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Borna Bauhof Kitzscher bekommt Elektrokipper
Region Borna Bauhof Kitzscher bekommt Elektrokipper
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15:03 11.06.2019
Der Streetscooter der Post ist die Basis für das E-Kommunalfahrzeug, welches die Stadt Kitzscher anschaffen will. Auch Neukieritzsch bestellt ein E-Auto. Quelle: Jens Schlüter
Kitzscher/Neukieritzsch

Die Stadt Kitzscher will mit ihrem städtischen Fuhrpark wieder in die Elektromobilität einsteigen. Allerdings nur, weil dafür zurzeit großzügig Fördermittel gewährt werden. Auch Neukieritzsch bestellt zu diesen günstigen Bedingungen ein Nutzfahrzeug mit elektrischem Antrieb.

In Kitzscher soll das leise E-Nutzfahrzeug einen VW-Dieseltransporter ersetzen, der 21 Jahre alt ist und bei dem Getriebe und Kupplung defekt sind. Das neue Fahrzeug, so sagt Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) sei das bekannte elektrische Zustellfahrzeug der Post, nur „kommunalfähig umgebaut und nicht gelb“.

Sächsische Förderquote hat den Ausschlag gegeben

Für Kitzscher heißt das, dass der Streetscooter, den die Post seit einigen Jahren einsetzt, eine Ladefläche mit dreiseitiger Kippfunktion haben soll. Den günstigsten Preis bei einer Ausschreibung hat mit knapp 57.000 Euro ein Autohändler aus Chemnitz angeboten. Bei der erwarteten 80-Prozent-Förderung muss die Stadt knapp 11.500 Euro zahlen. Für den Originalpreis, das machte der Bürgermeister klar, als die Anschaffung im Stadtrat zur Abstimmung stand, „hätten wir das nie gekauft“. So aber „können wir Vorreiter sein“, fügte Schramm hinzu.

Der mit seiner Stadt gern Trends setzt oder bei neuen Entwicklungen vorn dabei ist. Im Jahre 2012 hatte die Stadtverwaltung erstmals einen elektrisch betriebenen Dienst-Pkw beschafft. Fünf Jahre später stieß die Stadt den Wagen wieder ab und kaufte wieder einen Benziner. Schramm zeigte sich damals enttäuscht von der langsamen Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland.

Neukieritzsch schafft sich ebenfalls E-Fahrzeug an

Nun also der nächste Versuch. Mit der Vorreiterrolle klappt es allerdings nicht ganz. Wenige Tage nach dem Stadtrat von Kitzscher hat auch der Gemeinderat von Neukieritzsch beschlossen, für den Bauhof ein Elektrofahrzeug anzuschaffen. Das wäre für die Gemeinde das erste, abgesehen von einem elektrischen BMW i3, den die Verwaltung im Frühjahr 2015 für zwei Wochen zu Testzwecken fahren durfte.

Das E-Nutzfahrzeug will Neukieritzsch noch in diesem Jahr kaufen. Mit einem Gesamtpreis von knapp 30000 Euro soll es deutlich billiger sein, als das von Kitzscher. Auch die Gemeinde rechnet mit 80 Prozent Fördermitteln. Zusätzlich bestellt Neukieritzsch eine Wallbox, eine Ladestation für das Fahrzeug.

Kitzscher nutzt Steckdose im Bauhof zum Laden

In Kitzscher plant man vorläufig, das E-Auto ohne eine solche zusätzliche Anschaffung über Nacht an einer normalen Steckdose im Bauhof zu laden. Für den Notfall gibt es auf dem Parkplatz am Rathaus immer noch eine Ladesäule, an der der Strom – vorläufig – noch immer kostenlos bezogen werden kann.

Von André Neumann

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