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Borna Böhlen bekommt keine Riesenfiguren von Fischer-Art
Region Borna Böhlen bekommt keine Riesenfiguren von Fischer-Art
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16:19 26.04.2019
Die zwei 29 Meter großen Figuren auf der Deponie in Böhlen wären von der Autobahn zu sehen gewesen. Quelle: Designgroup
Böhlen

Es sollte nicht sein: Böhlen bekommt nicht die von Künstler Michael Fischer-Art geplanten Riesenfiguren. Sowohl Böhlens stellvertretender Bürgermeister Stefan Zschoch als auch Brigitte Laux, Sprecherin des Landratsamtes, erklärten, dass der Bauantrag abgelehnt worden sei. Für Fischer-Art und die an den Figuren beteiligte Designgroup ist die Ablehnung ein kleiner Rückschritt, allerdings hat der Künstler längst auf andere mögliche Grundstücke ein Auge geworfen.

Hauptgrund für die Ablehnung war, dass der Weg zum einstigen Deponiegelände auf Böhlener Gemarkung nicht sichergestellt worden war. Und eben hier sollten die zwei rund 29 Meter hohen Figuren aufgestellt werden.

Fischer-Art-Figuren werden nicht rechtzeitig aufgestellt

Schon Ende vergangenen Jahres hatte der Stadtrat – der sich die Figuren gewünscht hat – darauf gepocht, dass im Vorfeld des Bauantrags geklärt wird, wie alle an dem Projekt Beteiligten zum entsprechenden Grundstück gelangen können. „Das Areal gehört zwar der Stadt, man kommt aber nur über ein Grundstück der Landestalsperrenverwaltung (LTV) ran“, erklärte Bauamtsleiterin Katrin Aust damals.

Künstler Michael Fischer-Art hat schon neue Orte für seine Riesenfiguren im Kopf. Quelle: André Kempner

Laut Laux seien diese Probleme zwar alle lösbar gewesen, „allerdings nicht in dem Zeitraum, der eine Aufstellung der Figuren zum 30. Jahrestag der Friedlichen Revolution noch gewährleistet“. Das Landratsamt sah allerdings nicht ausschließlich die Schwierigkeiten bei den Wegen, sondern auch beim Gelände an sich. Denn bei diesem handelt es sich um eine ehemalige Deponie, die sich noch in der Nachsorge befindet.

Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt findet es schade, dass Figuren nicht kommen

„Der Untergrund ist nicht verdichtet, was zu erhöhten Anforderungen an die Standsicherheit der Figuren führt“, ergänzte Laux. Die Fläche sei zudem noch nicht aus dem Bergrecht entlassen, so dass das Oberbergamt dafür zuständig sei.

Sowohl Zschoch als auch Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) bedauerten die Entscheidung. „Ich finde es sehr schade, die Figuren hätten gut nach Böhlen gepasst“, sagte der Rathauschef während der Stadtratssitzung am Donnerstag. Allerdings sei der Ort problematisch gewesen.

Fischer-Art indes lässt sich nicht entmutigen. Er sagt, er habe bereits während des Verfahrens um den Bauantrag andere Grundstücke ins Visier genommen. „Wir sind im Gespräch mit den Eigentümern“, erklärte er. Mehrere Varianten seien denkbar, müssten aber in den kommenden Wochen detailliert geklärt werden. Um welche Grundstücke es sich handelt, wollte er noch nicht sagen. Von Zschoch kam in der Stadtratssitzung lediglich der Hinweis, dass unter anderem das Gewerbegebiet in Eula im Gespräch sei.

Kulturhaus Böhlen bekommt mehr Geld

Erst kurz vor Ende der Sitzung des Böhlener Stadtrates rückte Stefan Zschoch mit der Information zu den Riesenfiguren heraus. Bis dahin standen etliche Beschlüsse auf der Tagesordnung. Unter anderem gab das Gremium grünes Licht für eine Erhöhung des Zuschusses an die Kulturbetriebs GmbH in Höhe von 9000 Euro für dieses Jahr.

„Die Erhöhung der Personalkosten für die Kulturhausmitarbeiter ist notwendig, das hatten wir ausgiebig vorberaten“, erklärte Bürgermeister Dietmar Berndt den anwesenden Besuchern der Sitzung. Für Kulturhausleiterin Christiane Fuhrmann war der Beschluss Grund zur Freude: „Der Beschluss – noch dazu einstimmig – ist eine deutliche Anerkennung für unsere Arbeit.“

Einstimmig sprach sich der Stadtrat auch für den Beitritt zur Breitband GmbH des Landkreises aus. Mit einer Enthaltung gab das Gremium zudem grünes Licht für die Beteiligung der Stadt an der Orchester gGmbH.

Von Julia Tonne

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