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Borna Böhlen blickt auf Bau der neuen Sporthalle
Region Borna Böhlen blickt auf Bau der neuen Sporthalle
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08:07 07.01.2019
Dietmar Berndt (rechts) und Petra Kühn (2.v.l.) zeichnen die Ehrenamtspreisträger aus.
Dietmar Berndt (rechts) und Petra Kühn (2.v.l.) zeichnen die Ehrenamtspreisträger aus. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

 Böhlen steht ein spannendes Jahr 2019 bevor. Der weitere Bau der Autobahn 72, der Spatenstich für die neue Sporthalle, die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes: „Wir nehmen einiges in den kommenden Monaten in Angriff oder lassen in Angriff nehmen“, erklärte Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) beim Neujahrsempfang der Stadt.

Amtskollegen aus Borna, Rötha und Neukieritzsch zu Gast

Der große Saal des Kulturhauses war anlässlich des Empfangs und des damit einhergehenden Neujahrskonzertes des Leipziger Symphonieorchesters gut gefüllt. Unter den Gästen waren unter anderem die Amtskollegen der umliegenden Kommunen: Simone Luedtke aus Borna, Thomas Hellriegel aus Neukieritzsch und Stephan Eichhorn aus Rötha. Auch die zweite Beigeordnete des Landeskreises, Ines Lüpfert, und Bundestagsabgeordnete Katharina Landgraf waren vor Ort.

Stadt Böhlen zeichnet Ehrenamtliche aus

Böhlen hat seit Sonntag sieben weitere Ehrenamtspreisträger. Ausgezeichnet wurden von Hauptamtsleiterin Petra Kühn unter anderem die drei Wahlhelferinnen Monika Köhler, Iris Voigt und Irena Ilte, die mittlerweile seit 1994 im Einsatz sind. „Wahlen leben vom ehrenamtlichen Engagement, ihr Einsatz verdient also ein hohes Maß an Anerkennung“, zollte ihnen Kühn Respekt.

Den Preis bekam zudem Doreen Böhmichen, „ein guter Geist der Feuerwehr“, wie Kühn deutlich machte. Es gebe nahezu nichts, wo Böhmichen ihre Hände nicht im Spiel habe: bei Einsätzen, Lehrgängen der Kameraden und Ausflügen der Jugendwehr stehe sie immer bereit und kümmere sich mit Herzblut um sämtliche Belange.

Heinz Horn war der fünfte im Bunde, der ausgezeichnet wurde – für seine Verdienste um die Schützengilde Böhlen/Rötha, die seit Herbst vergangenen Jahres ein neues Domizil hat. „Er, der schon als Schüler ins Schwarze treffen sollte, brauchte für das Unterfangen – neue Trainings- und Wirkungsstätte – einen langen Atem“, betonte Kühn.

Andreas Hempel, seit mehr als 30 Jahren aktives Mitglied im Tischtennis-Verein, überzeugte die Stadtverwaltung ebenfalls, ihm die Auszeichnung zu verleihen. „Mit viel ehrgeiz und hohem persönlichen Zeitaufwand hat er stets alles im Griff“, sei es die Austragung von Turnieren, sei es das Vereinsleben.

Zu guter Letzt wurde Annette Bergmann wurde auf die Bühne gebeten. Für die Mitarbeiterin des Kulturhauses ist es seit Jahren selbstverständlich, ihre Freizeit dem Ehrenamt zu widmen – genauer: der Kleingartensparte „Am Streitteich“. Allerdings wirkt sie ehrenamtlich nicht nur in deren Vorstand mit, sondern auch im Förderverein „100 Jahre Industriekultur Böhlen-Lippendorf“. „Es ist ihre Art, hilfsbereit zur Seite zu stehen und – ohne auf die Uhr zu schauen – sich für andere einzusetzen.“

Bauvorhaben sind Herausforderungen für Böhlen

So viele Vorhaben, wie Böhlen im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt hatte, seien in diesem Jahr allerdings nicht zu erwarten, vielmehr stehe eine Mammutaufgabe auf der Agenda: der Bau der Zweifelderhalle auf dem Gelände der Oberschule. „Im Frühjahr beginnen die Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke, Mitte des Jahres ist dann Baubeginn“, betonte der Rathauschef. Geduld sei also noch gefragt.

Und noch etwas stelle die Böhlener auf eine Geduldsprobe: der voranschreitende Bau der A 72 mit den damit verbundenen Einschränkungen und Umleitungen. „Dabei hat der Brückenabriss über der B2 den Verkehr im Herbst schon gehörig durcheinander gebracht.“ Berndt erinnerte aber nicht nur daran, sondern auch an die Bauarbeiten und Aktionen, die Böhlen ein gehöriges Stück vorwärts gebracht hätten: an den ersten Frühjahrsputz (der auch im kommenden Frühling wieder anstehe), an einen grandiosen Besucherrekord von 32000 Gästen im Freibad, an die Ansiedlung eines Tierarztes und einer Hundesportschule, an das Jugendforum, das sich in den vergangenen Monaten mehr als umtriebig zeigte.

Respekt für neuen Imagefilm

Zum Neujahrsempfang gehörte dementsprechend die Vorstellung des neuen Stadtlogos und des Imagefilms. Zwar habe Markkleeberg den Kanupark, Neukieritzsch den Hainer See und Großpösna den Bergbau-Technik-Park, „dafür ist Böhlen mittendrin“, machte der Bürgermeister deutlich. Lob kam vor allem für den Imagefilm, „Respekt“, wisperte Landgraf, „richtig klasse“ ihr Nachbar Hellriegel.

Dietmar Berndt bedankt sich bei Nicolas Krüger für ein gelungenes Konzert. Quelle: Julia Tonne

Kein Neujahrsempfang der Stadt Böhlen ohne das LSO. Das spielte unter der Leitung des neuen Chefdirigenten Nicolas Krüger zahlreiche Werke von Josef und Johann Strauß. Unter anderem „Die Libelle“, den „KlippKlapp Galopp“ und „Wiener Blut“.

Von Julia Tonne

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