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Borna Böhlen: Biotechnologie am Beruflichen Schulzentrum nach wie vor der Renner
Region Borna Böhlen: Biotechnologie am Beruflichen Schulzentrum nach wie vor der Renner
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07:00 02.02.2017
Der Bereich Biotechnologie am BSZ bekommt demnächst neue Geräte, mit denen Gen-Experimente möglich sind. Quelle: Jens Paul Taubert
Böhlen

DNA-Abgleiche für die Überführung von Tätern und Bakterien, die leuchten können: In absehbarer Zeit sind im Beruflichen Schulzentrum des Landeskreises Leipzig (BSZ) mehr Experimente möglich als bisher. Dafür sorgen zukünftig neue Geräte, die das Labor der Biotechnologie erweitern. Damit einher geht ein Antrag der Böhlener Einrichtung beim sächsischen Landwirtschaftsminister auf Einstufung in die Sicherheitsstufe 1. „Die brauchen wir, damit wir Genexperimente durchführen können“, sagt Fachleiterin Maren Deistler.

Nach wie vor ist das Interesse für Biotechnologie am Schulzentrum ungebrochen. Erstmals gibt es in diesem Schuljahr eine zweite Klasse in diesem gymnasialen Zweig, die Wirtschaftswissenschaften bleiben hingegen bei einer Klasse. Thomas Reck, stellvertretender Leiter des BSZ, begründet die stetig steigende Nachfrage damit, dass Biotechnologie „weit und breit“ lediglich hier in Böhlen angeboten werde. So verwundert es ihn nicht, dass die Schüler nicht nur aus dem Landkreis Leipzig kommen, sondern unter anderem auch aus Eilenburg und gar aus Sachsen-Anhalt.

Den Tag der offenen Tür am vergangenen Sonnabend nutzten erneut etliche Schüler, um sich speziell den Fachbereich Biotechnologie anzusehen. Deistler erklärt das mit der Vielzahl an beruflichen Perspektiven. Nach dem Gymnasialabschluss seien Studiengänge wie Pharmazie und Medizin möglich, andere Schulabgänger hätten in der Umwelttechnologie und in Forschungsinstituten ihren Platz gefunden. „Auch Lehrer können Sie anschließend werden“, sagte sie den Besuchern beim Tag der offenen Tür, „vorausgesetzt natürlich, wir waren nicht allzu abschreckend“, fügte sie hinzu.

Die Fachleiterin rechnet mit rund 100 Anmeldungen für das kommende Schuljahr für die beiden Richtungen Wirtschaftswissenschaften und Biotechnologie. Damit würde das Berufliche Schulzentrum eine ähnlich hohe Zahl an Anmeldungen verzeichnen wie im vergangenen Jahr. Demzufolge wären erneut zwei Klassen Biotechnologie machbar. Die Aufnahme der Schüler erfolgt nach Noten und einem Eignungstest. Bis 31. März können sich Zehntklässler oder auch junge Leute mit einem Berufsabschluss anmelden, kurze Zeit später werden die Bescheide verschickt.

Im Mai gehen Deistler und ihre Kollegin Evelyn Fellmann mit den ersten neuen Experimenten an den Start. Dann sollen DNA-Abgleiche vorgenommen werden, die in kriminaltechnischen Untersuchungen eine Rolle spielen. Tätersuche im BSZ sozusagen. Mit Beginn des neuen Schuljahres wollen die beiden Fachlehrer noch etwas anderes mit ihren Schülern ausprobieren: Leuchtgene einer Qualle auf Bakterien übertragen und diese dadurch zum Leuchten bringen. Doch eben für diese Genversuche sei laut Deistler die zu beantragende Sicherheitsstufe eins erforderlich.

Neue Geräte sind unter anderem ein DNA-Messgerät, eine abschließbare Gefrier- und Kühlkombination, Umlaufkühler für Bioreaktoren, in denen Organismen kultiviert werden können, sowie Präzisionswaagen. Der Landkreis Leipzig als Schulträger investiert rund 40 000 Euro in die Neuanschaffungen, „um einen lehrplangerechten Unterricht sowie die praxisorientierte Ausbildung zu garantieren“, wie Brigitte Laux sagt, die Sprecherin des Landrates.

Von Julia Tonne

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