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Borna Borna schwitzt: Welche Schulen geben hitzefrei?
Region Borna Borna schwitzt: Welche Schulen geben hitzefrei?
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14:00 21.06.2019
Die Schulen im Raum Borna regeln das Thema Hitzefrei unterschiedlich. Quelle: dpa
Borna

Spontane Freistunden, Unterricht im Grünen oder verkürzte Stundenpläne: Eine fest formulierte Regelung für den Umgang mit großer Hitze während der Unterrichtszeit gibt es in Sachsen nicht, die Einrichtungen entscheiden eigenverantwortlich. Die LVZ hat sich umgehört, wie Schulen der Region auf die hohen Temperaturen reagieren.

Kein Hitzefrei in Grundschule „Clemens Thieme“ in Borna-Nord

In der Grundschule „Clemens Thieme“ in Borna-Nord gibt es kein Hitzefrei in diesem Sinn, wie Schulleiter Christoph Arnold erklärt. Vielmehr können die Lehrer selbst entscheiden, wie sie ihre Schützlinge betreuen, wenn die Hitze das Lernen erschwert. „Da der Hort nicht früher anfängt, decken wir die Betreuung selbstverständlich ab“, macht Arnold deutlich. Eine Möglichkeit, mit der Hitze umzugehen, bestehe darin, den Unterricht nach draußen zu verlegen oder die Kinder schlicht unter den Rasensprenger zu schicken.

Oberschule in Kitzscher schickt Schüler früher nach Hause

Klassisches Hitzefrei, bei dem die letzten Stunden wegfallen, gibt es an der Oberschule in Kitzscher nicht, sagt Schulleiterin Dagmar Schulz. Das wäre ungerecht den so genannten „Randfächern“ gegenüber, die am Ende des Schultages eingeordnet sind. Trotzdem muss bei den Temperaturen der letzten Tage niemand bis halb drei im Schulhaus schmoren. „Wir fahren seit Jahren die Strategie, bei Hitze die Unterrichtsstunden auf eine halbe Stunde zu verkürzen“, sagt die Schulleiterin.

Dafür wird dann einfach die Schulklingel auf die kürzere Zeit umgestellt, oder der Hausmeister oder die Sekretärin betätigen sie per Hand. Auf diese Weise endet die sechste Stunde schon 11.40 Uhr, normal wäre 13.20 Uhr. Seit zwei, drei Wochen wird jetzt schon so verfahren, und auch im April gab es schon ein paar Tage Kurzunterricht in Kitzscher.

Pegauer Oberschule lässt letzte Stunde ausfallen

„Manchmal lassen wir die letzten Stunden ausfallen“, sagt die stellvertretende Leiterin Grit Kerezsi an der Pegauer Oberschule „Frédéric Joliot-Curie. Generell werde darauf geachtet, dass alle Schüler möglichst gleiche Bedingungen haben. „Wenn also Zehntklässler noch in ihren Prüfungen schwitzen müssen, sollen die anderen auch nicht einfach frei haben.“

Die Stundenzeit einfach zu verkürzen, funktioniere in Pegau nicht, „weil die Oberschule eng mit der benachbarten Grundschule verknüpft ist“, so Kerezsi. Außerdem müsse auf die Busfahrzeiten geschaut werden. „Der erste Bus fährt 12.30 Uhr, da bringt es nichts, die Zwenkauer Kinder schon eine Stunde vorher an der Haltestelle in der Sonne stehen zu lassen.“ Insgesamt werde schon darauf geachtet, die Mädchen und Jungen nicht über Gebühr zu strapazieren. Allerdings: „Erdbeerpflücker und Straßenarbeiter fragt ja auch keiner.“

Von Julia Tonne, André Neumann, Olaf Krenz

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