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Borna Borna: Der Volkssolidarität fehlen Fachkräfte im Betreuten Wohnen
Region Borna Borna: Der Volkssolidarität fehlen Fachkräfte im Betreuten Wohnen
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16:21 11.07.2019
Die Volkssolidarität hat Probleme Pflegefachkräfte zu finden. Quelle: dpa
Borna

Es ist ein bedeutungsschwerer Satz, den Daniel Lori zu Protokoll gibt. „Es ist sehr schwer geworden, weiter zu wachsen.“ Was der Geschäftsführer des Kreisverbandes Borna der Volkssolidarität (VS) damit meint, erschließt sich dann, wenn der Blick auf die Diskrepanz zwischen möglichen Angebotserweiterungen und der vorhandenen Personaldecke gerichtet wird. Auf gut Deutsch: Es fehlt an Fachkräften für insgesamt acht Einrichtungen des Betreuten Wohnens in Borna, Regis-Breitingen, Kitzscher und Pegau, in denen etwa 260 Menschen leben.

Fachkräftemangel bei der Bornaer Volkssolidarität

Ein Problem, das der älteste Wohlfahrtsverband im deutschen Osten keineswegs exklusiv hat. Zu spüren ist aber mittlerweile viel deutlicher als noch vor wenigen Jahren, dass der Markt für Fachkräfte, besonders im Pflegebereich, leer gefegt ist. Ein Grund dafür dürfte die weitgehende Vollbeschäftigung sein, wie Grit Donner, ihres Zeichens Pflegebereichsleiterin, sagt. Die Anwerbung von Kräften aus dem osteuropäischen Ausland ist längst gängige Praxis – auch, weil es an deutschen Bewerbern mangelt.

Vor einigen Jahren waren bei der VS in Borna vier Albaner, drei Frauen und ein Mann, beschäftigt. Die blieben allerdings nicht in Borna, sondern zogen mehrheitlich Richtung Westen – auch eine Frage der Bezahlung. Immerhin: Eine Albanerin ist noch da. Die Aussichten, etwa aus dem Balkanland neue Mitarbeiter zu bekommen, sind aber ohnehin generell schlechter geworden. Geschäftsführer Lori macht klar, dass die Volkssolidarität dabei mit potenten Unternehmen aus den alten Bundesländern konkurriert.

Keine Auszubildenden bei der Volkssolidarität in Borna

Wobei es in Sachen Personalmangel keineswegs nur um qualifizierte Fachkräfte geht. Mittlerweile sei es problematisch, überhaupt noch Leute zu finden. Und junge Leute, die im Herbst eine Ausbildung beginnen könnten, haben sich bisher ebenfalls nicht gemeldet. Hoffnung gibt es dennoch, so Geschäftsführer Lori weiter. Bei der VS arbeitet mittlerweile ein Venezolaner. Er ist als sogenannter Helfer beschäftigt. Und er würde gerne weitermachen.

Von Nikos Natsidis

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