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Borna Bebauungsplan für Röthaer Schlossgelände steht
Region Borna Bebauungsplan für Röthaer Schlossgelände steht
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12:08 24.08.2018
Der Bebauungsplan für das Schlossgelände am Johann-Sebastian-Bach-Platz in Rötha ist im Stadtrat abschließend behandelt worden. Jetzt sind die Investoren am Zug. Quelle: André Neumann
Rötha

Das Areal des ehemaligen Schlosses Rötha kann städtebaulich erschlossen werden. Der Stadtrat von Rötha hat sich auf seiner jüngsten Sitzung abschließend mit Einwänden und Hinweisen zum Bebauungsplan für das Gelände befasst. Zum endgültigen Abschluss des Bebauungsplanverfahrens muss der jetzt noch als Satzung beschlossen werden, was aber eher eine Formalie sein dürfte. Der Röthaer Architekt Uwe Herrmann, einer der beiden Investoren, die auf dem Schlossgrundstück ein Wohngebäude bauen wollen, zeigte sich nach der Sitzung zufrieden. Jetzt könne man sich an die Bauplanung machen.

Stadt will Schlossallee als Zufahrt zum Park

Das Verfahren um den Bebauungsplan läuft seit rund anderthalb Jahren. Auslöser waren die Pläne der Projektentwicklungsgesellschaft Schlossareal Rötha, die an der Stelle des früheren Schlosses ein Gebäude errichten will, welches die Größe des Vorgängerbauwerkes aufnimmt. Weil das baurechtlich problematisch war, entschied die Stadt sich für den Weg der Bebauungsplanung. Uwe Herrmann hat in dem Zusammenhang immer wieder betont, dass es dabei nicht nur um das eine Gebäude geht, sondern um die städtebauliche Ordnung des gesamten Gebietes.

Weswegen zuerst die jetzige Zufahrt in das Gelände als Schlossallee neu gebaut werden soll. Der Technische Ausschuss hat sich über die Planung dieser Straße verständigt, die Stadt will jetzt Fördermittel aus dem Leader-Programm beantragen. Den verbleibenden Teil der Kosten soll die Projektentwicklungsgesellschaft selbst tragen. Vorgesehen ist eine Straße mit einem Kreisverkehr am Ende, die laut Herrmann die „dauerhafte Erschließung des gesamten Areals“ garantiere.

Mehrere Einwände und Stellungnahmen eingegangen

Im abschließenden Beteiligungsverfahren haben sich knapp zwanzig Behörden, Verbände und Firmen mit teils mehreren Stellungnahmen geäußert. Außerdem machten zwei von den Planungen betroffene Nachbarn mehrere Einwände geltend, darunter die Betreiber der Gaststätte „Am Schlosspark“. Mehrere Stellungnahmen wurden anonym eingereicht. Die, sagte Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos), könnten zwar nicht beantwortet werden, man habe sich aber dennoch damit beschäftigt. Ebenso mit den Hinweisen zweier Böhlener, die am Verfahren nicht beteiligt sind.

Schwerwiegende Hindernisse für den Bebauungsplan ergaben sich nicht mehr. In den meisten Fällen konnte die Stadt den Hinweisen folgen beziehungsweise sie zur Kenntnis nehmen. Wie beispielsweise den der Denkmalbehörde des Landratsamtes, dass alle Maßnahmen in dem Gebiet denkmalschutzrechtlich genehmigt werden müssen.

Stadt sieht mit der Bebauung eine Chance für Rötha

Eher grundsätzlicher Natur waren die Einwände der Röthaer und der sich anonym äußernden Bürger. Die reichen von der Feststellung, es gebe aus der Planung heraus keine ökologische Aufwertung des Gebietes, über die Frage nach der künftigen Erreichbarkeit von Schlosspark und Schlossparkwiese für die Öffentlichkeit bis zu der, wer sich die teuren Wohnungen in dem künftigen Gebäude werde leisten können. Die Stadt hat sich zu allen Fragen und Stellungnahmen geäußert, sieht darin aber keine Argumente gegen den beabsichtigten Bebauungsplan. In der Entgegnung auf eine grundsätzliche Ablehnung der Planung heißt es unter anderem: „Mit der Bauleitplanung sind für das Areal und das nähere Röthaer Zentrum viele Chancen verbunden.“

Nachdem die Stadt mit der Bauleitplanung für das Areal jetzt weiter ist als je zuvor seit 1990, sind jetzt die Investoren am Zug. Auf eine Zeitschiene für Bebauung des Geländes wollte sich Uwe Herrmann kurz nach der Stadtratssitzung nicht festlegen.

Von André Neumann

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