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Borna Borna: CDU will Wahl gerichtlich anfechten
Region Borna Borna: CDU will Wahl gerichtlich anfechten
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13:29 28.05.2019
Will die Wahl anfechten: CDU-Fraktionschef Roland Wübbeke. Quelle: Nikos Natsidis
Borna

Der Bornaer Norden wählt bevorzugt links, Thräna ist eine AfD-Hochburg, und die CDU schneidet in Eula am besten ab. So stellt sich das Ergebnis der Stadtratswahl vom Sonntag dar, bei der die Linken mit 23,4 Prozent vor der AfD (22,7 Prozent) stärkste politische Kraft wurden. Die „Bürger für Borna“ (BfB) kamen auf 19,3 Prozent, die CDU auf 15,5 Prozent und die SPD auf 15,3 Prozent sowie die Freien Wähler Borna (FWB) auf 3,8 Prozent. Ob die Wahl am Ende Bestand hat, ist allerdings noch offen. CDU-Stadtratsfraktionschef Roland Wübbeke hat angekündigt, die Wahl wegen des seiner Überzeugung nach unrechtmäßig zustande gekommenen AfD-Wahlvorschlags vor Gericht anzufechten.

CDU will Bornaer Stadtratswahl anfechten

Das letzte Wort in Sachen Stadtratswahl ist also noch nicht gesprochen. CDU-Fraktionschef Wübbeke gab nach der Wahl zu Protokoll, die Wahl in jedem Fall anzufechten. Begründung, wie schon vor Wochen: Die Wahl sei unzulässig gewesen, weil der AfD-Wahlvorschlag fehlerhaft sei. Gebe das Gericht dem statt, „vielleicht am Ende des Jahres“, finde eine neue Wahl statt, dann aber ohne die AfD. In der Konsequenz müsse der sächsische Landtag eine Art Lex Borna beschließen, ein so genanntes Heilungsgesetz, womit dafür gesorgt werde, dass sämtliche Beschlüsse, die der Stadtrat bis dahin auch unter Mitwirkung der AfD fasse. gültig bleiben.

AfD gibt sich gelassen

Bodo Walther, AfD-Kreissprecher und wie Wübbeke Jurist, gab sich gelassen. Die politische Auseinandersetzung lasse sich nicht durch Gerichtsprozesse gewinnen.

Linke in Borna-Nord am stärksten

Mit 31 Prozent beziehungsweise zweimal 30,4 Prozent holten die Linken in den Wahllokalen in der Schule Nord sowie im Teichgymnasium und in der Begegnungsstätte Gnandorf ihre besten Wahlergebnisse. Dagegen kamen sie in den Ortsteilen bisweilen auf nicht einmal halb so viel. Am wenigsten holten sie in Eula (14,3 Prozent).

BfB in Borna-Gnandorf am schwächsten

Hier konnte die CDU ihren größten Erfolg verbuchen (25,8 Prozent). Im Teichgymnasium waren es dagegen lediglich 11,5 Prozent. Die BfB holten in der Grundschule Neukirchen 24,6 Prozent, in einem der insgesamt drei Briefwahllokale sogar 25,9 Prozent. In Gnandorf wurden es lediglich 11,2 Prozent.

19,6 Prozent für die AfD in Borna-Ost

Neukirchen und Wyhra erwiesen sich auch für die SPD als gutes Pflaster. 19,7 Prozent dort sind das beste SPD-Ergebnis im gesamten Stadtgebiet. Im benachbarten Thräna waren es hingegen nur 7,5 Prozent. Das war nur etwas mehr als die FWB (5,7 Prozent) mit ihrem besten Ergebnis, die aber nicht in den Stadtrat einziehen. In Thräna holte die AfD mit 32,2 Prozent ihr bestes Ergebnis, gefolgt von Borna-Nord (30,1 Prozent). Den niedrigsten Wert für die AfD gab es, abgesehen von den Briefwahllokalen, in Borna-Ost (19,6 Prozent).

Frank Feldmann am längsten im Bornaer Stadtrat

Neben den drei stimmenstärksten Kandidaten Reinhard Jöricke (AfD/1876), Oliver Urban (SPD/1698) und Bernd Schröter (BfB/1590) holte eine 22-Jährige die meisten Stimmen als Einzelperson: Nadja Luedtke (Linke), Tochter von Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). Frank Feldmann (Linke) ist nunmehr alleiniger Rekordhalter, was die Jahre im Stadtrat beziehungsweise der Stadtverordnetenversammlung seit 1990 anbelangt. Der 79-Jährige zog auch diesmal wieder sicher in den Stadtrat ein.

Klaus Sachse scheidet aus dem Bornaer Stadtrat aus

Klaus Sachse nach 29 Jahren nicht mehr im Stadtrat. Quelle: Günther Hunger

Vier Sitze für die CDU in Eula

Bei den Ortschaftsratswahlen in Eula und Wyhratal lag die CDU vor. So besetzt sie in Eula mit Hans-Jürgen Telesch, Frank Romeike, Hans Berufe und Matthias Thalmann vier Sitze. Für die „Bürger für Borna“ (BfB) zieht Jens Meyer ein.

Wyhratal: Je dreimal CDU und BfB

In Wyhratal belegen CDU und BfB je drei Sitze. Für die CDU wurden Sven Schule, Cora Lesch und Tom Rossa gewählt, für die BfB Maic Staudacher, Jörg Faburg und Toralf Lang. Jürgen Graichen (Linke) und Michel Zurbrügg (SPD) komplettieren das Gremium.

Von Nikos Natsidis

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