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Borna Borna bekommt keinen Klimamanager
Region Borna Borna bekommt keinen Klimamanager
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15:27 17.12.2018
Der Borna Stadtrat hatte kürzlich ein Klimaschutzkonzept beschlossen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

In Borna wird es auf absehbare Zeit keinen Klimamanager geben. Das macht Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) klar. Zwar gebe es eine entsprechende Empfehlung im Klimaschutzkonzept, das die Stadt kürzlich auch als Voraussetzung zum Erhalt von Fördermitteln beschlossen hatte. Gegen die Schaffung einer neuen Stelle in der Verwaltung spreche aber die Personalsituation in der Stadtverwaltung.

Borna hat zu viel Personal

„Wir haben zu viel Personal“, so Luedtke,. Zumindest aus Sicht des Landratsamtes, das dafür die Vorgaben zugrunde lege, die der Gesetzgeber für Kommunen mit 10.000 bis 20.000 Einwohnern macht. Das allerdings gehe an der Bornaer Realität schon deshalb vorbei, weil die Stadt als so genannte Große Kreisstadt eine Reihe von Aufgaben übernehme, die bei vergleichbaren Kommunen bei der Kreisverwaltung liegen. Dazu gehöre in Borna der fließende Verkehr oder auch die Bauordnung.

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Viele Geburten und Sterbefälle

Hinzu komme mit der Sana-Klinik eine Besonderheit. „Dadurch haben wir viele Geburten und Sterbefällen“ – mehr jedenfalls als in anderen Städten ohne ein großes und überregional bedeutsames Krankenhaus. Geburten und Sterbefälle müssten beurkundet werden, was zu einem erheblichen Mehraufwand und entsprechendem Personal im Standesamt im Goldenen Stern führe, sagt die Oberbürgermeisterin. Bei den entsprechenden Betrachtungen im Landratsamt bezüglich der Personalstärke der Bornaer Stadtverwaltung spiele das allerdings keine Rolle. Ganz abgesehen von der prinzipiellen Schieflage, wenn Kommunen mit nur etwas mehr als 10.000 Einwohnern personell mit Städten gleichgestellt würden, die nahezu doppelt so groß sind.

Klimamanager in Borna nicht vonnöten

Allerdings ist ein Klimamanager ohnehin nicht zwingend vonnöten in Borna. Luedtke: „Ich erwarte von meinen Mitarbeitern, dass sie die Gesetze einhalten.“ Und damit auch die Vorgaben in Sachen Umweltschutz und Klimaverträglichkeit im Auge haben, wenn es um Projekte geht.

Von Nikos Natsidis