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Borna Bockwitzer See könnte ab 2020 zur Besucherattraktion werden
Region Borna Bockwitzer See könnte ab 2020 zur Besucherattraktion werden
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20:00 04.12.2017
Der Parkplatz am Bockwitzer See würde durch einen Abenteuerspielplatz ergänzt werden, wenn der Erlebnispfad kommt. Quelle: André Neumann
Borna

Der Naturerlebnispfad am Bockwitzer See nimmt erste Formen an, zumindest auf dem Papier. Karin Kreher vom gleichnamigen Werbe- & Zeichenbüro aus Klingenberg stellte am Montag dem Zweckverband Kommunales Forum Südraum Leipzig die Machbarkeitsstudie des Vorhabens vor. Und diese geht davon aus, dass bei entsprechender Finanzierung und Fördermitteln bis 2020 ein solcher Pfad entstehen könne. Ziel des Ganzen: das Areal attraktiver gestalten und touristisch nutzen. Bereits vor fast einem Jahr hatten die beiden Kommunen Borna und Kitzscher das Projekt in das Kommunale Forum eingebracht, ein Zusammenschluss von elf Städten und Gemeinden des Landkreises Leipzig und der Stadt Leipzig.

Einen Naturlehrpfad um den gesamten See herum schließt Kreher in ihrer Studie aus. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist der Weg zu lang, um Kinder bei Laune zu halten, zum anderen führt er größtenteils durch Gebiete, die unter besonderen Schutz gestellt sind. „Von daher würden wir das Vorhaben auf den nördlichen Bereich des Sees beschränken“, so Kreher. Start und Ziel des rund 1,2 Kilometer langen Pfades solle der Parkplatz sein, Meilensteine könnten den Verlauf kennzeichnen. Insgesamt 15 Stationen stellt sich die Planerin vor, darunter eine Duftstation, ein Barfußpfad, Tafeln, die auf Flora, Fauna, Bergbau und Geologie hinweisen. Ausgangspunkt solle die Geschichte von Bockwitz werden. „Und das wird schwer, das Thema ist bislang noch nicht angefasst worden.“ Nicht weniger kompliziert sei die letzte Station, die sich mit „Bockwitz in 100 Jahren“ beschäftigen könnte.

Dreh- und Angelpunkt der neuen Attraktion solle ein Abenteuerspielplatz in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes werden. Zwei Varianten schlägt Kreher vor: einen Spielplatz mit Elementen aus der Bockwitzer Geschichte und die Vision, eine Art Hotel auf einem aufzuschüttenden Berg (für den Seeblick) samt Gastronomie und integriertem Spielplatz (auch unterirdisch) zu schaffen. Doch unabhängig davon, ob Standard oder de luxe: Notwendig seien in beiden Fällen ein Kiosk und Toiletten am Ausgangspunkt des Naturerlebnispfades. Doch während Variante 1 kostengünstiger sei, könne „die Vision“ überregional bekannt werden und Besucher von weit her anziehen.

Die Kosten, die auf Borna und Kitzscher zukommen könnten, sparte die Studie nicht aus. Kreher rechnet grob mit einer Summe von 340 000 Euro, um das Vorhaben umzusetzen. Allein der Spielplatz – der herkömmliche, nicht die Luxusvariante – schlage mit rund 117 000 Euro zu Buche, hinzu kämen Gelder unter anderem für die einzelnen Stationen und für die Werbung. Hoffnung machte die Planerin den beiden Kommunen, was die Finanzierung betrifft. „Wenn sich ein Verein aus Bornaern und Kitzscheranern gründet, kann dieser Leader-Fördermittel beantragen“, erklärte Kreher. Möglich seien zudem Förderungen aus dem Topf der Braunkohlesanierung. Von Interesse war noch die Zeitschiene des Unterfangens. Mit der Fertigstellung sei im Jahr 2020 zu rechnen, unter der Voraussetzung, dass in den kommenden Wochen die Feinplanungen beginnen würden.

Von Julia Tonne

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