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Borna Bürgermeisterwahl Regis: Jockisch zieht Kandidatur zurück
Region Borna Bürgermeisterwahl Regis: Jockisch zieht Kandidatur zurück
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18:00 24.01.2020
Aus drei werden zwei Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Regis-Breitingen: Nach dem Rückzug von Karsten Jockisch (r., CDU) kämpfen noch Amtsinhaber Wolfram Lenk (l., Die Linke) und Jörg Zetzsche (Freie Wähler) um den Chefposten im Rathaus. Quelle: Fotodesign Gahntz (2)/Falk Opelt
Regis-Breitingen

Kaum zu glauben, dass sich zwei Alphatiere einigen können. Es ist ein Paukenschlag in Regis-Breitingen, dass sich die beiden Herausforderer bei der Bürgermeisterwahl auf ein Bündnis verständigt haben. Weil es ja bedeutet, dass sich CDU-Bewerber Karsten Jockisch aus dem Verfahren zurückzieht. Er überlässt damit Jörg Zetzsche von den Freien Wählern den Platz als Konkurrent von Amtsinhaber Wolfram Lenk (Die Linke). „Wir als CDU wollen den Wechsel an der Stadtspitze“, informiert Ortsverbandschef Florian Pitulle.

Amtsinhaber im ersten Wahlgang vorn

Im ersten Wahlgang am Sonntag holte Lenk zwar mit 40,67 Prozent die meisten Stimmen, verpasste jedoch die Wiederwahl, weil er die 50-Prozent-Hürde nicht übersprang. Am Tag darauf gaben sich sowohl Zetzsche (32,93 Prozent) als auch Jockisch (26,4 Prozent) trotz einer gewissen Enttäuschung kämpferisch. Beide wollten zudem miteinander reden, um für sich als alleinigen Gegenkandidaten für den zweiten Anlauf am 2. Februar zu werben.

Jockisch verzichtet und unterstützt Zetzsche

Nach einem erfolglosen Gespräch setzte bei der CDU offensichtlich das Umdenken ein. „Ich bin angetreten, einen Wechsel herbeizuführen“, sagt nun Jockisch. „So wie bisher kann es in Regis-Breitingen nicht weitergehen. Noch eine Wahlperiode mit Lenk überstehen wir nicht.“ Klar hätte er gern selbst im Rathaus was gerissen. Doch sehe es nicht so aus, dass er dorthin kommt. Er habe einige Fehler im Wahlkampf gemacht.

„Deshalb hat mein Hauptziel mein Ego überstimmt, und ich verzichte auf den zweiten Wahlgang.“ Dass habe auch der CDU-Landtagsabgeordnete Georg-Ludwig von Breitenbuch, der bei der Ortsverbandssitzung am Donnerstag dabei war, akzeptiert und ihm gedankt. „Nun helfen wir Zetzsche. Wir müssen uns nicht gegenseitig die Stimmen wegnehmen“,sagt Jockisch.

Bürgermeisterwahl soll Wechsel bringen

Pitulle spricht von einem Bündnis für den Wechsel, einer Vernunftehe. „Es gilt, Regis-Breitingen voranzubringen. Sieben Jahre unter Wolfram Lenk herrschte Stillstand. Unsere Bürger wurden durch Ausgleichsbeiträge und durch verschleppte Bauvorhaben in der Stadt belastet.“ Um das zu ändern, unterstütze die CDU jetzt Zetzsche.

Zetzsche: Reaktion von Jockisch zeigt Größe

Ein erneuter Dreikampf hätte die Chance auf Lenks Ablösung verringert, findet Zetzsche. Für ihn wäre es schwer gewesen, seine Wähler vom Rückzug aus der besseren Position zu überzeugen. Und er stellt klar: „Die Reaktion von Karsten Jockisch zeigt Größe.“ Damit trete der CDU-Mann weiter für seinen Wahlplakat-Spruch „Für Regis-Breitingen, Ramsdorf, Wildenhain, Hagenest“ ein, weil „nur so eine Veränderung möglich ist“.

Große Versprechen kann er ihm nicht anbieten, so Zetzsche. „Aber wir wollen Karsten Jockisch, der ja nach dem Parteiaustritt von Ingo Opitz einziger CDU-Stadtrat ist, mit in unsere Fraktionsarbeit der Freien Wähler einbinden.“

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Von Olaf Krenz

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