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Borna Borna: Ferienkinder stellen Geheimtinte her
Region Borna Borna: Ferienkinder stellen Geheimtinte her
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15:15 08.07.2019
Almut Zimmermann lädt Kinder dazu ein, sich mit Zwiebeln und Tönen zu beschäftigen. Quelle: Julia Tonne
Borna

Wenn Kinder mit verweinten Augen von den Ferienspielen im Bornaer Museum zurückkommen, ist das kein Grund zur Besorgnis. Weder war das Programm zu langweilig, noch gab es Gruppenkeile, vielmehr hatten die Schüler engen Kontakt zum scharfen Gemüse. Museumspädagogin Almut Zimmermann lädt in der ersten, fünften und sechsten Ferienwoche zu gleich zwei Varianten ein: Zum einen dreht sich alles um Zwiebeln, zum anderen um Harmonien der Bornaer Firma Lindholm.

Und eben ersteres dürfte für rote Augen und viele Tränen sorgen – oder einem sommerlichen Husten den Garaus machen. Denn Zimmermann stellt gemeinsam mit den Kindern Hustensaft her, darüber hinaus lernen sie das Rezept für Geheimtinte kennen und brutzeln Röstzwiebeln. Das Angebot „Zwiebeleien“ dient schon der Vorbereitung zum Landeserntedankfest, das in Borna vom 4. bis 6. Oktober stattfindet.

Zwiebeleien sorgen für Tränen im Museum

„Die Zwiebel spielt seit Jahrhunderten eine große Rolle in Borna“, sagt die Museumspädagogin. Lange Zeit sei das Gemüse in alle Welt exportiert worden, zu Zeiten der Pest wurde den Bornaern angetragen, so viel Gemüse wie möglich selbst anzubauen. Geschichten zur Pest würden also entsprechend auch zu den „Zwiebeleien“ gehören. Noch ein Grund für Tränen. Auch heute noch ist das runde und scharfe Gemüse in Borna in aller Munde. Die Kreisstadt wartet beispielsweise mit Zwiebellauf und -fest auf. Und vielleicht findet sich ja während der „Zwiebeleien“ das eine oder andere Elternteil, das noch Lust hat, Zwiebelhoheit für das Landeserntedankfest zu werden .

Im Museum dreht sich in den Ferien alles um Zwiebeln und Harmonien. Quelle: Julia Tonne

Das zweite Thema, das Zimmermann während der Sommerferien in den Fokus rückt, sind Lindholm-Harmonien. Unter dem Titel „Tonspur“ können sich die Kinder nicht nur die Ausstellung der entsprechenden Instrumente ansehen, sondern darüber hinaus Instrumente ausprobieren und die Entstehung von Tönen nachvollziehen.

Ein Orchester aus selbst gebauten Instrumenten

Getreu dem Titel begeben sich die Ferienkinder zudem in die Spur, um Töne zu finden. „Wir werden im Museum überall verschiedene Töne erzeugen, die Kinder sollen dann ergründen, woher sie kommen“, sagt Zimmermann. Selbstverständlich gehe es auch darum, eigene Instrumente zu bauen. Also aus Gummis und einem Hohlkörper eine Harfe oder aus Papprollen eine Trommel. Möglicherweise entstehe anschließend gar ein Orchester. Zumal es für Bastelmuffel eine ganz einfache Variante gibt: Sie müssen lediglich Flaschen mit unterschiedlich viel Wasser füllen.

Beide Ferienprogramme bietet die Museumspädagogin in der ersten, fünften und sechsten Ferienwoche an. Und dann jeweils täglich um 10 und um 13 Uhr. Je nachdem, wie viele Anmeldungen für eines der beiden Themen vorliegen, werde eines dann angeboten. Anmeldungen nimmt sie unter der Telefonnummer 03433 27860 entgegen.

Von Julia Tonne

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