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Borna Böhlen will den Bahnhofsvorplatz umbauen
Region Borna Böhlen will den Bahnhofsvorplatz umbauen
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00:16 06.02.2018
Bushaltestelle, Parkplatz und Einbahnstraße: Zuweilen geht es sehr eng am Böhlener Bahnhof zu.
Bushaltestelle, Parkplatz und Einbahnstraße: Zuweilen geht es sehr eng am Böhlener Bahnhof zu. Quelle: Julia Tonne
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Böhlen

Das neue Konzept des öffentlichen Personennahverkehrs steht, der Grüne Ring hat gerade 10 000 Euro bewilligt für eine Machbarkeitsstudie zum Radweg zwischen Böhlen und Zwenkauer See, nun zieht die Stadt Böhlen nach und beginnt mit den Planungen für den Umbau des Bahnhofvorplatzes.

Derzeit holt die Verwaltung Angebote für die Planungsarbeiten ein, erste sind bereits eingetroffen. Doch bis es wirklich mit den Arbeiten losgehen kann, geht noch etwas Zeit ins Land. Bürgermeister Dietmar Berndt (parteilos) rechnet damit, dass 2020 der Vorplatz in Angriff genommen werden kann. „Allerdings musste und muss ja vieles im Vorfeld abgestimmt werden“, betont er. So habe die Stadt das neue ÖPNV-Konzept abwarten müssen, um überhaupt mit den Planungen beginnen zu können. „Wichtig war für uns, dass zu dem neuen Fahrplan unsere Schulbuszeiten passen. Außerdem wird der Sommerfahrplan eine touristische Neuseenlandroute enthalten, die auch Böhlen einbindet“, sagt der Rathauschef. Doch eben über solche Fakten brauche die Stadt Gewissheit, erst dann sei deutlich, welche Dimensionen der Vorplatz haben müsse.

Seit Jahren bereits ist das Gelände in der Diskussion. Ein Parkplatz für Autos, eine Wendeschleife für den Bus, die Einbahnstraßenregelung: Zuweilen geht es dort äußerst eng zu. Was Böhlen bei dem Vorhaben in die Hände spielt, ist eine Zusage des Grünen Rings, 10 000 Euro für eine Studie zu bewilligen. Diese soll klären, ob ein Radweg zwischen Böhlen und dem Zwenkauer See möglich ist und welche Route denkbar wäre – entweder entlang des Wirtschaftswegs oder entlang der alten Bahntrasse. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie belaufen sich laut Berndt auf rund 15 000 Euro, Böhlen steuert ein Drittel aus eigener Tasche bei.

Start und Ziel – je nachdem, aus welcher Richtung der Radler komme – sei der Bahnhofsvorplatz. „Und dann reden wir auch über genügend Fahrradständer“, macht Berndt deutlich. Er hoffe, dass durch die günstige Verkehrsanbindung zunehmend mehr Touristen die Stadt Böhlen als Zwischenstopp nutzen, um von hier aus das Neuseenland per Rad oder per pedes zu erkunden. Zumal der Bahnhof barrierefrei sei und Radler schon deshalb ihre Touren hier beginnen könnten. Der Bürgermeister geht davon aus, dass sich durch den Umbau das durchaus zu beobachtende Verkehrschaos am Bahnhofsvorplatz entschärfen dürfte. Auf jeden Fall müsse die Bushaltestelle mehr Platz bekommen. Zu überlegen sei auch, ob sich der Parkplatz für Autos nicht für „Park & Ride“ anbieten würde. „Mal eben den Vorplatz umbauen, funktioniert nicht. Es muss vieles vorab berücksichtigt werden, damit wir in einigen Jahren nicht feststellen, dass der Platz wieder zu klein ist.“

Von Julia Tonne