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Borna Borna: Braune Sträucher statt frisches Grün
Region Borna Borna: Braune Sträucher statt frisches Grün
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17:45 17.05.2019
Vertrocknete Sträucher neben frischem Grün - die Anwohner des Glück-Auf-Platzes sind nicht sehr erfreut über die Pflege der Grünflächen. Quelle: Kathrin Haase
Borna

Die Anwohner des Glück-Auf-Platzes in Borna sehen das Elend täglich vor ihrer Haustür: Eine Grünfläche mit Dutzenden vertrockneten Sträuchern, stellenweise Wildwuchs und herumliegenden Ästen. Dabei sollte der neugestaltete Platz ein kleines Schmuckstück werden, eine Wohlfühloase mit tiefergelegtem Spielplatz, Verkehrsberuhigung und elf neuen Parkplätzen anstatt des Rodelberges. Eine Million Euro lässt sich die Stadt den Umbau kosten, der noch nicht ganz abgeschlossen ist.

Vertrocknete Sträucher neben frischem Grün - die Anwohner des Glück-Auf-Platzes sind nicht sehr erfreut über die Pflege der Grünflächen. Quelle: Kathrin Haase

Grüne Wand zur Bundesstraße

„Wir Anwohner gucken aber nur auf Dreck“, ließ eine Bornaerin ihrem Ärger freien Lauf. Sie möchte ihren Namen jedoch nicht in der Zeitung lesen. Der Platz sei bepflanzt worden, ja, „aber die neuen Pflanzen gammeln vor sich hin, weil sie niemand gießt“. Ganz braun seien sie mittlerweile geworden und ein Bild des Jammers.

Auch die Ansicht von der Bundesstraße her sei gewöhnungsbedürftig und die Bornaerin spricht damit den efeubewachsenen Sichtschutz an. Die grüne Wand solle das Wohngebiet vom Lärm der B 95 abschirmen und noch dazu gut aussehen – so der Plan. „Aber es ist grauenvoll. Als Stadt würde ich mich in Grund und Boden schämen, wie das aussieht.“

Anwohner können den Platz nicht pflegen

Wer ist überhaupt für die Pflege der Grünfläche verantwortlich, fragen nun die betroffenen Bürger. „Wir kehren auch mal das Schnittgerinne, aber wir können nicht den gesamten Platz pflegen“, so die Anwohnerin weiter. Sorgen machen ihr außerdem die neu gepflanzten Bäume nur wenige Meter vor ihren Haustüren. „Wenn diese mal groß gewachsen sind, kommt kein Tageslicht mehr zum Fenster rein. Dann müssen wir schon tagsüber Licht anmachen, und wer bezahlt uns den Strom?“

Von der Stadtverwaltung fühlen sich die Anwohner mit ihren Sorgen derzeit alleingelassen. „Es gab zwar eine Informationsveranstaltung über die Gestaltung des Platzes“, sagt die Bornaerin, „aber wie es jetzt aussieht, kümmert es leider keinen.“

Aus dem Bornaer Rathaus war bis Freitagnachmittag keine Stellungnahme zu bekommen.

Von Kathrin Haase

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