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Borna Auligker Agrarbetrieb erweitert Biogasanlage in Kleinprießligk
Region Borna Auligker Agrarbetrieb erweitert Biogasanlage in Kleinprießligk
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18:53 20.01.2017
Die Kleinprießligker Biogasanlage der Agrar GmbH Auligk & Co. KG soll um zwei Behälter erweitert werden. Quelle: Mathias Bierende
Groitzsch/Kleinpriessligk

Die Agrar GmbH Auligk & Co. KG plant eine Erweiterung ihrer Biogasanlage im Ortsteil Kleinprießligk. Es sollen zwei weitere große Behälter errichtet werden, in denen das Gemisch aus Gülle, Silage und Futterresten zur Gasbildung gelagert wird. Kosten wird das Projekt zwischen 600 000 und 800 000 Euro, Bauzeit ist etwa 2018/­2019. Angestoßen hatte das Unternehmen das erforderliche Genehmigungsverfahren vor rund zwei Jahren. Der Groitzscher Stadtrat befasste sich am Donnerstagabend erneut mit dem Thema und billigte den Entwurf des Bebauungsplans für ein Sondergebiet „Erneuerbare Energien“. Die Unterlagen werden nun den sogenannten Trägern öffentlicher Belange, darunter Behörden, für Stellungnahmen zugesandt, auch die Öffentlichkeit soll Einblick nehmen können.

Eine Befürchtung nahm Bernd Barfuß den Abgeordneten gleich. „Die Behälter erhalten gasdichte Tragluftdächer, da dringt kein Gestank nach außen.“ Der Geschäftsführer des Landwirtschaftsbetriebes hatte mit einem Kollegen Rederecht in der Sitzung erhalten. Die aktuelle Anlage war im Frühjahr 2008 in Betrieb gegangen, erinnerte er. Inzwischen seien gesetzliche Regelungen geändert worden, was die Leistung solcher Anlagen im Außenbereich, aber auch die Lagerung von Gülle betreffe. Dem ersten Problem soll mit dem Bebauungsplan abgeholfen werden. Das zweite werde mit den neuen Behältern gelöst, die ein Fassungsvermögen von je rund 3400 Kubikmetern haben. Wobei sich an der anfallenden Menge des Gemischs nichts ändere. Drei Viertel davon sind die Rindergülle von 1000 Kühen, dazu etwas Schweinegülle und circa 30 Tonnen Silage, erklärte Barfuß. „Es geht nicht darum, dass wir einfach mehr Strom produzieren wollen.“

Stadtrat Lothar Gläser (SPD) meldete Bedenken zur Höhe von nun zwölf Metern an, nachdem der Denkmalschutz die ursprünglich sogar 14 Meter moniert hatte. „Das nimmt sich nicht viel, die bestehenden Behälter sind elf Meter hoch“, entgegnete Gottfried Fleischer, leitender Angestellter der Agrar GmbH. „Der reine Stahlbetonkörper kleiner. Erst die Haube bringt die Höhe.“ Er hatte schon eine Woche zuvor Gläsers Anfrage nach dem Notfall auslaufender Gülle in der Sitzung des Technischen Ausschusses beantwortet. Die Behälter seien monolithisch und bersten nicht. Dennoch werden Wälle aufgeschüttet, die die Gülle auf dem Betriebsgelände halten.

Fleischer sagte zudem, dass die Anlage derzeit rund sieben Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr produziert. Ein normaler Haushalt verbrauche gut 3000 Kilowattstunden. Zusätzlich entstehen 1,5 Millionen Kilowattstunden Wärme, die vorwiegend für die Beheizung der Ställe genutzt wird. Wenn Gülle und Co. künftig 90 bis 100 Tage statt bisher 60 bis 70 Tage in den Behältern bleiben, werde das, was auf dem Feld landet, zu circa 90 Prozent ausgegast sein – und diese Geruchsbelästigung werde kleiner.

Schließlich wurde Gläsers Frage nach Einwänden des Auligker Ortschaftsrats verneint. Seine Vertreter hatten in der Ausschusssitzung nichts gesagt und sich danach nicht im Rathaus gemeldet, erklärte Bauamtsleiter Dirk Schmidt. Er hofft auf wenig Beanstandungen bei der öffentlichen Beteiligung, da im Vorfeld bereits 44 Institutionen zum Vorentwurf gehört und die 28 Rückmeldungen eingearbeitet worden waren.

Von Olaf Krenz

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