Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Bau der Landbäckerei Elstertrebnitz startet 2020
Region Borna Bau der Landbäckerei Elstertrebnitz startet 2020
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 30.11.2019
An diesem Grenzstein in Elstertrebnitz soll später mal die Einfahrt zur Landbäckerei vorbeiführen. Quelle: Kathrin Haase
Elstertrebnitz

An seinen Plänen hat sich nichts geändert, auch wenn die Mühlen langsam mahlen: Der Elstertrebnitzer Lars Arndt möchte auf dem Gelände des ehemaligen Braugutes Oderwitz eine Landbäckerei mit Produktionshalle, Restaurant, Büros und Lagerräumen errichten. Sein Ziel ist es, in drei bis vier Jahren die ersten Kuchen, Torten und Brötchen made in Elstertrebnitz über den Ladentisch zu verkaufen.

Landbäckerei an der Bundesstraße 2

Das Gelände der künftigen Landbäckerei erstreckt sich auf über 10.000 Quadratmeterund liegt unmittelbar an der Bundesstraße 2. Bauherr Arndt wohnt gleich nebenan und hat in den vergangenen Jahren viel Kraft, Zeit und Geld in das ehrgeizige Projekt investiert.

Lars Arndt will an der B 2 in Elstertrebnitz eine Landbäckerei aufbauen - im Hintergrund ist das künftige Bäckereigebäude zu sehen. Quelle: Jens Paul Taubert

In Eigenleistung entfernte der Werkzeugmacher mit den goldenen Händen mehrere einsturzgefährdete Gebäude, errichtete die Bodenplatte für ein Nebengelass und deckte das Dach eines denkmalgeschützten Lagergebäudes neu. Hier sollen einmal die Backstube und der Verkaufsraum mit einem kleinen Café für bis zu 20 Personen einziehen, das Herzstück des Gewerbeparks und finanziell auch der größte Posten.

Verzicht auf Fördermittel

Doch der 38-Jährige legt keine übertriebene Eile an den Tag. Er verzichtet komplett auf Fördermittel und ist daher auch nicht an Fristen gebunden ist. Das Projekt stemmt er finanziell komplett aus eigenen Kräften. „Ich werde klein anfangen, und wenn es funktioniert, geht es Schritt für Schritt weiter.“

Zuletzt erwarb der Elstertrebnitzer von der Gemeinde ein 600 Quadratmeter großes Grundstück als ökologische Ausgleichsfläche. „Es ist nicht von außen begehbar und bleibt komplett naturbelassen“, beteuert Arndt. Naturbelassen heißt: Bäume und Sträucher dürfen sich frei entfalten und gewähren Unterschlupf für Igel, Eichhörnchen, Fledermäuse und andere Kleintiere sowie Insekten und Vögel. „Die Ausgleichsfläche ist ein Vielfaches mehr wert als die Umnutzung des alten Feldes für den Parkplatz“, sagt der Investor.

Straßen im Dorf werden nicht zugeparkt

Unmittelbar an der Bundesstraße sind ein Parkplatz für 40 Autos, zwei Laster sowie zwei Behindertenparkplätze vorgesehen. „Wir liegen genau zwischen Gera und Leipzig: Hier fahren täglich Tausende Pendler hin und her. Das bietet sich geradezu an“, findet der Elstertrebnitzer und schließt Verkehrs- und Lärmbelästigungen für die Anwohner aus. „Die Einfahrt für Lieferanten, Mitarbeiter und Kunden erfolgt ausschließlich über die B 2, die Straßen im Dorf werden nicht zugeparkt.“

Im kommenden Jahr startet der Investor mit dem Rohbau des Bäckerei-Nebengebäudes. Das erstreckt sich auf acht mal 20 Metern und wird als Lager- beziehungsweise Abstellfläche genutzt. „Möglicherweise kommt dort ein zusätzlicher Backofen rein“, stellt der 38-Jährige in Aussicht. „Je nach Bedarf.“

Drei Gewölbekeller auf dem Gelände

Darüber hinaus befinden sich noch drei Gewölbekeller von 80, 100 und 400 Quadratmeter auf dem Gelände, in denen früher Lebensmittel und Fässer eingelagert wurden. Den größten Keller will Lars Arndt als rustikales Restaurant für 20 bis 30 Personen ausbauen, denkbar sei auch eine kleine Showbrauerei, um den Kreis zum ehemaligen Braugut zu schließen. Der zweite, schmalere Keller könne eine Spielattraktion für Kinder werden. „Mir liegt sehr viel daran, dass die Keller erhalten bleiben.“

Probleme mit schnellem Internet

Bei allem Optimismus und Tatendrang hat der Investor hin und wieder mit nicht hausgemachten Problemen zu kämpfen. „Stichwort Highspeed-Internet“, sagt er und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. „In diesem Zipfel von Elstertrebnitz hat man uns offenbar vergessen.“

Erst vor wenigen Wochen hatte ein Telekom-Vertreter mit blumigen Worten vom Hochgeschwindigkeits-Surfen gesprochen und entsprechende Tarife vorgestellt. „Ich wollte das größte Paket nehmen, immer her damit“, erinnert sich Arndt an das Gespräch und freute sich auf neue Internetzeiten. „Downloaden oder Daten verschicken wie etwa Zeichnungen von der Bauplanerin haben bisher keinen Spaß gemacht.“

Geduld am Bildschirm

Die Telekom kündigte sein altes ISDN-Telefon – und danach passierte nichts mehr. Irgendwann erreichte den Telekomkunden die Nachricht, dass das Highspeed-Internet hier nicht möglich sei. „Es ärgert mich ungemein“, sagt der Gelackmeierte und muss sich nun weiter am Bildschirm in Geduld üben. „Es ist für mich unverständlich, weil sie erst ihre Leute vorbeischicken, die einem das schnelle Internet anbieten, und dann geht es plötzlich nicht. Und eine richtige Auskunft bekommt man schon gar nicht.“

Von Kathrin Haase

Die Stadt Pegau lässt die Friedhofsmauer sanieren, die an die Kindertagesstätte grenzt. Das Projekt ist ein nachgeschobener Teil der Neugestaltung des Gartens der Einrichtung.

30.11.2019

Mehr als 1000 Kohlegegner haben den Tagebau Vereinigtes Schleenhain bei Neukieritzsch besetzt. Die Polizei will jetzt die Personalien aller Teilnehmer aufnehmen.

30.11.2019

Die Spendenbereitschaft der LVZ-Leser ist in diesem Jahr wieder groß. Mit jedem Tag wächst die Summe, mit der die Robinienhofschule für Kinder mit einer geistigen Behinderung den Snoezelraum renovieren möchte. Warum der für die Entspannungsphasen so wichtig ist, wird bei einem Besuch deutlich.

29.11.2019