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Borna Böhlen will Riesenfiguren von Fischer-Art
Region Borna Böhlen will Riesenfiguren von Fischer-Art
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19:39 14.12.2018
Auf dem einstigen Deponie-Gelände der Stadt Böhlen sollen die zwei 29 Meter hohen Figuren entstehen. Quelle: Designgroup
Böhlen

Ja, ich will. Allerdings unter einer Bedingung... Mit ähnlichem Wortlaut, aber gleichem Inhalt hat sich Böhlen am Donnerstag für das Aufstellen zweier Riesenfiguren auf Böhlener Gemarkung ausgesprochen. Wie berichtet, will der Bornaer Künstler Michael Fischer-Art gemeinsam mit der Böhlener Firma Designgroup zwei rund 29 Meter hohe Figuren an der neuen Autobahn 72 installieren.

Wegerecht nicht geklärt

Allerdings lief die Diskussion des Böhlener Stadtrates nicht ohne Bauchschmerzen ab. Er muss schließlich sein Einvernehmen zum Bauantrag geben, über diesen wiederum letztlich der Landkreis Leipzig als Genehmigungsbehörde entscheidet. „So wie der uns vorliegende Beschluss formuliert ist, müssten wir ihn ablehnen, er wäre schlicht nicht rechtskräftig“, machte Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) gleich zu Beginn der Debatte deutlich. Denn aus dem Bauantrag gehe nicht hervor, wie die Zuwegung zum Grundstück geregelt wird.

Vertrag zwischen Fischer-Art und LTV zwingend

Wie Bauamtsleiterin Katrin Aust erklärte, müsse für das Aufstellen und die Instandhaltung der Figuren klar sein, wie alle an dem Projekt Beteiligten zum entsprechenden Grundstück gelangen. „Das Areal gehört zwar der Stadt, man kommt aber nur über ein Grundstück der Landestalsperrenverwaltung (LTV) ran“, erläuterte sie. Und ein Vertrag zwischen Antragsteller und LTV stehe noch aus. Dieser jedoch sei zwingend notwendig, um als Stadt das gemeindliche Einvernehmen zu dem Projekt geben zu können.

Wolfgang Kramer von der SPD-Fraktion wollte sich mit einer Ablehnung nicht abfinden, „eine solche ist das falsche Signal“ an Antragsteller, Künstler und Projekt. Auch der Rathauschef betonte, das Projekt für Böhlen gewinnen zu wollen, „aber Baurecht müssen wir nun einmal einhalten“. Sollte der Stadtrat dem ursprünglich formulierten Beschluss zustimmen, müsste er als Bürgermeister in Widerspruch gehen.

Stadtrat findet Lösung – Bedingung an Antragsteller

Denn laut Aust sei nicht nur die Zuwegung bislang ungeregelt, auch andere Details würden aus dem Bauantrag nicht hervorgehen. „Wem gehören die Figuren, wenn sie auf unserem Grundstück stehen? Will der Antragsteller das Grundstück pachten oder kaufen? Und woher kommt das Löschwasser?“, zählte sie die offenen Fragen auf.

Eine Lösung fand sich schließlich doch: Der Beschluss wurde abgeändert und enthält nun eine Bedingung, die der Antragsteller zu erfüllen hat: die Klärung der Zuwegung (über die gesamte Standzeit der Figuren hinweg) und die Vorlage eines entsprechenden Vertrags mit der LTV.

Gemeinsames Treffen aller Beteiligten

Bis 12. Januar hat der Antragsteller Zeit, die Bedingungen zu erfüllen, sonst ist der Beschluss des Böhlener Stadtrates hinfällig und das Einvernehmen erloschen. Um die Frist einhalten zu können und um Fischer-Art entgegen zu kommen, schlug Berndt ein gemeinsames Treffen aller Beteiligten vor – „so schnell wie möglich“.

Die Zeit drängt. Fischer-Art und die Designgroup wollen das Projekt bereits zum Lichtfest 2019 umsetzen, das der Förderverein zum Aufbau des Dokumentationszentrums IndustrieKulturlandschaft Mitteldeutschland (Kurz DokMitt) plant. Doch für den Künstler ist es mit den zwei Riesenfiguren an der A72 nicht getan, er will anlässlich des Lichtfestes auch mehrere 18-Meter-Hingucker auf der Brikettfabrik in Witznitz schaffen.

Von Julia Tonne

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