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Borna Brückenabriss: B 95 drei Tage dicht
Region Borna Brückenabriss: B 95 drei Tage dicht
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07:09 22.09.2018
Bis Anfang November haben Autofahrer noch Schonfrist, dann wird die Brücke der B 2 über die B 95 abgerissen. Die Bundesstraße 95 wird dafür voll gesperrt. Quelle: Julia Tonne
Böhlen

Der Bau der Autobahn 72 geht in Böhlen in wenigen Wochen mit einem Spektakel einher, das Zuschauer erfreuen, Autofahrer aber nerven wird. Vom 9. bis 12. November wird die Brücke an der Anschlussstelle Böhlen/Zwenkau, die über die Bundesstraße 95 führt, abgerissen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, kurz Lasuv, hat nun den Termin bestätigt.

Neue Rampe geht in Betrieb

In Vorbereitung dessen geht die neu gebaute Rampe in Betrieb, die die Bundesstraße 2 aus Zwenkau kommend mit der Staatsstraße 72 verbindet.

Anfang November verschwindet die Brücke, die rechts im Bild durchkreuzt ist. Dafür müssen in diesem Bereich Bundesstraßen voll gesperrt werden. Quelle: Julia Tonne, Grafik: Patrick Moye

Einher geht der Abriss der Brücke mit einer Vollsperrung der B 95 und B 2 rund um die Baustelle. Die Umleitung wird an dem Wochenende über die Bundesstraße 186 und die Staatsstraße 242 (über Störmthal nach Espenhain) führen. Ist die Vollsperrung aufgehoben, ist bei Pkw- und Lkw-Fahrern wieder Flexibilität gefragt, wenn es um die Wegeführung zum Wunschziel geht.

Verkehr läuft nach dem Abriss anders

Folgende Verkehrsführung wird nach dem erfolgten Brückenabriss und der Aufhebung der Vollsperrung eingerichtet: Wer von Leipzig in Richtung Gera unterwegs ist, muss von der B 95 auf die Rampe zur B 2 und dann rechts abbiegen. In entgegengesetzter Richtung müssen die Verkehrsteilnehmer von der B 2 rechts abbiegen auf die Rampe zur S 72, dann auf die B 95 in Richtung Chemnitz fahren und an der Anschlussstelle Rötha wenden in Richtung Leipzig. Am einfachsten wird es für die Fahrer, die von Leipzig in Richtung Chemnitz oder umgekehrt unterwegs sind. Sie verbleiben schlicht auf der B 95.

Baufeld der A 72 muss umfahren werden

Auch diese Verkehrsführung hält nach dem Brückenabriss nur ein paar Wochen an. Das erläuterten Vertreter des Lasuv jetzt auf einer Informationsveranstaltung in Rötha. Nach dem Abriss der Brücke werde die provisorisch umgebaute Staatsstraße 72 vollendet, auf der das Baufeld für die künftige Autobahnanschlussstelle Zwenkau/Böhlen umfahren wird.

Die Trasse verläuft ungefähr parallel zur jetzigen B 95 und bekommt zwei Ampelkreuzungen an den Einmündungen der B 2 aus Richtung Zwenkau und aus Richtung Böhlen beziehungsweise Industriegebiet Lippendorf. Das Wenden in Rötha entfällt dann wieder. Die S 72 wird auf dieser Strecke vierspurig ausgebaut.

Furcht vor Problemen im Winter

Besagte Rampe von der B 2 zur provisorischen S 72 könnte im Winter zu einer kritischen Stelle werden. Diese Befürchtung zumindest war auf der Informationsveranstaltung in Rötha laut geworden, weil die Rampe sehr steil ist, was bei glatter Fahrbahn vor allem für Lkw zu Problemen führen könnte. Ob der Winterdienst darüber informiert sei, wollte ein Bürger wissen. Die Straßenmeisterei sei mit ihm Boot, so die Antwort der Lasuv-Vertreter.

Brücken-Abbruch mit Hydraulikhammer

Die B-2-Brücke, von der in wenigen Wochen nichts mehr übrig geblieben sein wird, besteht derzeit noch aus vier Feldern mit jeweils 15 Metern Stützweite. Das Bauwerk ist also rund 60 Meter lang und zwischen den Geländern 11,50 Meter breit. Der Überbau besteht je Feld aus zwölf Fertigteilen. „Auch die Unterbauten sind aus Fertigteilen ausgebildet“, erklärt Isabel Siebert, Pressesprecherin des Lasuv. Der Abbruch werde nach ihrer Aussage mit Hydraulikhammer und -zange erfolgen.

Neue Brücken entstehen ab Frühjahr 2020

Der Brückenabbruch ist Bestandteil der Bauleistungen für die provisorische Verkehrsführung um die neue Anschlussstelle herum. Wenn die Brücke weg ist, haben die Autobahnbauer zudem die nötige Baufreiheit im Bereich der neuen Anschlussstelle Zwenkau für die drei neu zu errichtenden Überführungen. Baubeginn für die neuen Brücken ist im Frühjahr 2020. „Bis dahin muss der lockere Baugrund (Tagebaukippe) durch Rüttelstopfverdichtung und Auflastschüttung umfangreich verbessert werden“, macht Siebert deutlich.

Von Julia Tonne und André Neumann

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