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Borna Carnevalsclub Wyhratal feiert außerhalb von Borna
Region Borna Carnevalsclub Wyhratal feiert außerhalb von Borna
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18:00 12.02.2019
Der Carnevalsclub Wyhratal feiert mit Unterstützung der Tanzelfen wieder im Gasthof Bubendorf. Quelle: Andreas Döring
Borna

Wyhratal Helau! Der Schlachtruf des Carnevalsclub Wyhratal wird in den nächsten Wochen unzählige Male zu hören sein. Denn der Verein, der sich erst vor drei Jahren neu aufgestellt hat, will bis Anfang März vier Veranstaltungen stemmen.

„Wir brauchen wieder mehr Kultur in Borna“, machen Bianka Kriegler und Katrin Löffler deutlich. Beide haben den Verein wiederbelebt, mittlerweile scharen sich mehr als 20 Narren aus den südlichen Bornaer Ortsteilen um sie.

Faschingsveranstaltungen in Borna, Zedtlitz und Wyhra

Weithin sichtbar künden neongrüne Plakate in Borna, Zedtlitz und Wyhra von den Faschingsveranstaltungen. Die stehen in der diesjährigen Saison unter dem Motto „Eene meene miste, was rappelt in der Narrenkiste“ und versprechen eine Mischung aus Tänzen, Sketchen und natürlich viel guter Laune.

Dass der CCW in Borna den Nerv der Bewohner trifft und die Sehnsucht der Bornaer nach Karnevalspartys stillt, ist daran zu erkennen, dass die erste Abendveranstaltung schon jetzt ausverkauft ist. In Ermangelung von großen Räumlichkeiten in Borna weichen die Narren am 23. Februar in den Kastanienhof nach Lobstädt aus, hier ist kein freier Platz mehr zu ergattern.

Der Schlachtruf des Carnevalsclub Wyhratal wird in den nächsten Wochen unzählige Male zu hören sein. Quelle: Andreas Döring

Anders hingegen sieht es am 2. März aus. Für den Abend im Bubendorfer Hof gibt es noch Karten (zum Preis von 9,99 Euro) – erhältlich im Gasthof selbst und bei Augenoptik Seiberlich in der Bornaer Reichsstraße. Los geht es dort um 19 Uhr.

Kinderfasching am 24. Februar bei freiem Eintritt

Auch für die Jungen und Alten der Stadt wollen die Narren wieder was bieten, so laden sie am 24. Februar um 15 Uhr bei freiem Eintritt zum Kinderfasching in den Goldenen Stern ein, am 3. März dann zum Seniorenfasching um 15 Uhr in das Landgasthaus Bubendorf.

Unter dem Motto „Eene meene miste, was rappelt in der Narrenkiste“, wird groß gefeiert. Quelle: Thomas Kube

Mit von der Partie sind während der Veranstaltungen wieder die Bornaer Tanzelfen mit ihrem Gardetanz und den Funkenmariechen, der Elferrat, der Stammtisch mit Andreas Krötzsch und die beliebte Turnerriege. „Auf dem Programm stehen außerdem das Märchen Hänsel und Gretel – neu erzählt –, ein Sketch über Fremdwörter und der Puppen- und Handtuchtanz“, verrät Kriegler. Erstmals werde es zudem ein Kinderprinzenpaar geben.

Carnevalsclub Wyhratal bittet um Spenden

Das Training findet derzeit abwechselnd bei den Mitgliedern des CCW statt, Kostüme und Ausstattungen lagern auf diversen Dachböden. „Ein eigener Raum in der Stadt wäre schon schön, wenn wir Fuß fassen wollen, brauchen wir mehr Platz“, macht Löffler deutlich.

Auch über Spenden freut sich der alleinige Bornaer Karnevalsverein, schließlich wollen die Narren für die kommende Saison, die am 11. November 2019 mit dem Rathaussturm beginnt, ihre Garde neu einkleiden. „Es bleibt einiges zu tun, von daher würden wir uns über jede Unterstützung freuen.“

Kommentar: Borna braucht einen Veranstaltungsraum

Wenn der Carnevalsclub Wyhratal, kurz CCW, vier Veranstaltungen wuppt, davon allerdings lediglich eine in Borna, zeigt sich wieder einmal, dass Borna dringend einen Veranstaltungsraum braucht. Und zwar einen, den Vereine nutzen können. Das Stadtkulturhaus mag eine Möglichkeit sein, ist allerdings oft ohnehin mit eigenen Veranstaltungen belegt oder für die Vereine schlicht nicht bezahlbar. Der Goldene Stern ist zu klein, die Nachnutzung des einstigen Heizwerkes in der Angerstraße als Veranstaltungsraum noch immer nicht geklärt – und damit hört die Liste der Varianten schon auf.

Bleibt noch die Glück-Auf-Turnhalle, allerdings bedarf es hier sehr enger Absprachen zwischen Sport- und Kulturvereinen. Und aufwendiger Umbauten jedes Mal, wenn hier gefeiert statt trainiert wird. Mit dem auswärtigen Feiern steht der CCW nicht alleine da. Erst in der Weihnachtszeit mussten die Tänzer vom Tanz-Freizeit-Zentrum aus Bornas Ortsteil Eula nach Böhlen ausweichen. Hier bot das Kulturhaus ausreichend Platz für Mitwirkende und Gäste.

In Anbetracht dessen ist es unverständlich, dass sich am Heizwerk noch immer nichts getan hat. Während die Städtischen Werke Borna den Umbau abgeschlossen haben, hängt es noch immer an der Stadt, das Gebäude nun auch entsprechend zu nutzen. Eines jedenfalls ist klar: Vereine brauchen – um sich weiterzuentwickeln und ansprechende Programme auf die Beine zu stellen – Platz, Technik, Unterstützung. Sonst zeigen die Bornaer Vereine auch weiterhin ihr Können auswärts, sehr zur Freude der Bornaer Nachbarn.

Von Julia Tonne

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