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Borna Böhlen ist bei Bildung Vorreiter in Sachsen
Region Borna Böhlen ist bei Bildung Vorreiter in Sachsen
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19:00 02.04.2019
Mirko Altmann, Sabine Friedel und David Laux (von links) diskutieren mit Gästen über sächsische Bildungspolitik. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

Böhlen kann durchaus als Vorbild für die sächsische Bildungspolitik herhalten. Das ist ein Ergebnis einer Diskussionsrunde am Montagabend, zu der der SPD-Ortsverein Böhlen, Zwenkau und Rötha eingeladen hatte. Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sabine Friedel, war ins Kulturhaus gekommen, um zum einen über das Thema auf Landesebene zu sprechen und um zum anderen Informationen über Böhlen als Bildungsstandort zu erhalten.

Und gerade der zweite Punkt nahm viel Raum ein. „Wir haben hier für Klein bis Groß alles, was an Bildungseinrichtungen gebraucht wird“, machte Mirko Altmann deutlich, SPD-Stadtrat in Böhlen und Lehrer in Leipzig. „Nur eine Universität fehlt noch“, fügte er scherzhaft hinzu. Auch David Laux, ebenfalls Sozialdemokrat aus Böhlen und Moderator des Abends, lobte die „interessante Bildungslandschaft“ in seiner Stadt.

Grundschule Böhlen hat Schulsozialarbeiterin

Laut Altmann habe die Stadt mit den Böhlener Knirpsen die größte Kindertagesstätte des Landkreises, eine Grund- und eine Oberschule, den Hort sowie das Gymnasium in freier Trägerschaft in Großdeuben und das Berufliche Schulzentrum Leipziger Land.

Vor allem aber könne Böhlen mit einer Besonderheit aufwarten: In der Grundschule gebe es seit Schuljahresbeginn eine Schulsozialarbeiterin. „Keine Selbstverständlichkeit“, betonte Altmann.

Dass es auch an anderen Grundschulen künftig Schulsozialarbeiter gibt, ist für Friedel von elementarer Notwendigkeit. „Den Schulen tut das gut – und den Kindern auch. Sie haben mit den Sozialarbeitern einen Ansprechpartner, der aus einer ganz anderen Perspektive auf die Schüler blickt“, erklärte sie den rund 20 Zuhörern im Kulturhaus.

Die Oberschule Böhlen in der Lessingstraße Quelle: Andreas Döring

Sachsen braucht mehr Grundschulen im ländlichen Raum

Doch Sachsen habe sich nicht nur beim Thema Schulsozialarbeiter auf den Weg gemacht, sondern auch in anderen Bereichen: beim jahrgangsübergreifenden Unterricht, bei der Erhöhung der Mittel für Ganztagsangebote, bei der Einstellung weiterer Lehrer.

Dennoch müsse es dringend weitergehen. Unter anderem mit neuen Grundschulen im ländlichen Raum, mit Gemeinschaftsschulen und mehr Lehrkräften. „Um die Lehrer kümmern wir uns, für die Räume sind Sie als Kommune zuständig“, sagte Friedel in Richtung Böhlens Bürgermeister Dietmar Berndt.

Doch auch da steht Böhlen gut da, zumal wegen der geburtenstarken Jahrgänge längst ein Anbau an die Grundschule „Pfiffikus“ im Gespräch ist. „Unter den Bürgermeistern, die ich selbst erlebt habe, ist Böhlen als Bildungsstandort immer stark gefördert worden“, betonte Altman. Mehrere Millionen Euro seien in Sanierungen und Umbauten geflossen. Auch jetzt stehe ein weiterer Baustein auf der städtischen Agenda: der Bau der Zweifelderhalle.

Lehrer fordert kostenloses Mittagessen für Schüler

Ein Lehrer der Böhlener Oberschule mahnte Friedel gegenüber noch weitere Veränderungen auf Landesebene an. Er brachte nicht nur ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder ins Gespräch, sondern forderte auch, die Landesregierung müsse sich mit der Problematik der Unterrichtsmaterialien beschäftigen. „Wir haben einige Schüler, bei denen immer irgend etwas fehlt. Sei es Papier, sei es ein Füller“, machte er deutlich. Die Schule sei allerdings nicht dazu da, hier jederzeit auszuhelfen.

Thema am Montagabend war auch das evangelische Gymnasium unter dem Träger Lernwelten in Großdeuben. Wie Friedel betonte, sei es wichtig, dass sich öffentliche Schulen mehr in Richtung freie Schulen entwickeln würden. So sei es beispielsweise mehr als sinnvoll, dass sich Lehrer nicht über das Landesamt für Schule und Bildung bewerben, sondern an den Schulen direkt.

Von Julia Tonne

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