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Borna Bornaer Sana Klinik bekommt Besuch vom Weihnachtsmann
Region Borna Bornaer Sana Klinik bekommt Besuch vom Weihnachtsmann
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17:39 14.12.2016
Die sechsjährige Hewin packt zusammen mit Schwester Yvonne und dem Weihnachtsmann die Geschenke für die Kinderstation aus.
Die sechsjährige Hewin packt zusammen mit Schwester Yvonne und dem Weihnachtsmann die Geschenke für die Kinderstation aus.  Quelle: Julia Tonne
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Borna

 Emilie hat Glück, die Zehnjährige darf Weihnachten zu Hause feiern. Am Freitag wird die kleine Patientin entlassen. Der Stationsalltag war für das Mädchen in den vergangenen Tagen allerdings nicht so trist, wie andere sich ihn vorstellen. Nicht nur die Schwestern bringen gute Laune auf die Kinderstation der Sana Klinik, auch die Städtischen Werke Borna (SWB) sorgen für weihnachtliche Stimmung. Sie hatten am Mittwoch die Mädchen und Jungen zur Weihnachtsfeier eingeladen.

Mit von der Partie war der Puppenspieler Michael Frank, der die Geschichte „Der Weihnachtsmann in Not“ erzählte. Und natürlich durfte einer nicht fehlen – der Weihnachtsmann im Original. Jens Wagner, Mitarbeiter der SWB, hatte sich extra in Schale geworfen, mit Bart, dickem Bauch und rotem Umhang, um die Geschenke unter die kleinen Patienten zu bringen. Für sie gab es süße Leckereien, für alle gemeinsam und zukünftige Patienten eine Spielküche, ein riesiges Feuerwehrauto und eine Puppe, die mit Arztausstattung behandelt werden kann. Eine Rute hatte er hingegen nicht mitgebracht, „die wäre ja völlig fehl am Platz“.

Erstmals gab es auf der Kinderstation eine Weihnachtsfeier, organisiert hatten das die SWB zusammen mit den Stationsschwestern. Jedes Jahr suchen sich die Stadtwerke Projekte oder Einrichtungen aus, die sie fördern wollen. Das entsprechende Geld dafür kommt durch den Glühweinverkauf auf dem Weihnachtsmarkt zusammen. „Diesmal haben wir um die 400 Euro eingenommen, die Summe haben wir noch aufgestockt und davon die Spielsachen gekauft“, sagt SWB-Geschäftsführer Jan Hoppenstedt. Ihm ist vor allem wichtig, dass sich das Unternehmen in der Stadt und in der Region engagiert.

Schon Stunden vorher hatten die Schwestern auf der Station alle Hände voll zu tun, die Patienten zu beruhigen. „Sie alle waren aufgeregt, haben immer wieder gefragt, wann es losgeht“, erzählte Schwester Vivian. Doch nicht alle durften ins Spielzimmer, wo gefeiert wurde. Viele Kinder mussten in ihrem Zimmer bleiben, konnten das Bett noch nicht verlassen, sei es, weil sie Infektionen haben oder weil sie gerade operiert worden sind. Daher ließ es sich Knecht Ruprecht nicht nehmen, jeden einzeln im Zimmer zu besuchen und Mitbringsel zu verteilen.

Die Freude war entsprechend groß, auch bei der sechsjährigen Hewin, die gemeinsam mit dem Weihnachtsmann die Geschenke auspacken durfte. Mit großen Augen verfolgte die vier Monate alte Alma das Geschehen. „Für die Kinder hier ist das eine tolle Überraschung, die Feier bekommt für sie einen ganz besonderen Stellenwert“, so deren Mutter Judith. Wenn Kinder schon die Advents- und Weihnachtszeit im Krankenhaus verbringen müssten, dann seien sie umso dankbarer für die liebevolle Betreuung.

Von Julia Tonne