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Region Borna Borna übernimmt Volkskundemuseum Wyhra
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18:36 29.11.2018
Obwohl das Volkskundemuseum Wyhra in Zukunft nur noch im Sommer ständig öffnen soll, wird es das weihnachtliche Hoffest weiter geben. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Was lange undenkbar schien, könnte jetzt so kommen. Die Stadt Borna übernimmt in Zukunft das Volkskundemuseum Wyhra. Zumindest in gewisser Weise. Die Einrichtung, wenige Wochen vor der politischen Wende 1989 in der DDR als Bauernmuseum eröffnet, befindet sich – wie auch das Kreismuseum in Grimma – in Trägerschaft des Landkreises. Der will beide Einrichtungen aus finanziellen Gründen gern loswerden. Dafür scheinen zumindest im Falle des Volkskundemuseums die Weichen gestellt, wie die Bornaer Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) bestätigt.

Borna öffnet Museum nur noch im Sommer

„Zunächst muss das Museum erst einmal in Schuss gebracht werden“, so die Rathauschefin weiter. Geplant sei ein Vertrag zwischen der Stadt und dem Landkreis, dessen Hauptinhalt darin bestehen dürfte, dass sich das Landratsamt an den Personalkosten beteiligt. Konkret: Wenn das Museum geöffnet ist, wird die entsprechende Stelle aus dem Kreissäckel bezahlt. Das aber, so Luedtke, soll künftig nur noch in den Sommermonaten der Fall sein. Im Winter wäre das Museum bis auf einige Ausnahmen geschlossen, was bedeutet, dass der zuständige Museumsmitarbeiter dann in einem anderen Bereich in der Stadtverwaltung zum Einsatz kommt. Etwa als Springer in der Mediothek.

Volkskundemuseum –zu Jubel kein Grund

Wer hätte das gedacht. Auf einmal scheint sich alles zu fügen, was einer sicheren Perspektive des Volkskundemuseums Wyhra bisher im Wege stand. Das ist, natürlich, positiv. Zu großem Jubel gibt es dennoch keinen Grund.

Schließlich wird das vormalige Bauernmuseum gewissermaßen heruntergestuft. Zu einer saisonalen Attraktion, auch wenn es in der kalten Jahreszeit auch in Zukunft einige Veranstaltungen geben soll. Das ist ökonomisch begründbar, weil ein Mitarbeiter fürs Volkskundemuseum künftig nur noch während der Sommerzeit vom Landratsamt finanziert wird. Schade ist es aber allemal, auch wenn es keineswegs so war und ist, dass das Haus in Wyhra vor und nach Weihnachten von Besuchermassen geradezu erdrückt würde. Das Angebot in Wyhra wird, übers ganze Jahr gesehen, schmaler. Daran ändert auch die geplante Einrichtung eines Hochzeitszimmers nichts.

Immerhin: Das Volkskundemuseum wäre, die Zustimmung von Kreistag und Landtag vorausgesetzt, gerettet. Und das ist am Ende entscheidend.

Weihnachtsmarkt findet statt

Allerdings soll es auch in der kalten Jahreszeit weiterhin Veranstaltungen im Volkskundemusem geben. Etwa den Weihnachtsmarkt, der seit Jahren eine feste Größe im Bornaer Veranstaltungskalender ist. Zudem eröffnen sich für die Nutzung des historischen Bauernhofs neue Perspektiven. Es könnte zu einer Filiale des städtischen Standesamtes im Goldenen Stern werden. Luedtke: „Dort könnten dann Bauernhochzeiten stattfinden.“ Durchaus eine Möglichkeit, der Stadt Borna als solches und eben auch dem Volkskundemuseum ein Alleinstellungsmerkmal zu verschaffen.

Stadtrat und Kreistag müssen zustimmen

Voraussetzung dafür, dass die Pläne mehr als bloße Absichtserklärungen sind, ist allerdings die Zustimmung sowohl des Kreistages als auch des Bornaer Stadtrates. Und eine gewisse Flexibilität ist im neuen Betreibermodell ohnehin mit eingepreist. Bei einem Jahrhundert-Sommer wie in diesem Jahr würde die Saison im Volkskundemuseum natürlich verlängert.

Von Nikos Natsidis

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