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Borna Auto steht seit Wochen herrenlos in A72-Baustelle bei Rötha
Region Borna Auto steht seit Wochen herrenlos in A72-Baustelle bei Rötha
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15:24 01.03.2019
Noch stört dieses Auto nicht den Ablauf auf der Autobahnbaustelle bei Rötha. Und es ist auch noch nicht klar, wer sich darum kümmern wird, dass es verschwindet. Quelle: Julia Tonne
Rötha

Ein weinroter Renault steht seit mehreren Wochen in einem gesperrten Teil der Bundesstraße 95 bei Rötha. Er hat keine Kennzeichen und mittlerweile eine eingeschlagene Scheibe. Irgendwann wird der Wagen dort stören, denn er befindet sich mitten in der Baustelle für die Autobahn.

Und genau dieser Platz, auf dem irgendwer das Auto aus welchem Grund auch immer abgestellt hat, scheint ein Problem zu sein. Normalerweise gibt es geregelte Abläufe für solche Fälle. Entweder wird ein Halter ermittelt, oder das Landratsamt, das für wild entsorgten Abfall zuständig ist, lässt das Wrack nach Ablauf aller vorgesehenen Fristen entsorgen.

Landesamtes für Straßenbau und Verkehr fühlt sich nicht zuständig

In diesem Fall aber dreht sich die Zuständigkeitsspirale scheinbar erst einmal im Kreis. Und das seit mindestens fünf Wochen. Denn die Bauüberwachung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), hat das Auto schon am 21. Januar im Baustellenbereich entdeckt. „Wir haben die Polizei informiert und gebeten, den Halter zu ermitteln“, teilte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert der LVZ auf Anfrage mit.

Die Polizei hat sich den Wagen angesehen. Ein Halter konnte offenbar noch nicht ermittelt werden, immerhin steht aber fest, dass das Fahrzeug nicht auf der Fahndungsliste steht, sagt Frank Winkler vom Polizeirevier Borna. Weil das Auto in einer Baustelle steht und keine öffentliche Gefährdung darstellt, sei damit die Polizei vorläufig raus aus dem Fall, heißt es von dort. Zuständig sei die Kommune, in diesem Fall die Stadt Rötha, weil das Auto auf ihrer Gemarkung steht.

Ordnungsamt mit Straßenmeisterei im Gespräch

Im Röthaer Rathaus ist man sich im Moment aber auch noch nicht sicher, ob man handeln muss. Das heißt, ob das Auto einen Aufkleber des Ordnungsamtes bekommt, mit dem der Halter unter Androhung eines Ordnungsgeldes aufgefordert wird, den Wagen zu entfernen. Das Ordnungsamt, sagt Bürgermeister Stefan Eichhorn (parteilos), sei diesbezüglich mit der zuständigen Straßenmeisterei im Gespräch.

Die hat ihren Sitz in Zwenkau. Straßenmeister Hartmut Seidel bestätigt die Zweifel der Stadt ob deren Zuständigkeit und sieht auch seine Behörde, die zum Landratsamt gehört, nicht in der Pflicht. Wenn es am Straßenrand einer Bundesstraße stehen würde, müsste er sich kümmern.

Renault stört Bauabläufe noch nicht an der A72

Aber: „Wir haben die Straße abgegeben für den Bau der Autobahn“, sagt Seidel. Deswegen sei das seiner Meinung nach Sache des Bauherren, also des Lasuv. Das Auto, stellt er fest, „ist ein Problem, und das versucht man gern von einem zum anderen zu schieben.“

Die Straßenbaubehörde hatte zunächst die Polizei eingeschalten. Was nun genau geschehen soll, dafür gibt es auch dort offenbar noch keine genaue Vorstellung. „Zwar stört das Fahrzeug aktuell noch nicht unsere Bauabläufe“, sagt Isabel Siebert, „allerdings wird es zu beräumen sein.“ Wann, von wem und wie? Man darf gespannt sein. Immerhin, die Autofahrer auf der B 95 stört der Renault nicht.

Von André Neumann

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