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Borna Bornaer THW zeigt Besuchern neuen Bagger
Region Borna Bornaer THW zeigt Besuchern neuen Bagger
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17:27 28.04.2019
Neues Herzstück beim Bornaer THW ist der Bagger vom Typ Atlas 140 W. Quelle: Julia Tonne
Borna

Der neue Bagger war am Sonnabend ein echter Hingucker. Etliche Besucher scharten sich um das Gefährt und löcherten Helfer des Ortsverbands Borna des Technischen Hilfswerks (THW) mit Fragen. Der hatte anlässlich der Neuanschaffung des Fahrzeugs zu einem Tag der offenen Tür eingeladen und lieferte eine beeindruckende Technikschau.

Zuweilen wurde es gar richtig fachlich. Nicht verwunderlich, immerhin hat der Bagger vom Typ Atlas 140 W einiges zu bieten: unter anderem ein Gewicht von rund 15 Tonnen, eine Reichweite von mehr als acht Meter, zudem eine Traglast von rund zwölf Tonnen und eine Motorleistung von 77 Kilowatt – was 103 Pferdestärken entspricht.

Bagger erweitert Spezialgebiete des THW um „Räumen“

Die Anschaffung des Baggers war eine Voraussetzung für den Ortsverband, um zukünftig ein drittes Spezialgebiet abdecken zu können. Bislang hatten sich die ehrenamtlichen Helfer auf Wasserschaden/Pumpen und Ölschaden konzentriert, nun kommt „Räumen“ Typ A hinzu. Seinen ersten öffentlichen Auftritt sozusagen hatte das Fahrzeug bereits gehabt. Anfang April wurden Bagger und Bornaer Kameraden vom THW Leipzig um Hilfe gebeten. In Krensitz bei Krostiz war eine Autowerkstatt explodiert.

Behutsam hebt der Bagger Steine auf und stapelt sie. Er kann aber auch anders: Häuser einreißen zum Beispiel. Das Technische Hilfswerk Borna erklärte am Sonnabend, was der neue Bagger alles kann.

„Welche Technik bei den Geräten und Fahrzeugen dahintersteckt, habe ich noch nicht gesehen“, sagte Besucherin Elke Frehland aus Rötha am Sonnabend. Sie staune, was heutzutage technisch alles möglich ist, und zolle den Helfern großen Respekt für deren Arbeit und Einsatz.

Hebekissen hebt 15 Tonnen schweren Bagger an

Nachdem der Bagger gezeigt hatte, was in ihm steckt, rückte die Bergungsgruppe mit schwerem Gerät an – unter anderem mit einem Hebekissen. Das sah zwar nach wenig aus, entpuppte sich aber als Hochleistungsausrüstung. Immerhin schafft es das Kissen, 40 Tonnen anzuheben. Das Hochwuchten des Baggers war also ein Klacks. Zur Technikschau gehörte auch eine Demonstration der Fachgruppe Ölschaden. Helfer der „Spezialeinheit“, zu der insgesamt 18 Ehrenamtliche gehören, zeigten, wie die sogenannte Dekontaminationsschleuse funktioniert.

Die Helfer der Fachgruppe Ölschaden zeigen die Dekontaminationsschleuse. Quelle: Julia Tonne

„Durch die Schleuse müssen alle durch, die im Schwarzbereich, also im Einsatzbereich waren“, erklärte Lisa Bachmann, Sprecherin des Ortsverbands. Der Einsatzbereich könne beispielsweise ein Gewässer mit Ölverschmutzungen sein. Um in den Weißbereich zu gelangen – in den ungefährlichen –, sei es nötig, die Schleuse zu passieren. Ein Helfer ziehe den Einsatzkräften die Spezialanzüge aus, um Kontaminierungen zu verhindern.

Auf dem Gelände präsentierte sich anlässlich des Tags der offenen Tür auch die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen. Sie hatte ein Leiterbecken aufgestellt und demonstrierte die sogenannte Chiemseepumpe. Laut Bachmann habe diese einen Korndurchlass von 70 bis 80 Millimeter. Wichtig sei der, damit die Pumpe nicht bei jeder Kleinigkeit, die mit angesaugt werde, verstopfe.

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen führt die Chiemseepumpe vor. Quelle: Julia Tonne

Bachmann und Zugführer Marco Leipert waren über die großen Zahl an Besuchern sichtlich begeistert. „Und vielleicht haben wir beim nächsten Mal noch mehr Technik zu bieten“, sagte Leipert. Denn um die Fachgruppe Räumen auf noch breitere Füße zu stellen, sei die Anschaffung eines Tiefladers und eines Kippers unerlässlich.

Von Julia Tonne

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