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Borna Bahn baut noch bis Jahresende zwischen Neukieritzsch und Regis-Breitingen
Region Borna Bahn baut noch bis Jahresende zwischen Neukieritzsch und Regis-Breitingen
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16:52 23.02.2018
Im Bereich des Haltepunkts Deutzen wird hier noch am Unterbau für das neue Gleis zwischen Neukieritzsch und Deutzen gearbeitet. Im Februar soll der Schotter eingebaut werden. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Deutzen/Regis-Brei­tingen

Auf der Bahnstrecke zwischen Neukieritzsch und Deutzen läuft der Zugverkehr derzeit nur eingleisig. Hier baut die DB Netz AG an einen Teilstück der Sachsen-Franken-Magistrale. Die Bahnverbindung zwischen Leipzig beziehungsweise Dresden in Sachsen über Hof nach Nürnberg wird für Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometer je Stunde tauglich gemacht.

Ein Schienenstrang komplett gesperrt

Der Bauabschnitt reicht eigentlich von Neukieritzsch bis Regis-Breitingen. Doch zwischen Deutzen und Regis-Breitingen ist das in dieser Richtung gesehen linke Gleis schon 2006 erneuert worden. Deswegen wird vorerst nur zwischen Neukieritzsch und Deutzen gebaut und die Züge fahren auf diesen 2,6 Kilometern nur rechts. Der linke Schienenstrang wurde zu Beginn der Arbeiten komplett abgenommen. Bisher wird noch am Unterbau gearbeitet. Bevor das insgesamt rund 75 Zentimeter hohe Gleisbett aufgebaut wird, bekommt die Trasse eine Entwässerung, und es werden Signal- und Steuerkabel in einen Kanal verlegt, der extra dafür angelegt wird. Gleichzeitig wurde und wird der Haltepunkt in Deutzen umgebaut. Auf beiden Seiten der Bahntrasse wartet der Schutt der alten Fußgängerüberführung, des Stellwerkshäuschens, welches im Bahndeutsch Blockstelle heißt, und der Wartehalle noch auf den Abtransport. Der neue Haltepunkt bekommt die moderne und zugleich spärliche Ausstattung, die Bahnreisende von anderen kleineren Stationen schon kennen. Mit Informationstafel, Wetterschutzhäuschen und ein paar Sitzen.

Dieses Bahngleis ist in Richtung Deutzen für den Bau gesperrt. Derzeit läuft der Zugverkehr nur eingleisig. Quelle: André Neumann

Als Ersatz für das im Oktober abgerissene Stellwerk hat vorläufig eine autonome Blockstelle die Arbeit des bisherigen Personals übernommen. Sie überwacht für die nächsten rund zehn Jahre die Signaltechnik zwischen Neukieritzsch und Regis-Breitingen. Im Februar soll der jetzt im Bau befindliche Gleisabschnitt geschottert werden. Mehr als 9000 Tonnen Schotter werden dann eingebaut und der neue Schienenstrang mit ungefähr 4300 Schwellen darauf verlegt.

Anfang Mai wechselt die Sperrung

Ziemlich genau ein Jahr nach Baubeginn auf dem Abschnitt soll der Zugverkehr dann Anfang Mai auf das neue Gleis umgeschwenkt werden, sagt Matthias Sieber, der bei der DB Netz für das Projekt verantwortlich ist. Danach soll vom 6. Mai bis zum 3. Dezember das andere Gleis erneuert werden, dann auf der gesamten Strecke von Neukieritzsch bis Regis-Breitingen, zusammen knapp sechs Kilometer. Bestandteil dieses Bauabschnitts wird dann auch der Neubau der Bahnbrücke über die Forststraße in Breitingen sein. Die wird zunächst neben der Bahnstrecke errichtet und dann innerhalb weniger Tage anstelle der zuvor abgebrochenen Überführung eingeschoben.

Mit der Gleiserneuerung ist das Neubauprojekt zwischen Neukieritzsch und Regis-Breitingen allerdings noch nicht abgeschlossen, auch wenn die Züge ab Dezember 2018 hier wieder zweigleisig fahren sollen und dann die nächtlichen Sperrungen wegfallen. Auf den neuesten Stand der Eisenbahntechnik kommt der Abschnitt erst mit dem Bau zweier Elektronischer Stellwerke in Neukieritzsch und in Regis-Breitingen, jeweils verbunden mit dem Neubau der Bahnhöfe. In Neukieritzsch ist das von 2020 bis 2023, in Regis-Breitingen von 2024 bis 2026 vorgesehen.

Rad-Abkürzung wird nicht wieder angelegt

Im Zusammenhang mit der Baustelle der Bahn sorgen sich einige Deutzener und Neukieritzscher um ein Stück Radweg, welches bisher den Weg zwischen Deutzen und Neukieritzsch abkürzte. Radfahrer mussten vor Beginn der Bahnbaustelle nicht den spitzwinkligen Abzweig am Pappelweg nehmen, sondern es gab eine Querverbindung, die direkt vom straßenbegleitenden Radweg zum Breunsdorfer Bahnübergang über die Bahnlinie nach Altenburg führte. Die war mit blauen Radwegezeichen beschildert und hatte zu den Bahngleisen hin sogar ein Schutzgeländer. Schilder und Geländer wurden zu Beginn der Bauarbeiten demontiert, der ehemalige Weg ist jetzt Teil einer Lagerfläche für Baumaterial. Und er wird wohl auch nicht wieder angelegt. Weder die Gemeindeverwaltung noch die Bahn sehen sich dazu veranlasst. Denn offiziell, so übereinstimmend Bahn und Gemeinde, habe es den Weg im Straßen- und Wegeverzeichnis von Neukieritzsch gar nicht gegeben. Deswegen trage jetzt auch niemand die Verantwortung dafür, ihn wieder herzustellen. Der Umweg für Radfahrer hält sich in Grenzen, sie müssen nur 100 Meter mehr Strecke zurücklegen.

Von André Neumann

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