Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Betriebsstörung: Hochfackel brennt bei Dow in Böhlen
Region Borna Betriebsstörung: Hochfackel brennt bei Dow in Böhlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:44 01.03.2019
Seit Donnerstagabend brennt wieder die Hochfackel im Chemieunternehmen Dow bei Böhlen. Grund ist eine technische Störung. Quelle: julia tonne
Böhlen

Im Chemiewerk der Dow bei Böhlen brennt seit Donnerstag wieder einmal die Hochfackel. Die genaue Ursache für die Störung sei noch nicht ermittelt, sagte Unternehmenssprecherin Sandra Brückner am Freitagvormittag der LVZ.

Seit Donnerstagabend brennt wieder die Hochfackel im Chemieunternehmen Dow bei Böhlen. Grund ist eine technische Störung.

Die Hochfackel geht immer dann in Betrieb, wenn überschüssige Produktionsgase verbrannt werden müssen. Das tritt bei planmäßigen An- und Abfahrprozessen von Anlagen auf wie beispielsweise am Beginn und am Ende von Wartungen oder Reparaturen. Ein anderer Fall sind Betriebsstörungen.

Riesige Rauchwolke über Dow-Werk bei Böhlen

Am Donnerstag war zunächst eine riesige Rauchwolke zu sehen, die der Wind in südöstliche Richtung trieb, später leuchtete die hohe Flamme.

Aus dem Unternehmen hieß es dazu: „Aufgrund eines technischen Problems wurden einige Produktionsanlagen im DOW-Werk Böhlen automatisch heruntergefahren. Damit verbunden kam es zu einer erhöhten und weithin sichtbaren Fackelbelastung.“

Laut Sandra Brückner hätten die Sicherheitssysteme wie vorgesehen funktioniert, überschüssiges Gas werde über die Hochfackel verbrannt. Die zuständigen Behörden seien informiert worden. „Durch die Fackel besteht keine Gefahr für Anwohner, Mitarbeiter oder Umwelt“, teilt die Sprecherin mit.

Chemieunternehmen versucht Ursache für die Störung zu beheben

Das Unternehmen arbeite derzeit an der Analyse der Ursachen für die Störung und an deren Beseitigung. „Sobald die Ursache beseitig ist“, sagt Sandra Brückner, „werden die Produktionsanlagen wieder schrittweise in Betrieb genommen.“ Die Anwohner werden um Verständnis für den Fackelbetrieb gebeten.

Die Hochfackel bei Dow in Böhlen brennt öfter mal. Hier zeigt ein Archivbild die Flamme. Quelle: Andreas Döring

Die Hochfackel und eine Bodenfackel dienen im Böhlener DOW-Werk der gefahrlosen Verbrennung von Abgasen, die im normalen Produktionsprozess oder beim An- und Abfahren von Anlagen für Wartungsarbeiten anfallen, und als Sicherheitssysteme zur schnellen Entspannung der Anlagen bei Betriebsstörungen. Über die 32 Meter hohe Bodenfackel werden bei normalem Produktionsbetrieb in geringen Mengen überschüssige Kohlenwasserstoffgase rußfrei und emissionsarm verbrannt.

Hochfackel dient als Sicherheitseinrichtung

Die Hochfackel dagegen dient vordergründig als Sicherheitseinrichtung und wird dann aktiv, wenn aus Sicherheitsgründen schnell große Gasmengen abgeleitet werden müssen, beispielsweise bei planmäßigen An- und Abfahrprozessen oder Betriebsstörungen. Dieser Abfackelprozess ist oft mit großer Flammen- und Rußbildung verbunden und zieht unweigerlich Blicke auf sich.

Die Hochfackel ist am Standort Böhlen mit 146 Metern der höchste Anlagenteil und bei Fackelbetrieb im Umland weit zu sehen. Trotz Zugabe von Dampf sei nach Unternehmensangaben eine rußfreie Verbrennung insbesondere bei Betriebsstörungen nur eingeschränkt möglich.

Wegen der Höhe der Fackel und der Verteilung der Rußpartikel in der Luft bestehe für die Menschen in den angrenzenden Ortslagen keine Gefahr dar, betont das Unternehmen.

Zuletzt war die Hochfackel im Januar und im März vorigen Jahres in Betrieb.

Von André Neumann

Die Lesung des Böhlener Haushalts wurde zu einer langen Debatte im Stadtrat. Kritik kam von der SPD an den Kosten für das Kulturhaus. Der Punkt verschwand allerdings im nicht-öffentlichen Teil.

01.03.2019

Man habe verschiedene Lösungswege besprochen. Das sagt der Lobstädter Ortsvorsteher nach einer Beratung mit zwei Landtagsabgeordneten zum illegalen Abfalllager in Lobstädt.

01.03.2019

Am 1. März ist der internationale Tag des Kompliments. Wir haben uns bei den Menschen im Landkreis Leipzig umgehört, wem sie einfach mal Lob aussprechen wollen. Achtung: Lautsprecher an!

01.03.2019