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Borna Bornaer Sana Klinik vergrößert Frühchenstation
Region Borna Bornaer Sana Klinik vergrößert Frühchenstation
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12:00 30.07.2019
Im vergangenen Jahr kamen in Borna rund 170 Kinder als Frühchen zur Welt. Quelle: Robin Kunz
Borna

Mehr als 1,3 Millionen Euro hat das Sana Klinikum in Borna in diesem Jahr in die Neonatologie investiert. Ziel war es, die Intensivstation für Frühchen zu vergrößern und mehr Zimmer zu schaffen. Das ist gelungen. Nach siebenmonatiger Bauzeit konnte der Umbau vor wenigen Tagen abgeschlossen werden.

Auf 335 Quadratmetern entstanden auf der bisherigen Schmerzstation (die bereits umgezogen ist) vier neue Mutter-Kind-Intensivzimmer und drei Patientenzimmer. Erstere sind „Herzstück“ der neuen Station. Ausgestattet sind die Zimmer mit Inkubator und/oder Wärmebettchen.

Was es den Müttern ermöglicht, rund um die Uhr mit ihren Neugeborenen zusammenbleiben zu können. Mussten bisher häufig Frühgeborene oder kranke Neugeborene getrennt von ihren Müttern betreut werden, ist eine gemeinsame Unterbringung nun von Beginn an möglich.

Bindung von Mutter und Kind wird gestärkt

„Wir fördern so die Mutter-Kind-Bindung von Anfang an intensiv. Das hat viele positive Effekte. Direkt nach der Geburt braucht das Neugeborene Schutz, Wärme, Liebe und Zuwendung – da ist die Nähe zur Mutter immens wichtig“, erklärt Dr. Möckel, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Sana Klinik. Die neue Station biete künftig insgesamt mehr Platz und Privatsphäre für die Eltern, die wochen- oder monatelang viele Stunden im Krankenhaus verbringen.

Kommt ein Baby vor Ende der 37. Woche zur Welt, gilt es bereits als Frühchen. Und die brauchen deutlich mehr Aufmerksamkeit und eine Rund-um-die-Uhr-Überwachung. „In Borna betreuen wir Kinder ab der 29. Schwangerschaftswoche und frühgeborene Zwillinge ab der 30. Woche“, ergänzt Möckel. Weshalb die Intensivstation für Neugeborene Teil des Perinatalzentrums der Stufe II sei. Und das habe die Aufgabe, Neugeborenen, die eine besondere Betreuung benötigen, einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Chancen für Frühchen werden immer besser

Alle an der Geburt beteiligten Fachdisziplinen – von der Geburtshilfe über die Anästhesie bis zur Neugeborenmedizin – würden dabei rund um die Uhr unter einem Dach zusammenarbeiten. 1129 Kinder erblickten im vergangenen Jahr in Borna das Licht der Welt, rund 170 davon waren Frühchen.

„Die Chancen für die Kleinen sind heute wesentlich besser als noch vor zehn Jahren“, sagt Dr. Jens Einenkel, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtsmedizin. Das liege zum einen an der weiter entwickelten vorgeburtlichen Diagnostik, bei der Risiken immer besser erkannt werden, und zum anderen an der fachübergreifenden Zusammenarbeit von Geburtshelfern und Spezialisten für Neugeborene.

Tag der offenen Tür am 3. August

Am Sonnabend, 3. August, laden Kinderklinik und Klinik für Geburtshilfe zum Tag der offenen Tür ein. Werdende Eltern und Interessierte können sich ab 14.30 Uhr die neue Intensivstation für Frühchen angucken. Zu den Angeboten gehören außerdem Führungen durch den Kreißsaal und die Wochenstation. Damit es für Kinder nicht langweilig wird, können diese ihre Puppen und Teddys bei einer Sprechstunde vorstellen und sich am Ultraschallgerät zeigen lassen, wie ihr Herz arbeitet.

Von Julia Tonne

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