag angekündigt. Die Band „Texas Music Massacre“ spielte am Abend live, DJ Andreas Jahn legte „Non Stop“ was zum Tanzen auf.

Sieg für die Rochlitzer Pfundskerle (rechts), das Milchhaus-Team geht baden.  Quelle: Ulrike Witt

Organisator David Jahn hatte bei allem Spaß aber noch einen Wunsch: „Wir würden uns freuen, wenn künftig mehr Etzoldshainer anpacken, damit auch die Helfer was vom Fest haben.“ Die Chancen stehen gut. Immerhin sind dank des 2018 integrierten Fördervereins Jugendclub Milchhaus ungewöhnlich viele junge Leute im Heimatverein präsent.

Von Ulrike Witt

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